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	<title>Bienen-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Kai-Michael_Engfer&amp;diff=218</id>
		<title>Kai-Michael Engfer</title>
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		<updated>2026-05-22T11:05:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Links&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kai-Michael Engfer.jpg|mini|Kai-Michael Engfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kai-Michael Engfer =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kai-Michael Engfer&#039;&#039;&#039; (* 21. Mai 1965 in Ratzeburg, Schleswig-Holstein) ist ein deutscher [[Imker]], Kameramann, Naturschützer, YouTuber und Autor. Er gilt als Pionier bei der Wiederansiedlung und Erhaltung der [[Dunkle Biene|Dunklen Biene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera mellifera]]&#039;&#039;) in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Engfer legte sein Abitur in Kiel ab. Seinen Zivildienst absolvierte er bei der Deutschen Umwelthilfe in der Landesgeschäftsstelle Kiel. Dort unterstützte er den Landesgeschäftsführer Hinrich Goos bei der Koordination verschiedener Naturschutzprojekte des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), wie beispielsweise der Initiative „Mehr Natur in Dorf und Stadt“, und war in der praktischen Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein anschließendes Studium der Verwaltungswissenschaften an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz schloss er als Diplom-Verwaltungswirt (FH) bzw. Bachelor of Arts (B.A.) – Public Administration ab. Seitdem ist er hauptberuflich in der öffentlichen Verwaltung tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in der Imkerei und im Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Engfer ist seit 1979 kontinuierlich als Imker aktiv. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Erforschung und dem Erhalt der heimischen Dunklen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;), einer Unterart der [[Westliche Honigbiene|Westlichen Honigbiene]], die in Deutschland seit den frühen 1950er-Jahren als weitestgehend verdrängt oder ausgerottet galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement für die Dunkle Biene ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1983 führte Engfer erstmals wieder Exemplare der Dunklen Biene nach Deutschland ein, um eine Zuchtbasis aufzubauen. Er gründete die [[Gemeinschaft zum Erhalt der Dunklen Biene]] e.V. (GEDB) und initiierte damit eine koordinierte Erhaltungszucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bekanntheit in Fachkreisen erlangte er durch seine Arbeit zur morphometrischen Bestimmung von [[Bienenrassen]]. Er trug wesentlich zur Etablierung von Messverfahren wie dem [[Cubitalindex]], der [[Discoidalverschiebung]] und dem [[Hantelindex]] bei, um die Reinheit von Beständen der &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039; nachzuweisen. Seine Erkenntnisse und Methoden wurden unter anderem in Online-Enzyklopädien und Fachmedien rezipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistische Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Seit 1996 betreibt Engfer das „[[Imkerforum Nordbiene]]“, das sich zur zentralen deutschsprachigen Plattform für den Austausch über die Dunkle Biene entwickelte. Er veröffentlicht unregelmäßig Fachartikel in nationalen und internationalen Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tätigkeit als Autor betreibt er den [[YouTube-Kanal Nordbiene]], auf dem er imkerliches Wissen und Themen des Naturschutzes dokumentiert. Als Kameramann verbindet er seine mediale Arbeit mit der Dokumentation von Naturthemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zurück zur Dunkle Biene. Fachartikel in den Zeitschriften &amp;quot;die biene&amp;quot;, März 1993 und &amp;quot;Imkerfreund&amp;quot; April 1993.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Dunklen Bienen fliegen wieder.&#039;&#039; In: Spektrum der Wissenschaft / Spektrum.de.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Dunkle Biene in Deutschland.&#039;&#039; Fachartikel zur Geschichte und Wiedereinführung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Tmavá včela Německo.&#039;&#039; (Die Dunkle Biene in Deutschland). In: &#039;&#039;Moderní včelař&#039;&#039; (tschechisches Fachmagazin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nordbiene.de – Die Dunkle Biene Apis mellifera mellifera https://www.nordbiene.de&lt;br /&gt;
* Autorenprofil bei modernivcelar.eu https://www.modernivcelar.eu/autor/1666&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Gerhard_Liebig&amp;diff=217</id>
		<title>Gerhard Liebig</title>
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		<updated>2026-05-21T10:05:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Verstorben 19. Mai 2026&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Gerhard Liebig (Bienenkundler) =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Gerhard Liebig&#039;&#039;&#039; (* 17. Juni 1948 in Kelsterbach, † 19. Mai 2026) ist ein deutscher Agrarwissenschaftler, Entomologe und Bienenkundler. Er gilt als einer der bekanntesten Experten für [[Bienenkunde]] und [[Varroose]]-Management im deutschsprachigen Raum. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine praxisorientierte Forschung, die Entwicklung der „[[Hohenheimer Einfachbeute]]“ (&amp;quot;Liebig-Beute&amp;quot;) sowie das Standardwerk &#039;&#039;[[Einfach imkern]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Gerhard Liebig studierte Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim. Nach seiner Promotion im Jahr 1978 zum Thema der Populationsdynamik von Getreideblattläusen war er von 1976 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2011 als wissenschaftlicher Angestellter an der [[Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsschwerpunkte ===&lt;br /&gt;
Sein wissenschaftliches Wirken konzentrierte sich auf die [[Waldtracht]] ([[Honigtauerzeuger]]) und insbesondere auf die Erforschung der Varroamilbe (&#039;&#039;[[Varroa destructor]]&#039;&#039;). Liebig entwickelte Methoden zur Populationsschätzung von Bienenvolk und Milbenbefall, die heute als Standard in der imkerlichen Praxis gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderes Augenmerk legte er auf die integrierte [[Varroabekämpfung]]. Er propagierte den Einsatz von [[Ameisensäure]] und [[Oxalsäure]] und entwickelte einfache Diagnoseverfahren wie die [[Windelkontrolle]] („Milben zählen“), um den Behandlungsbedarf präzise zu ermitteln. Seine Forschung basierte stets auf umfangreichen Langzeitstudien und Datenerhebungen an mehreren hundert Bienenvölkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die „Hohenheimer Einfachbeute“ ===&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren entwickelte Liebig zusammen mit Imkermeister [[Hans Beer]] die sogenannte &#039;&#039;&#039;Hohenheimer Einfachbeute&#039;&#039;&#039; (auch [[Liebig-Beute]] genannt). Dabei handelt es sich um eine [[Magazinbeute]] für das [[Zandermaß]], die sich durch ihre einfache Bauweise (falzlose Zargen) und optimierte Handhabung auszeichnet. Ziel war es, die [[Imkerei]] kostengünstig, rückenfreundlich und effizient zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistische Tätigkeit und Lehre ===&lt;br /&gt;
Liebig ist Autor zahlreicher Fachartikel und Bücher. Sein Buch &#039;&#039;Einfach imkern&#039;&#039; (erstmals 1998 erschienen) gilt als eines der meistverkauften Imkerfachbücher im deutschsprachigen Raum. Darin vertritt er den Ansatz, dass eine erfolgreiche Imkerei mit minimalem Aufwand und konsequenter Anwendung biologischer Grundkenntnisse möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach seinem Ruhestand ist Liebig aktiv. Er betreibt den Blog „Immelieb“, auf dem er aktuelle Daten zur Volksentwicklung und Tipps zur Varroabehandlung veröffentlicht. Er ist zudem ein gefragter Redner auf Imkertagen und kritischer Kommentator zu Themen wie dem Bienensterben, wobei er häufig betont, dass die Varroamilbe und imkerliche Fehler die Hauptursachen für Winterverluste seien, und weniger äußere Umwelteinflüsse wie Pestizide (z.B. Neonicotinoide).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2003:&#039;&#039;&#039; Verleihung des „Apistischen Ehrenzeichens“ durch den Deutschen Imkerbund (D.I.B.) für seine Verdienste um die deutsche Bienenkunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Waldtracht. Entstehung – Vorhersage – Nutzung.&#039;&#039; Ehrenwirth, München 1999, ISBN 3-431-04030-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Einfach imkern. Leitfaden zum Bienenhalten.&#039;&#039; 4. Auflage. Eigenverlag, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-9810104-4-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pollenanalytische Untersuchungen an Blütenhonigen aus Baden-Württemberg.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Apidologie&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften wie &#039;&#039;Deutsches Bienen-Journal&#039;&#039;, &#039;&#039;ADIZ&#039;&#039; und &#039;&#039;die biene&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* immeliEB.de – Offizielle Webseite von Dr. Gerhard Liebig. https://www.immelieb.de&lt;br /&gt;
* Publikationsliste von Gerhard Liebig bei Google Scholar. https://scholar.google.de/scholar?q=Gerhard+Liebig+Bienenkunde&lt;br /&gt;
* Autorenprofil bei Novo Argumente. https://www.novo-argumente.com/autor/liebig_gerhard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Magazinbeute&amp;diff=216</id>
		<title>Magazinbeute</title>
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		<updated>2026-05-20T20:59:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Magazinbeute&#039;&#039;&#039; (eine Form der &#039;&#039;&#039;[[Oberbehandlungsbeute]]&#039;&#039;&#039;) ist eine künstliche Bienenwohnung, die in der modernen [[Imkerei]] weltweit am häufigsten Verwendung findet. Ihr wesentliches Merkmal ist der modulare Aufbau aus übereinanderstapelbaren Kästen, sogenannten Zargen. Sie ermöglicht eine vertikale Erweiterung des Bienenstocks je nach Volksstärke und Trachtangebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Eine Magazinbeute besteht aus standardisierten, lose aufeinandergesetzten Bauteilen, was sie zu einem Baukastensystem macht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Boden:&#039;&#039;&#039; Die unterste Einheit, die meist mit einem Flugloch zur Ein- und Ausflugkontrolle der Bienen versehen ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zargen:&#039;&#039;&#039; Oben und unten offene Kästen, in die von oben &#039;&#039;&#039;[[Rähmchen]]&#039;&#039;&#039; eingehängt werden. Diese dienen der Aufnahme des Wabenbaus.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Absperrgitter]]:&#039;&#039;&#039; Ein Gitter, das den Durchgang für die Bienenkönigin versperrt, um den Brutraum vom Honigraum zu trennen und so honigreine Waben zu gewinnen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Deckel:&#039;&#039;&#039; Der obere Abschluss zum Schutz vor Witterungseinflüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Magazinbeute ist eng mit der Erkenntnis des „[[Bee-Space]]“ ([[Bienenabstand]]) verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der „Bee-Space“ und Langstroth ===&lt;br /&gt;
Der US-amerikanische Imker und Pastor &#039;&#039;&#039;[[Lorenzo Lorrain Langstroth]]&#039;&#039;&#039; gilt als „Vater“ der modernen Magazinbeute. Im Jahr &#039;&#039;&#039;1853&#039;&#039;&#039; patentierte er eine Beute, in der er den &#039;&#039;Bee-Space&#039;&#039; (einen Abstand von etwa 6 bis 9 mm) konsequent berücksichtigte. Dieser Abstand sorgt dafür, dass Bienen die Rähmchen nicht mit Propolis am Gehäuse festkitten und der Imker die Waben leicht entnehmen kann. Dies war die Geburtsstunde der modernen, beweglichen Wabenbauweise im Magazinformat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterentwicklung ===&lt;br /&gt;
Während sich Langstroth-Systeme in Nordamerika rasch durchsetzten, entwickelten sich in Europa verschiedene abgewandelte Formen, die besser an die lokalen klimatischen Bedingungen und die Volksentwicklung angepasst waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Dadant-Beute]]:&#039;&#039;&#039; Von Charles Dadant aus den USA popularisiert, nutzt sie ein großes Brutraum-Maß, um dem natürlichen, ununterbrochenen Brutnest der Bienen besser gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Zanderbeute|Zander-Beute]]:&#039;&#039;&#039; Um 1900 von [[Enoch Zander]] entwickelt, stellt sie eine der in Deutschland am weitesten verbreiteten Modifikationen dar.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Segeberger Kunststoff-Magazinbeute|Segeberger Beute]]:&#039;&#039;&#039; Ein Beispiel für eine deutsche Magazinbeute aus Hartstyropor, die aufgrund ihrer guten Wärmedämmeigenschaften besonders in kühleren Regionen geschätzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsweise ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur [[Hinterbehandlungsbeute]] (bei der der Imker von hinten in den Kasten greift) wird bei der Magazinbeute von oben gearbeitet (Oberbehandlung). Der Imker kann den Raum nach Bedarf erweitern, indem er Zargen aufsetzt, oder verkleinern, indem er sie abnimmt. Die Volksentwicklung verläuft vertikal von unten nach oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzsysteme ==&lt;br /&gt;
Neben der Magazinbeute gibt es andere Beutentypen, die jedoch meist eine geringere Flexibilität in der Raumgestaltung oder eine aufwendigere Handhabung aufweisen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hinterbehandlungsbeuten (z. B. [[Schweizerkasten]]):&#039;&#039;&#039; Öffnung von hinten. Diese Bauweise ist oft fest verbaut, beispielsweise in Bienenhäusern, und erschwert die mobile Bienenhaltung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Trogbeute|Trogbeuten]] ([[Top-Bar Hive|Top-Bar Hives]]):&#039;&#039;&#039; Hier erfolgt die Entwicklung horizontal. Sie sind oft einfacher zu bauen, bieten jedoch weniger Möglichkeiten der industriellen oder erwerbsmäßigen Honiggewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rähmchenmaße ==&lt;br /&gt;
Die Kompatibilität von Zargen und Rähmchen ist für die moderne Imkerei entscheidend. Gängige Maße sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Deutsch-Normalmaß]] (DNM):&#039;&#039;&#039; Das klassische deutsche Maß (370 mm Breite).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Zandermaß|Zander]]:&#039;&#039;&#039; Ein verbreitetes Standardmaß (420 mm Breite).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Dadant]]:&#039;&#039;&#039; Ein großformatiges System (435 mm Breite).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Langstroth]]:&#039;&#039;&#039; Der internationale Standard (448 mm Breite).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lorenzo L. Langstroth: &#039;&#039;The Hive and the Honey-Bee&#039;&#039;. (Standardwerk, diverse Auflagen).&lt;br /&gt;
* Gerhard Liebig: &#039;&#039;Einfach imkern: Leitfaden zum Imkern mit der Magazinbeute&#039;&#039;. Eigenverlag, Bochum.&lt;br /&gt;
* Enoch Zander: &#039;&#039;Der Bau der Biene&#039;&#039;. (Diverse Auflagen/Bearbeitungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Deutscher Imkerbund e.V.&lt;br /&gt;
* Bienenkunde-Portal – Umfassende Informationen zur Imkerei und Beutensystemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerliche Fachbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbeute und Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Magazinbeute&amp;diff=215</id>
		<title>Magazinbeute</title>
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		<updated>2026-05-20T20:58:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „= Magazinbeute = Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magazinbeute&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberbehandlungsbeute&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist eine künstliche Bienenwohnung, die in der modernen Imkerei weltweit am häufigsten Verwendung findet. Ihr wesentliches Merkmal ist der modulare Aufbau aus übereinanderstapelbaren Kästen, sogenannten Zargen. Sie ermöglicht eine vertikale Erweiterung des Bienenstocks je nach Volksstärke und Trachtangebot.  == Aufbau == Eine Magazinbeute besteht aus standardisi…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Magazinbeute&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;[[Oberbehandlungsbeute]]&#039;&#039;&#039; genannt) ist eine künstliche Bienenwohnung, die in der modernen [[Imkerei]] weltweit am häufigsten Verwendung findet. Ihr wesentliches Merkmal ist der modulare Aufbau aus übereinanderstapelbaren Kästen, sogenannten Zargen. Sie ermöglicht eine vertikale Erweiterung des Bienenstocks je nach Volksstärke und Trachtangebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Eine Magazinbeute besteht aus standardisierten, lose aufeinandergesetzten Bauteilen, was sie zu einem Baukastensystem macht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Boden:&#039;&#039;&#039; Die unterste Einheit, die meist mit einem Flugloch zur Ein- und Ausflugkontrolle der Bienen versehen ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zargen:&#039;&#039;&#039; Oben und unten offene Kästen, in die von oben &#039;&#039;&#039;[[Rähmchen]]&#039;&#039;&#039; eingehängt werden. Diese dienen der Aufnahme des Wabenbaus.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Absperrgitter]]:&#039;&#039;&#039; Ein Gitter, das den Durchgang für die Bienenkönigin versperrt, um den Brutraum vom Honigraum zu trennen und so honigreine Waben zu gewinnen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Deckel:&#039;&#039;&#039; Der obere Abschluss zum Schutz vor Witterungseinflüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Magazinbeute ist eng mit der Erkenntnis des „[[Bee-Space]]“ ([[Bienenabstand]]) verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der „Bee-Space“ und Langstroth ===&lt;br /&gt;
Der US-amerikanische Imker und Pastor &#039;&#039;&#039;[[Lorenzo Lorrain Langstroth]]&#039;&#039;&#039; gilt als „Vater“ der modernen Magazinbeute. Im Jahr &#039;&#039;&#039;1853&#039;&#039;&#039; patentierte er eine Beute, in der er den &#039;&#039;Bee-Space&#039;&#039; (einen Abstand von etwa 6 bis 9 mm) konsequent berücksichtigte. Dieser Abstand sorgt dafür, dass Bienen die Rähmchen nicht mit Propolis am Gehäuse festkitten und der Imker die Waben leicht entnehmen kann. Dies war die Geburtsstunde der modernen, beweglichen Wabenbauweise im Magazinformat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterentwicklung ===&lt;br /&gt;
Während sich Langstroth-Systeme in Nordamerika rasch durchsetzten, entwickelten sich in Europa verschiedene abgewandelte Formen, die besser an die lokalen klimatischen Bedingungen und die Volksentwicklung angepasst waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Dadant-Beute]]:&#039;&#039;&#039; Von Charles Dadant aus den USA popularisiert, nutzt sie ein großes Brutraum-Maß, um dem natürlichen, ununterbrochenen Brutnest der Bienen besser gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Zanderbeute|Zander-Beute]]:&#039;&#039;&#039; Um 1900 von [[Enoch Zander]] entwickelt, stellt sie eine der in Deutschland am weitesten verbreiteten Modifikationen dar.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Segeberger Kunststoff-Magazinbeute|Segeberger Beute]]:&#039;&#039;&#039; Ein Beispiel für eine deutsche Magazinbeute aus Hartstyropor, die aufgrund ihrer guten Wärmedämmeigenschaften besonders in kühleren Regionen geschätzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsweise ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur [[Hinterbehandlungsbeute]] (bei der der Imker von hinten in den Kasten greift) wird bei der Magazinbeute von oben gearbeitet (Oberbehandlung). Der Imker kann den Raum nach Bedarf erweitern, indem er Zargen aufsetzt, oder verkleinern, indem er sie abnimmt. Die Volksentwicklung verläuft vertikal von unten nach oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzsysteme ==&lt;br /&gt;
Neben der Magazinbeute gibt es andere Beutentypen, die jedoch meist eine geringere Flexibilität in der Raumgestaltung oder eine aufwendigere Handhabung aufweisen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hinterbehandlungsbeuten (z. B. [[Schweizerkasten]]):&#039;&#039;&#039; Öffnung von hinten. Diese Bauweise ist oft fest verbaut, beispielsweise in Bienenhäusern, und erschwert die mobile Bienenhaltung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Trogbeute|Trogbeuten]] ([[Top-Bar Hive|Top-Bar Hives]]):&#039;&#039;&#039; Hier erfolgt die Entwicklung horizontal. Sie sind oft einfacher zu bauen, bieten jedoch weniger Möglichkeiten der industriellen oder erwerbsmäßigen Honiggewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rähmchenmaße ==&lt;br /&gt;
Die Kompatibilität von Zargen und Rähmchen ist für die moderne Imkerei entscheidend. Gängige Maße sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Deutsch-Normalmaß]] (DNM):&#039;&#039;&#039; Das klassische deutsche Maß (370 mm Breite).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Zandermaß|Zander]]:&#039;&#039;&#039; Ein verbreitetes Standardmaß (420 mm Breite).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Dadant]]:&#039;&#039;&#039; Ein großformatiges System (435 mm Breite).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Langstroth]]:&#039;&#039;&#039; Der internationale Standard (448 mm Breite).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lorenzo L. Langstroth: &#039;&#039;The Hive and the Honey-Bee&#039;&#039;. (Standardwerk, diverse Auflagen).&lt;br /&gt;
* Gerhard Liebig: &#039;&#039;Einfach imkern: Leitfaden zum Imkern mit der Magazinbeute&#039;&#039;. Eigenverlag, Bochum.&lt;br /&gt;
* Enoch Zander: &#039;&#039;Der Bau der Biene&#039;&#039;. (Diverse Auflagen/Bearbeitungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Deutscher Imkerbund e.V.&lt;br /&gt;
* Bienenkunde-Portal – Umfassende Informationen zur Imkerei und Beutensystemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerliche Fachbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbeute und Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Heidschwarm&amp;diff=214</id>
		<title>Heidschwarm</title>
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		<updated>2026-05-19T10:51:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „= Heidschwarm = Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heidschwarm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein Bienenschwarm bezeichnet, der Wochen zuvor bereits als Vorschwarm abgegangen ist, eine neue Behausung gefunden hat und abermals als Schwarm abgeht. Der Begriff stammt historisch aus der traditionellen Lüneburger Heideimkerei, die auf die späte Blüte der Besenheide (&amp;#039;&amp;#039;Calluna vulgaris&amp;#039;&amp;#039;) ausgerichtet war.  == Biologie und Besonderheit == Im Gegensatz zur modernen Magazinimkerei, bei der Schwärme zwecks Hon…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Heidschwarm =&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Heidschwarm&#039;&#039;&#039; wird ein Bienenschwarm bezeichnet, der Wochen zuvor bereits als Vorschwarm abgegangen ist, eine neue Behausung gefunden hat und abermals als Schwarm abgeht. Der Begriff stammt historisch aus der traditionellen Lüneburger Heideimkerei, die auf die späte Blüte der Besenheide (&#039;&#039;Calluna vulgaris&#039;&#039;) ausgerichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologie und Besonderheit ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur modernen Magazinimkerei, bei der Schwärme zwecks Honigmaximierung unterdrückt werden, war die historische Heideimkerei im Korb (Lüneburger Stülper) eine reine &#039;&#039;Schwarmimkerei&#039;&#039;. Die Völker wurden bewusst so geführt, dass sie sich im Frühjahr und Sommer massiv durch Vorschwärme, Nachschwärme und sogar Nach-Nachschwärme vermehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich diese im Mai/Juni gebildeten Erst- und Nachschwärme in ihren neuen Körben so rasant entwickelten, dass sie noch im selben Sommer selbst wieder schwarmbereitschaft zeigten, nannte man diese Enkel-Schwärme &#039;&#039;&#039;Heidschwärme&#039;&#039;&#039;. Biologisch gesehen handelt es sich also um Schwärme von Völkern, die im selben Jahr selbst erst als Schwarm begründet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jahreszeit ==&lt;br /&gt;
Heidschwärme fallen außergewöhnlich spät im Bienenjahr, meist im &#039;&#039;&#039;Spätsommer (Ende Juli bis August)&#039;&#039;&#039;, pünktlich zum Beginn der Heideblüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Imkerliche Praxis und historische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
In der modernen Imkerei sind Heidschwärme extrem selten und wirtschaftlich unerwünscht. Ein so spät fallender Schwarm hat in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft außerhalb der Heidegebiete keine Chance mehr, genügend Wintervorräte und Winterbienen aufzubauen; er würde ohne massive Fütterung verhungern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der historischen Heideimkerei hingegen waren sie hochwillkommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Heidschwärme wurden in leere Körbe eingeschlagen.&lt;br /&gt;
* Während der intensiven Tracht der Heideblüte im August bauten sie die Körbe rasant aus und füllten sie mit dem begehrten Heidehonig (Scheibenhonig).&lt;br /&gt;
* Im Herbst wurden diese späten Völker bei der Honigernte abgetrommelt (umgesiedelt) oder abgeschwefelt, da man nur wenige starke Völker überwinterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich direkt vom Biotop und der Trachtpflanze ab: der &#039;&#039;&#039;Heide&#039;&#039;&#039;. Er bezeichnete den Schwarm, der rechtzeitig zur Ernte in der Heide bereitstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Lehzen: &#039;&#039;Die Hauptstücke der Lüneburger Bienenzucht.&#039;&#039; Hannover 1880 (Reprint VDM Verlag, 2008).&lt;br /&gt;
* Karl August Ramdohr: &#039;&#039;Die Heidedorfer Bienenzucht.&#039;&#039; Nachdruck der Ausgabe von 1833.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Jacobi, R. (1949): &#039;&#039;Die Heideimkerei&#039;&#039;. Verlag Pfenningstorf, Berlin/Stuttgart, S. 34–41.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Singerschwarm&amp;diff=213</id>
		<title>Singerschwarm</title>
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		<updated>2026-05-19T10:49:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „= Singerschwarm = Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Singerschwarm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Sonderform des &amp;#039;&amp;#039;Nachschwarms&amp;#039;&amp;#039; und liegt dann vor, wenn die bisherige Königin des Vorschwarmes während des Schwarmvorganges verloren geht und die Bienen alle wieder in ihr Ursprungsvolk zurückkehren. Beim Schlupf der ersten Prinzessin aus einer der Schwarmzellen fällt dann der Singerschwarm, meistens 7-10 Tage nach Abgang des Vorschwarmes&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; Er ist biologisch und akustisch direkt an das Phänomen d…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Singerschwarm =&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Singerschwarm&#039;&#039;&#039; ist eine Sonderform des &#039;&#039;Nachschwarms&#039;&#039; und liegt dann vor, wenn die bisherige Königin des Vorschwarmes während des Schwarmvorganges verloren geht und die Bienen alle wieder in ihr Ursprungsvolk zurückkehren. Beim Schlupf der ersten Prinzessin aus einer der Schwarmzellen fällt dann der Singerschwarm, meistens 7-10 Tage nach Abgang des Vorschwarmes&#039;&#039;.&#039;&#039; Er ist biologisch und akustisch direkt an das Phänomen des „Tütens und Quakens“ von Bienenköniginnen gekoppelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologie und Akustik ==&lt;br /&gt;
Das Phänomen des Singerschwarms entsteht, wenn in einem schwarmbereiten Volk nach dem Auszug des Vorschwarms mehrere junge Königinnen gleichzeitig schlupfreif sind. Die zuerst geschlüpfte Jungkönigin läuft auf den Waben umher und stößt einen hellen, vibrierenden Ton aus, das sogenannte &#039;&#039;&#039;Tüten&#039;&#039;&#039;. Die noch in ihren verdeckelten Wachszellen festsitzenden, schlupfreifen Rivalinnen antworten mit einem dumpferen, gedämpften Ton, dem &#039;&#039;&#039;Quaken&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses akustische Wechselspiel wird im imkerlichen Sprachgebrauch als „Singen“ bezeichnet. Hört der Imker dieses Singen am Abend im Bienenstock, ist dies das sichere Zeichen, dass am Folgetag bei gutem Wetter ein Nachschwarm – der sogenannte &#039;&#039;Singerschwarm&#039;&#039; – ausziehen wird. Der Schwarm enthält die tüternde Königin und oft sogar mehrere, während des Tumults frisch geschlüpfte Jungköniginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jahreszeit ==&lt;br /&gt;
Analog zum Nachschwarm liegt die Hauptphase im Früh- und Hochsommer (&#039;&#039;&#039;Juni bis Juli&#039;&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Imkerliche Praxis (Umgang) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Diagnostik:&#039;&#039;&#039; Das „Singen“ ist für den Imker ein akustisches Frühwarnsystem. Hört er es bei der Abendkontrolle am Flugloch, muss er am nächsten Tag mit einem Schwarm rechnen oder umgehend eingreifen (z.B. durch das Aufschneiden der Zellen oder das Bilden von Ablegern), um den Abzug zu verhindern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Verwertung:&#039;&#039;&#039; Wird der Singerschwarm eingefangen, zeichnet er sich dadurch aus, dass sich im Knäuel oft mehrere unbegattete Königinnen befinden. Nach dem Einlogieren stechen sich diese bis auf eine gegenseitig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich rein lautmalerisch von den akustischen Signalen (Tüten und Quaken) ab, die die Bienenköniginnen im Stock austauschen und die historisch als „Singen“ der Bienen gedeutet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Tautz: &#039;&#039;Die Erforschung der Bienenwelt.&#039;&#039; Leben und Verhalten der Honigbiene. Klett-Cotta, 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Michelsen, A. et al. (1986): &#039;&#039;How honeybees produce queen piping&#039;&#039;. Behavioral Ecology and Sociobiology, 19(4), S. 249–254.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Nachschwarm&amp;diff=212</id>
		<title>Nachschwarm</title>
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		<updated>2026-05-19T10:45:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „= Nachschwarm = Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nachschwarm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seltener &amp;#039;&amp;#039;Zweitschwarm&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Bienenschwarm, der nach dem Auszug des Vorschwarms aus demselben Muttervolk austritt. Er unterscheidet sich vom Vorschwarm maßgeblich durch die Demographie der Bienen und den Status der Königin.  == Biologie und Phänomenologie == Nachdem der Vorschwarm mit der alten Königin die Beute verlassen hat, verbleiben im Muttervolk verdeckelte Schwarmzellen. Nach etwa einer Woche sch…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Nachschwarm =&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;Nachschwarm&#039;&#039;&#039; (seltener &#039;&#039;Zweitschwarm&#039;&#039;) ist ein Bienenschwarm, der nach dem Auszug des Vorschwarms aus demselben Muttervolk austritt. Er unterscheidet sich vom [[Vorschwarm]] maßgeblich durch die Demographie der Bienen und den Status der Königin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologie und Phänomenologie ==&lt;br /&gt;
Nachdem der Vorschwarm mit der alten Königin die Beute verlassen hat, verbleiben im Muttervolk verdeckelte Schwarmzellen. Nach etwa einer Woche schlüpfen die jungen, unbegatteten (jungfräulichen) Königinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Schwarmstimmung im Volk weiterhin hoch ist, hindern die Arbeiterinnen die zuerst geschlüpfte Königin daran, ihre noch in den Zellen befindlichen Rivalinnen zu töten. Stattdessen verlässt diese junge Königin zusammen mit einem weiteren Teil der verbliebenen Bienen als &#039;&#039;Nachschwarm&#039;&#039; den Stock. Da die junge Königin sehr agil und leicht ist, fliegen Nachschwärme oft wesentlich höher und weiter weg als Vorschwärme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Volk kann bei anhaltender Schwarmstimmung im Abstand von wenigen Tagen mehrere Nachschwärme (Dritter Schwarm etc.) abgeben, bis das Muttervolk personell fast vollständig erschöpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jahreszeit ==&lt;br /&gt;
Nachschwärme treten logischerweise zeitversetzt nach den Vorschwärmen auf, meist &#039;&#039;&#039;ca. 8 bis 14 Tage nach dem Erstschwarm&#039;&#039;&#039;, mithin primär von &#039;&#039;&#039;Ende Mai bis Juli&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Imkerliche Praxis (Umgang) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vermeidung:&#039;&#039;&#039; Nachschwärme sind in der modernen Imkerei unerwünscht, da sie das Muttervolk so stark schwächen, dass es den Winter oft nicht überlebt. Imker verhindern Nachschwärme, indem sie nach dem Abzug des Vorschwarms alle bis auf eine Schwarmzelle im Muttervolk zerstören („Zellenbrechen“).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Einfangen und Pflege:&#039;&#039;&#039; Da Nachschwärme deutlich kleiner sind als Vorschwärme (oft nur faust- bis kopfgroß), ist ihre Überlebenschance in freier Natur gering. Nach dem Einfangen müssen sie oft gefüttert werden. Zudem muss der Imker den Begattungsflug der jungen Königin abwarten; geht sie verloren, ist der Schwarm weisellos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Das Präfix „Nach-“ verdeutlicht die chronologische Sequenz: Es handelt sich um den Schwarm, der dem Hauptschwarm &#039;&#039;nachfolgt&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Pohl: &#039;&#039;Die Honigbiene. Biologie, Haltung, Nutzen.&#039;&#039; Kosmos, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-440-17112-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Seeley, T. D. (2010): &#039;&#039;Honeybee Democracy&#039;&#039;. Princeton University Press, S. 24–28.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Vorschwarm&amp;diff=211</id>
		<title>Vorschwarm</title>
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		<updated>2026-05-19T10:44:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „= Vorschwarm = Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vorschwarm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Erstschwarm&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hauptschwarm&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet in der Imkerei den ersten Bienenschwarm, der im Zuge der natürlichen Vermehrung (Schwärmen) ein Honigbienenvolk verlässt. Er zeichnet sich biologisch vor allem dadurch aus, dass er von der alten, bereits begatteten Königin angeführt wird.  == Biologie und Phänomenologie == Wenn ein Bienenvolk im Frühjahr stark anwächst und die Kapazitätsgrenzen der Bienenw…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Vorschwarm =&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Vorschwarm&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Erstschwarm&#039;&#039; oder &#039;&#039;Hauptschwarm&#039;&#039;) bezeichnet in der Imkerei den ersten Bienenschwarm, der im Zuge der natürlichen Vermehrung (Schwärmen) ein Honigbienenvolk verlässt. Er zeichnet sich biologisch vor allem dadurch aus, dass er von der alten, bereits begatteten Königin angeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologie und Phänomenologie ==&lt;br /&gt;
Wenn ein Bienenvolk im Frühjahr stark anwächst und die Kapazitätsgrenzen der Bienenwohnung erreicht werden, gerät es in „Schwarmstimmung“. Die Arbeiterinnen legen daraufhin Schwarmzellen an. Sobald die erste dieser Zellen verdeckelt wird (etwa am 9. Tag nach der Eiablage), ist der Vorschwarm startbereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei geeignetem, sonnigem Wetter verlässt etwa die Hälfte der Belegschaft zusammen mit der alten Königin fluchtartig den Bienenstock. Da die alte Königin begattet und aufgrund einer Diät der Arbeiterinnen im Vorfeld wieder flugfähig ist, zieht der Vorschwarm meist in der näheren Umgebung auf einen tief hängenden Ast. Er bildet eine charakteristische Schwarmtraube, von der aus Kundschafterinnen (&#039;&#039;Spurbienen&#039;&#039;) nach einer neuen Nistgelegenheit suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorschwarm ist aufgrund der alten Königin sofort nach dem Einzug in eine neue Beute voll einsatzfähig; die Königin kann ohne Verzögerung mit der Eiablage beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jahreszeit ==&lt;br /&gt;
Das Auftreten von Vorschwärmen ist stark an die biologische Dynamik des Frühjahrs und das Massenangebot an Tracht gekoppelt. In Mitteleuropa liegt die Hauptzeit für Vorschwärme in den Monaten &#039;&#039;&#039;Mai und Juni&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Imkerliche Praxis (Umgang) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Prävention:&#039;&#039;&#039; Imker versuchen Vorschwärme meist durch Raumgabe, Schröpfen (Entnahme von Brutbienen) oder das Brechen von Schwarmzellen zu verhindern, da der Abzug die Honigleistung des Muttervolkes massiv schmälert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Einfangen:&#039;&#039;&#039; Hat sich ein Vorschwarm gesammelt, wird er vom Imker mittels eines Schwarmfangbeutels oder -kastens eingeschlagen, kühl kellergeschwefelt (Kellerhaft) und am Abend in eine neue Beute einlogiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vorteil:&#039;&#039;&#039; Vorschwärme besitzen einen enormen Bautrieb. Sie können problemlos auf reines Mittelwand- oder Naturbau-Material gesetzt werden und errichten in kürzester Zeit ein neues Wabenwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Begriff leitet sich logisch aus der zeitlichen Abfolge des Schwarmgeschehens ab. Er ist der &#039;&#039;vor&#039;&#039; allen anderen potenziellen Schwärmen eines Volkes austretende Schwarm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gerhard Liebig: &#039;&#039;Einfach imkern. Leitfaden zum Bienenhalten.&#039;&#039; 4. Auflage. Eigenverlag, Stuttgart 2020.&lt;br /&gt;
* Karl Weiß: &#039;&#039;Der Wochenend-Imker. Eine Schule für das Gärtnern mit Bienen.&#039;&#039; Kosmos, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-440-13401-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Tautz, J. (2007): &#039;&#039;Phänomen Honigbiene&#039;&#039;. Spektrum Akademischer Verlag, S. 142–145.&lt;br /&gt;
# Ritter, W. (2014): &#039;&#039;Bienen gesund erhalten&#039;&#039;. Ulmer Verlag, S. 68.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Gerhard_Liebig&amp;diff=210</id>
		<title>Gerhard Liebig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Gerhard_Liebig&amp;diff=210"/>
		<updated>2026-05-16T21:57:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Gerhard Liebig (Bienenkundler) =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Gerhard Liebig&#039;&#039;&#039; (* 17. Juni 1948 in Kelsterbach) ist ein deutscher Agrarwissenschaftler, Entomologe und Bienenkundler. Er gilt als einer der bekanntesten Experten für [[Bienenkunde]] und [[Varroose]]-Management im deutschsprachigen Raum. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine praxisorientierte Forschung, die Entwicklung der „[[Hohenheimer Einfachbeute]]“ (&amp;quot;Liebig-Beute&amp;quot;) sowie das Standardwerk &#039;&#039;[[Einfach imkern]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Gerhard Liebig studierte Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim. Nach seiner Promotion im Jahr 1978 zum Thema der Populationsdynamik von Getreideblattläusen war er von 1976 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2011 als wissenschaftlicher Angestellter an der [[Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsschwerpunkte ===&lt;br /&gt;
Sein wissenschaftliches Wirken konzentrierte sich auf die [[Waldtracht]] ([[Honigtauerzeuger]]) und insbesondere auf die Erforschung der Varroamilbe (&#039;&#039;[[Varroa destructor]]&#039;&#039;). Liebig entwickelte Methoden zur Populationsschätzung von Bienenvolk und Milbenbefall, die heute als Standard in der imkerlichen Praxis gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderes Augenmerk legte er auf die integrierte [[Varroabekämpfung]]. Er propagierte den Einsatz von [[Ameisensäure]] und [[Oxalsäure]] und entwickelte einfache Diagnoseverfahren wie die [[Windelkontrolle]] („Milben zählen“), um den Behandlungsbedarf präzise zu ermitteln. Seine Forschung basierte stets auf umfangreichen Langzeitstudien und Datenerhebungen an mehreren hundert Bienenvölkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die „Hohenheimer Einfachbeute“ ===&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren entwickelte Liebig zusammen mit Imkermeister [[Hans Beer]] die sogenannte &#039;&#039;&#039;Hohenheimer Einfachbeute&#039;&#039;&#039; (auch [[Liebig-Beute]] genannt). Dabei handelt es sich um eine [[Magazinbeute]] für das [[Zandermaß]], die sich durch ihre einfache Bauweise (falzlose Zargen) und optimierte Handhabung auszeichnet. Ziel war es, die [[Imkerei]] kostengünstig, rückenfreundlich und effizient zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistische Tätigkeit und Lehre ===&lt;br /&gt;
Liebig ist Autor zahlreicher Fachartikel und Bücher. Sein Buch &#039;&#039;Einfach imkern&#039;&#039; (erstmals 1998 erschienen) gilt als eines der meistverkauften Imkerfachbücher im deutschsprachigen Raum. Darin vertritt er den Ansatz, dass eine erfolgreiche Imkerei mit minimalem Aufwand und konsequenter Anwendung biologischer Grundkenntnisse möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach seinem Ruhestand ist Liebig aktiv. Er betreibt den Blog „Immelieb“, auf dem er aktuelle Daten zur Volksentwicklung und Tipps zur Varroabehandlung veröffentlicht. Er ist zudem ein gefragter Redner auf Imkertagen und kritischer Kommentator zu Themen wie dem Bienensterben, wobei er häufig betont, dass die Varroamilbe und imkerliche Fehler die Hauptursachen für Winterverluste seien, und weniger äußere Umwelteinflüsse wie Pestizide (z.B. Neonicotinoide).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2003:&#039;&#039;&#039; Verleihung des „Apistischen Ehrenzeichens“ durch den Deutschen Imkerbund (D.I.B.) für seine Verdienste um die deutsche Bienenkunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Waldtracht. Entstehung – Vorhersage – Nutzung.&#039;&#039; Ehrenwirth, München 1999, ISBN 3-431-04030-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Einfach imkern. Leitfaden zum Bienenhalten.&#039;&#039; 4. Auflage. Eigenverlag, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-9810104-4-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pollenanalytische Untersuchungen an Blütenhonigen aus Baden-Württemberg.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Apidologie&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften wie &#039;&#039;Deutsches Bienen-Journal&#039;&#039;, &#039;&#039;ADIZ&#039;&#039; und &#039;&#039;die biene&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* immeliEB.de – Offizielle Webseite von Dr. Gerhard Liebig. https://www.immelieb.de&lt;br /&gt;
* Publikationsliste von Gerhard Liebig bei Google Scholar. https://scholar.google.de/scholar?q=Gerhard+Liebig+Bienenkunde&lt;br /&gt;
* Autorenprofil bei Novo Argumente. https://www.novo-argumente.com/autor/liebig_gerhard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_carnica&amp;diff=209</id>
		<title>Apis mellifera carnica</title>
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		<updated>2026-05-16T13:32:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Links&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis mellifera carnica.jpg|mini|Kärntner Biene Apis mellifera carnica]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kärntner Biene Apis mellifera carnica, Pollmann 1879 =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;[[Kärntner Biene]]&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera carnica&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;[[Carnica-Biene|Carnica]]&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;[[Krainer Biene]]&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine natürlich entstandene Unterart der Westlichen Honigbiene (&#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039;). Innerhalb der [[Imkerei]] im deutschsprachigen Raum ist sie heute die am weitesten verbreitete Biene, da sie für ihre Sanftmut und Leistungsfähigkeit geschätzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprüngliche Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das angestammte Verbreitungsgebiet der Carnica erstreckt sich über den südöstlichen Teil Mitteleuropas und den Balkan. Es umfasst insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Österreich&#039;&#039;&#039; (vor allem Kärnten und die Steiermark)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Slowenien&#039;&#039;&#039; (historische Region Krain, Namensgeber der „Krainer Biene“)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ungarn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Teile Rumäniens und Bulgariens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gehört zur sogenannten [[Balkan-Rassengruppe]] und bildet die nördlichste Vertreterin dieser Gruppe. In Deutschland und der Schweiz ist sie ursprünglich nicht heimisch, wurde dort aber im 20. Jahrhundert massiv eingeführt und verdrängte die dort ursprünglich ansässige [[Dunkle Biene|Dunkle Europäische Biene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera mellifera]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Carnica wird oft als „graue Biene“ bezeichnet. Ihre optischen Hauptmerkmale sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Färbung:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist dunkel, oft mit lederbraunen Aufhellungen oder „Ecken“ am ersten Hinterleibssegment.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Charakteristisch sind die auffallend breiten und dichten grauen [[Filzbinden]] auf den Rückenplatten des Hinterleibs, die ihr ein graues Erscheinungsbild geben. Das [[Überhaar]] ist kurz und dicht. Auffallend ist die &amp;quot;Zusatzbinde&amp;quot; des ersten Tergits.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist mittelgroß und wirkt im Vergleich zur kräftigeren Dunklen Biene eher schlank.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rüssellänge:&#039;&#039;&#039; Mit 6,4 bis 6,8 mm besitzt sie einen vergleichsweise langen Rüssel, was ihr den Zugang zu tiefliegenden Nektarquellen (z. B. Rotklee) ermöglicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügelgeäder:&#039;&#039;&#039; In der morphometrischen Analyse zeichnet sie sich durch einen hohen [[Cubitalindex]] (durchschnittlich 2,4 bis 3,0) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologische Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die Carnica hat sich als Gebirgsbiene an ein Klima mit kalten Wintern und kurzen, intensiven Trachtperioden angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Sanftmut]]:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als eine der friedfertigsten Bienenrassen weltweit. Imker können oft ohne Schutzkleidung oder Rauch an den Völkern arbeiten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Wabenstetigkeit]]:&#039;&#039;&#039; Die Bienen bleiben bei der Durchschau ruhig auf den Waben sitzen (sie „laufen“ nicht).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Entwicklungszyklus:&#039;&#039;&#039; Ein markantes Merkmal ist die explosive Frühjahrsentwicklung. Sobald die ersten Pollenspender blühen, geht das Volk in eine starke Bruttätigkeit über.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Schwarmtrieb]]:&#039;&#039;&#039; Aufgrund der schnellen Volksentwicklung im Frühjahr neigt die Carnica im Vergleich zu anderen Rassen (wie der [[Buckfast]] oder Ligustica) stärker zum Schwärmen. Moderne Zuchtlinien haben diese Eigenschaft jedoch deutlich reduziert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Überwinterung:&#039;&#039;&#039; Sie überwintert in vergleichsweise kleinen Völkern, ist dabei sehr sparsam mit den Futtervorräten und hält eine strikte Brutpause ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und der „Siegeszug“ im Norden ==&lt;br /&gt;
Bis etwa 1930 war in Deutschland überwiegend die Dunkle Biene (&#039;&#039;A. m. mellifera&#039;&#039;) verbreitet. Der Wechsel zur Carnica erfolgte aus mehreren Gründen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Ertrag:&#039;&#039;&#039; Die Carnica lieferte in den damals aufkommenden Magazinbeuten oft höhere Honigerträge.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Nationalsozialismus:&#039;&#039;&#039; Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Carnica zur „Reichsbiene“ erklärt. Im Rahmen der „Gleichschaltung“ und zur Ertragssteigerung (Autarkiebestrebungen) wurden Königinnen massenhaft aus Kärnten nach Deutschland transportiert.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Nachkriegszeit:&#039;&#039;&#039; Auch nach 1945 hielt der Trend an, da die Carnica durch ihre Sanftmut die Imkerei in dicht besiedelten Gebieten erleichterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urzüchter und historische Zuchtlinien ==&lt;br /&gt;
Die moderne Carnica-Zucht geht auf einige Pioniere zurück, die im frühen 20. Jahrhundert begannen, die besten Völker ihrer Region zu selektieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Jakob Wrisnig]] (Linie [[Troiseck]]):&#039;&#039;&#039; Aus der Obersteiermark stammend, gilt das „Troiseck“-Material als eine der stabilsten Grundlagen der heutigen Zucht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Guido Sklenar]] (Linie [[Sklenar]]):&#039;&#039;&#039; Er selektierte im niederösterreichischen Mistelbach den „Stamm 47“. Diese Linie ist bekannt für ihre extreme Sanftmut und die Fähigkeit, große Honigstapel anzulegen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Hans Peschetz]] (Linie [[Peschetz]]):&#039;&#039;&#039; Er fand am Fuße des Hochobir in Kärnten ein besonders leistungsfähiges Material. Die Peschetz-Biene gilt als sehr vital und anpassungsfähig an raue Lagen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Jakob Wankler]]:&#039;&#039;&#039; Ebenfalls ein früher Pionier aus der Steiermark, der die Grundlagen für die Reinzucht legte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Zuchtlinien ==&lt;br /&gt;
Heute wird die Carnica in spezialisierten Züchterringen betreut (z. B. in der AGT – Arbeitsgemeinschaft Toleranzzucht). Wichtige aktuelle Linien sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Troiseck (verschiedene Unterlinien wie 1075, 03):&#039;&#039;&#039; Sehr weit verbreitet, ausgewogen in allen Eigenschaften.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sklenar:&#039;&#039;&#039; Beliebt bei Hobbyimkern wegen der legendären Friedfertigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Peschetz:&#039;&#039;&#039; Geschätzt für die Nutzung von Waldtrachten und Robustheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Celler Linie]]:&#039;&#039;&#039; Eine in Norddeutschland (Landesinstitut Celle) an das dortige Klima angepasste Carnica-Form.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Linie [[Balkan]]&#039;&#039;&#039;: Eine ebenfalls in Norddeutschland selektierte Zuchtlinie der Carnica der Züchter [[Helmut Warnholz]], [[Irma Striewski]] und anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Zeit liegt der Fokus der Zucht weniger auf maximalem Ertrag, sondern verstärkt auf der &#039;&#039;&#039;Varroatoleranz&#039;&#039;&#039; ([[VSH]]-Eigenschaften), um die Abhängigkeit von chemischen Behandlungen gegen die Varroamilbe zu verringern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Hans Peschetz: &#039;&#039;Der Weg zur besten Biene: Die Carnica-Biene&#039;&#039;. Verlag Ploetz, Wolfsberg 1954.&lt;br /&gt;
* Guido Sklenar: &#039;&#039;Imkerpraxis: Meine Betriebsweise und das Sklenar-Verfahren&#039;&#039;. Eigenverlag, Mistelbach 1923 (diverse Neuauflagen).&lt;br /&gt;
* Gottfried Goetze: &#039;&#039;Die beste Biene&#039;&#039;. Liedloff Verlag Gießen 1940.&lt;br /&gt;
* Alois Wallner: &#039;&#039;Varroaresistenz – heute&#039;&#039;. Eigenverlag, 1994.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Gerhard_Liebig&amp;diff=208</id>
		<title>Gerhard Liebig</title>
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		<updated>2026-05-16T10:59:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Gerhard Liebig (Bienenkundler) =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Gerhard Liebig&#039;&#039;&#039; (* 17. Juni 1948 in Kelsterbach) ist ein deutscher Agrarwissenschaftler, Entomologe und Bienenkundler. Er gilt als einer der bekanntesten Experten für [[Bienenkunde]] und [[Varroose]]-Management im deutschsprachigen Raum. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine praxisorientierte Forschung, die Entwicklung der „[[Hohenheimer Einfachbeute]]“ sowie das Standardwerk &#039;&#039;[[Einfach imkern]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Gerhard Liebig studierte Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim. Nach seiner Promotion im Jahr 1978 zum Thema der Populationsdynamik von Getreideblattläusen war er von 1976 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2011 als wissenschaftlicher Angestellter an der [[Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsschwerpunkte ===&lt;br /&gt;
Sein wissenschaftliches Wirken konzentrierte sich auf die [[Waldtracht]] ([[Honigtauerzeuger]]) und insbesondere auf die Erforschung der Varroamilbe (&#039;&#039;[[Varroa destructor]]&#039;&#039;). Liebig entwickelte Methoden zur Populationsschätzung von Bienenvolk und Milbenbefall, die heute als Standard in der imkerlichen Praxis gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderes Augenmerk legte er auf die integrierte [[Varroabekämpfung]]. Er propagierte den Einsatz von [[Ameisensäure]] und [[Oxalsäure]] und entwickelte einfache Diagnoseverfahren wie die [[Windelkontrolle]] („Milben zählen“), um den Behandlungsbedarf präzise zu ermitteln. Seine Forschung basierte stets auf umfangreichen Langzeitstudien und Datenerhebungen an mehreren hundert Bienenvölkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die „Hohenheimer Einfachbeute“ ===&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren entwickelte Liebig zusammen mit Imkermeister [[Hans Beer]] die sogenannte &#039;&#039;&#039;Hohenheimer Einfachbeute&#039;&#039;&#039; (auch [[Liebig-Beute]] genannt). Dabei handelt es sich um eine [[Magazinbeute]] für das [[Zandermaß]], die sich durch ihre einfache Bauweise (falzlose Zargen) und optimierte Handhabung auszeichnet. Ziel war es, die [[Imkerei]] kostengünstig, rückenfreundlich und effizient zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistische Tätigkeit und Lehre ===&lt;br /&gt;
Liebig ist Autor zahlreicher Fachartikel und Bücher. Sein Buch &#039;&#039;Einfach imkern&#039;&#039; (erstmals 1998 erschienen) gilt als eines der meistverkauften Imkerfachbücher im deutschsprachigen Raum. Darin vertritt er den Ansatz, dass eine erfolgreiche Imkerei mit minimalem Aufwand und konsequenter Anwendung biologischer Grundkenntnisse möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach seinem Ruhestand ist Liebig aktiv. Er betreibt den Blog „Immelieb“, auf dem er aktuelle Daten zur Volksentwicklung und Tipps zur Varroabehandlung veröffentlicht. Er ist zudem ein gefragter Redner auf Imkertagen und kritischer Kommentator zu Themen wie dem Bienensterben, wobei er häufig betont, dass die Varroamilbe und imkerliche Fehler die Hauptursachen für Winterverluste seien, und weniger äußere Umwelteinflüsse wie Pestizide (z.B. Neonicotinoide).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2003:&#039;&#039;&#039; Verleihung des „Apistischen Ehrenzeichens“ durch den Deutschen Imkerbund (D.I.B.) für seine Verdienste um die deutsche Bienenkunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Waldtracht. Entstehung – Vorhersage – Nutzung.&#039;&#039; Ehrenwirth, München 1999, ISBN 3-431-04030-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Einfach imkern. Leitfaden zum Bienenhalten.&#039;&#039; 4. Auflage. Eigenverlag, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-9810104-4-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pollenanalytische Untersuchungen an Blütenhonigen aus Baden-Württemberg.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Apidologie&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften wie &#039;&#039;Deutsches Bienen-Journal&#039;&#039;, &#039;&#039;ADIZ&#039;&#039; und &#039;&#039;die biene&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* immeliEB.de – Offizielle Webseite von Dr. Gerhard Liebig. https://www.immelieb.de&lt;br /&gt;
* Publikationsliste von Gerhard Liebig bei Google Scholar. https://scholar.google.de/scholar?q=Gerhard+Liebig+Bienenkunde&lt;br /&gt;
* Autorenprofil bei Novo Argumente. https://www.novo-argumente.com/autor/liebig_gerhard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Beute&amp;diff=207</id>
		<title>Beute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Beute&amp;diff=207"/>
		<updated>2026-05-16T10:56:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Foto&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Alte Beuten im Bieneninstitut Celle.jpg|mini|Alte Beute im LAVES Bieneninstitut Celle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Beute (Imkerei) =&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Beute&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Bienenbeute&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Bienenwohnung&#039;&#039;&#039;) wird in der [[Imkerei]] die künstliche Behausung eines Honigbienenvolkes bezeichnet. Ist diese Behausung von einem [[Bienenvolk]] besiedelt, spricht man umgangssprachlich und historisch auch von einem &#039;&#039;&#039;Bienenstock&#039;&#039;&#039;, in der Imkerfachsprache traditionell vom &#039;&#039;Bien&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahrtausende wandelte sich die Beute von einer reinen Nutzung natürlicher Höhlungen über den unbeweglichen Stabilbau (z. B. [[Strohkorb|Strohkörbe]]) hin zu hochgradig modularen, standardisierten [[Magazinbeute|Magazinbeuten]] mit beweglichen Rähmchen (Mobilbau). Die Wahl des Beutentyps bestimmt maßgeblich die imkerliche Betriebsweise, den Ertrag und den Arbeitsaufwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Beute&#039;&#039; leitet sich vom mittelniederdeutschen Begriff &#039;&#039;būte&#039;&#039; ab, was ursprünglich ein hölzernes Gefäß, einen Trog oder ein ausgehöhltes Fass bezeichnete. In der [[Zeidlerei]] (Waldimkerei) bezeichnete man damit die in die Bäume gehauenen künstlichen Nisthöhlen ([[Klotzbeute|Klotzbeuten]]). Der Begriff ging später auf alle Formen von künstlichen Bienenbehausungen über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urgeschichte und Antike ===&lt;br /&gt;
In der Urgeschichte nutzten Menschen die natürlichen Nisthöhlen von Wildbienen in hohlen Baumstämmen. Mit dem Übergang zur Sesshaftigkeit begann die gezielte Haltung. Die ältesten archäologischen Funde von Bienenbeuten stammen aus dem alten Ägypten und dem Nahen Osten (z. B. Tel Rehov, ca. 900 v. Chr.). Dabei handelte es sich um waagerecht übereinandergestapelte Tonröhren oder Röhren aus getrocknetem Schlamm und Stroh. Die Honigernte erfolgte meist von der Rückseite der Röhre, während das Volk erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter: Zeidlerei und [[Korbimkerei]] ===&lt;br /&gt;
Im europäischen Raum entwickelten sich zwei Hauptlinien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Waldimkerei (Zeidlerei):&#039;&#039;&#039; Im waldreichen Raum (z. B. Deutschland, Polen) wurden Nisthöhlen in lebenden Bäumen in mehreren Metern Höhe angelegt und mit einem Holzbrett verschlossen. Später wurden diese Stammstücke ausgesägt und bodennah aufgestellt – die Geburtsstunde der &#039;&#039;&#039;Klotzbeute&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Korbimkerei:&#039;&#039;&#039; Im waldarmen Raum (z. B. Heidegebiete in Norddeutschland) etablierte sich die Korbimkerei. Die Beuten (&#039;&#039;&#039;Bienenkörbe&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;[[Lüneburger Stülper]]&#039;&#039;) wurden aus Stroh gewebt und oft mit Kuhdung wetterfest beschichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Klotzbeuten als auch Körbe basierten auf dem &#039;&#039;&#039;Stabilbau&#039;&#039;&#039;: Die Bienen kitteten die Waben direkt an die Wände der Behausung. Für die Honigernte mussten die Waben herausgeschnitten werden, was oft zur Zerstörung des Wabenwerks oder zum Abs Schwefeln (Töten) des Volkes führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Weg zum Mobilbau (19. Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die Revolutionierung der Imkerei im 19. Jahrhundert ist untrennbar mit der Erfindung des &#039;&#039;&#039;Mobilbaus&#039;&#039;&#039; verbunden, bei dem Bienen ihre Waben in herausnehmbare Holzrahmen (Rähmchen) bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Petro Prokopowytsch (1814):&#039;&#039;&#039; Der ukrainische Imker erfand die erste Beute mit einem beweglichen Wabenrahmen-System, das allerdings noch unvollständig war.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Johann Dzierzon]] (1838/1845):&#039;&#039;&#039; Der schlesische Pfarrer entdeckte den freien Wabenbau an hölzernen Oberträgern (Speiler). Er erfand den &#039;&#039;&#039;[[Blätterstock]]&#039;&#039;&#039;, eine Beute, bei der die Waben wie die Seiten eines Buches von hinten herausgezogen werden konnten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Lorenzo L. Langstroth]] (1851):&#039;&#039;&#039; Der US-amerikanische Pastor entdeckte den sogenannten &#039;&#039;&#039;[[Bee Space]]&#039;&#039;&#039; (Bienenabstand). Er stellte fest, dass Bienen Zwischenräume von 6 bis 9 mm weder zubauen noch mit Kittwachs (Propolis) verschließen. Auf dieser Basis patentierte Langstroth im Oktober 1852 die moderne &#039;&#039;&#039;Magazinbeute&#039;&#039;&#039; mit von oben frei hängenden Rähmchen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;August von Berlepsch (1853):&#039;&#039;&#039; Er entwickelte Dzierzons System weiter und fügte den Rähmchen Seitenteile hinzu, wodurch der Mobilbau im deutschsprachigen Raum populär wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert: Hinterbehandlungsbeute vs. Magazin ===&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert spaltete sich die Imkerwelt im deutschsprachigen Raum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In Westdeutschland und der DDR dominierten lange Zeit &#039;&#039;&#039;Hinterbehandlungsbeuten&#039;&#039;&#039; (z. B. der &#039;&#039;[[Normbeute 52]]&#039;&#039;), die in Bienenhäusern untergebracht waren. Die Waben wurden von hinten mit einer Zange herausgezogen.&lt;br /&gt;
* Ab den 1970er Jahren setzte sich, maßgeblich vorangetrieben durch Imker wie Karl Kieß und Heinz Lorenz, auch in Europa die &#039;&#039;&#039;Magazinbeute&#039;&#039;&#039; ([[Oberbehandlungsbeute]]) im Freistand durch, da sie eine rationellere und rückenschonendere Betriebsweise erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweisen und Bautypen ==&lt;br /&gt;
Moderne Bienenbeuten lassen sich nach der Richtung der Bearbeitung und dem modularen Aufbau in drei Hauptkategorien einteilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Magazinbeuten (Oberbehandlungsbeuten) ===&lt;br /&gt;
Sie bestehen aus modular übereinandergestapelten bodenlosen Kästen (Zargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Aufbau:&#039;&#039;&#039; Ein Gitterboden mit Flugloch, eine oder mehrere Brutraumzargen, ein [[Absperrgitter]], ein oder mehrere Honigraumzargen sowie ein Innendeckel und ein wetterfestes Außendach.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039; Beliebig erweiterbar, einfache Honigernte durch das Aufsetzen neuer [[Zarge|Zargen]], ergonomische Bearbeitung von oben. Die Waben hängen im sogenannten &#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039; (rechtwinklig zum Flugloch) oder &#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039; (parallel zum Flugloch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. [[Lagerbeute|Lagerbeuten]] ([[Einraumbeuten]], [[Trogbeute|Trogbeuten]]) ===&lt;br /&gt;
Hier findet die Entwicklung des Volkes nicht vertikal, sondern horizontal statt. Brut- und Honigraum liegen auf einer Ebene hintereinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;[[Top Bar Hive]]&#039;&#039; (Oberträgerbeute, oft im afrikanischen Raum oder in der Wesensgemäßen Imkerei genutzt), &#039;&#039;[[Golz-Beute]]&#039;&#039;, &#039;&#039;[[Bienenkiste]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039; Kein Heben schwerer Zargen notwendig, ideal für Hobby- und Freizeit-Imker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Hinterbehandlungsbeuten ===&lt;br /&gt;
Feste Schränke, meist fest verbaut in einem Bienenhaus oder Wanderwagen. Die Bearbeitung erfolgt von hinten. Sie spielen in der modernen Erwerbsimkerei aufgrund des hohen Arbeitsaufwands kaum noch eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beispiele&#039;&#039;&#039;: Blätterstock (Waben hängen in 2 oder 3 Etagen längs zum Flugloch), [[Auszugsbeute|Auszugsbeuten]] (Waben hängen quer zum Flugloch und sind auf Schlitten herausziehbar), [[Kuntzsch-Hinterbehandlungsbeute]] (Waben im Kuntzsch-Maß hängen quer zum Flugloch), Normbeute 52 (populär in der damaligen DDR), [[Kuntzsch-Zwilling|Kuntzsch-Zwillinge]] und viele andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Materialien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Holz:&#039;&#039;&#039; Der traditionelle Werkstoff (meist Weymouthskiefer, Fichte oder Lärche). Es sorgt für ein natürliches Feuchtigkeitsklima in der Beute, ist aber schwerer und witterungsanfälliger.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kunststoff (Styropor / Hartpolyurethan):&#039;&#039;&#039; Beliebt bei Magazinbeuten (z. B. &#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;). Vorteile sind das sehr geringe Gewicht und die hervorragende Wärmedämmung, was die Frühlingsentwicklung des Volkes beschleunigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rähmchenmaße im deutschsprachigen Raum ==&lt;br /&gt;
Da die Erfinder des Mobilbaus regional autark arbeiteten, existiert heute eine verwirrende Vielfalt an standardisierten Rähmchenmaßen (Außenmaße des Holzrahmens). Die wichtigsten im mitteleuropäischen Raum sind:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Maßbezeichnung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Breite × Höhe (mm)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Verbreitung / Anmerkung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Deutsch Normalmaß (DNM)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|394 × 223&lt;br /&gt;
|Weit verbreitet in Nord- und Mitteldeutschland.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|420 × 220&lt;br /&gt;
|Entwickelt von Enoch Zander; Standardmaß in Süddeutschland und Österreich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Langstroth&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|448 × 232&lt;br /&gt;
|Das weltweit am häufigsten genutzte Maß (Globaler Standard).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Dadant (US / modifiziert)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|448 × 285&lt;br /&gt;
|Großraumbeute nach Charles Dadant; modifiziert durch Bruder Adam. Großer Brutraum, flachere Honigräume.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Kuntzsch-Breitwabe&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|330 × 250&lt;br /&gt;
|Häufig in alten Hinterbehandlungsbeuten zu finden.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zeidlerei]]&lt;br /&gt;
* [[Bienenabstand]] ([[Bee Space]])&lt;br /&gt;
* [[Bienenwabe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Kieß: &#039;&#039;Bauanleitung für das Zandermagazin. Kompatibles System.&#039;&#039; Eigenverlag der Arbeitsgemeinschaft der Magazinimker e.V., 3. Auflage 2000.&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Jürgen Tautz: &#039;&#039;Phänomen Honigbiene.&#039;&#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8274-1845-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Qual der Wahl – die Beute (Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau) (PDF-Datei) https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/die_qual_der_wahl_-_die_beute.pdf&lt;br /&gt;
* Übersicht gängiger Beutenarten auf BeeVenture https://www.beeventure.de/imkerei/beuten/&lt;br /&gt;
* Infoportal des Deutschen Imkerbundes e.V. https://deutscherimkerbund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Duden online: &#039;&#039;Beute, die&#039;&#039;, Herkunft und Bedeutung.&lt;br /&gt;
# Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen.&#039;&#039; Stuttgart 1992, S. 45–48.&lt;br /&gt;
# Lorenzo L. Langstroth: &#039;&#039;Langstroth on the Hive and the Honey-Bee.&#039;&#039; 1853 (Originalausgabe des Patents).&lt;br /&gt;
# Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG): &#039;&#039;Die Qual der Wahl – die Beute.&#039;&#039; S. 2–5.&lt;br /&gt;
# BeeVenture Imkerportal: &#039;&#039;Bienenbeuten und ihre Maße im Vergleich.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Mai 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerliche Fachbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbeute und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Alte Beuten im Bieneninstitut Celle&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Beute</title>
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		<updated>2026-05-16T10:53:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Beute (Imkerei) =&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Beute&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Bienenbeute&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Bienenwohnung&#039;&#039;&#039;) wird in der [[Imkerei]] die künstliche Behausung eines Honigbienenvolkes bezeichnet. Ist diese Behausung von einem [[Bienenvolk]] besiedelt, spricht man umgangssprachlich und historisch auch von einem &#039;&#039;&#039;Bienenstock&#039;&#039;&#039;, in der Imkerfachsprache traditionell vom &#039;&#039;Bien&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahrtausende wandelte sich die Beute von einer reinen Nutzung natürlicher Höhlungen über den unbeweglichen Stabilbau (z. B. [[Strohkorb|Strohkörbe]]) hin zu hochgradig modularen, standardisierten [[Magazinbeute|Magazinbeuten]] mit beweglichen Rähmchen (Mobilbau). Die Wahl des Beutentyps bestimmt maßgeblich die imkerliche Betriebsweise, den Ertrag und den Arbeitsaufwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Beute&#039;&#039; leitet sich vom mittelniederdeutschen Begriff &#039;&#039;būte&#039;&#039; ab, was ursprünglich ein hölzernes Gefäß, einen Trog oder ein ausgehöhltes Fass bezeichnete. In der [[Zeidlerei]] (Waldimkerei) bezeichnete man damit die in die Bäume gehauenen künstlichen Nisthöhlen ([[Klotzbeute|Klotzbeuten]]). Der Begriff ging später auf alle Formen von künstlichen Bienenbehausungen über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urgeschichte und Antike ===&lt;br /&gt;
In der Urgeschichte nutzten Menschen die natürlichen Nisthöhlen von Wildbienen in hohlen Baumstämmen. Mit dem Übergang zur Sesshaftigkeit begann die gezielte Haltung. Die ältesten archäologischen Funde von Bienenbeuten stammen aus dem alten Ägypten und dem Nahen Osten (z. B. Tel Rehov, ca. 900 v. Chr.). Dabei handelte es sich um waagerecht übereinandergestapelte Tonröhren oder Röhren aus getrocknetem Schlamm und Stroh. Die Honigernte erfolgte meist von der Rückseite der Röhre, während das Volk erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter: Zeidlerei und [[Korbimkerei]] ===&lt;br /&gt;
Im europäischen Raum entwickelten sich zwei Hauptlinien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Waldimkerei (Zeidlerei):&#039;&#039;&#039; Im waldreichen Raum (z. B. Deutschland, Polen) wurden Nisthöhlen in lebenden Bäumen in mehreren Metern Höhe angelegt und mit einem Holzbrett verschlossen. Später wurden diese Stammstücke ausgesägt und bodennah aufgestellt – die Geburtsstunde der &#039;&#039;&#039;Klotzbeute&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Korbimkerei:&#039;&#039;&#039; Im waldarmen Raum (z. B. Heidegebiete in Norddeutschland) etablierte sich die Korbimkerei. Die Beuten (&#039;&#039;&#039;Bienenkörbe&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;[[Lüneburger Stülper]]&#039;&#039;) wurden aus Stroh gewebt und oft mit Kuhdung wetterfest beschichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Klotzbeuten als auch Körbe basierten auf dem &#039;&#039;&#039;Stabilbau&#039;&#039;&#039;: Die Bienen kitteten die Waben direkt an die Wände der Behausung. Für die Honigernte mussten die Waben herausgeschnitten werden, was oft zur Zerstörung des Wabenwerks oder zum Abs Schwefeln (Töten) des Volkes führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Weg zum Mobilbau (19. Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die Revolutionierung der Imkerei im 19. Jahrhundert ist untrennbar mit der Erfindung des &#039;&#039;&#039;Mobilbaus&#039;&#039;&#039; verbunden, bei dem Bienen ihre Waben in herausnehmbare Holzrahmen (Rähmchen) bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Petro Prokopowytsch (1814):&#039;&#039;&#039; Der ukrainische Imker erfand die erste Beute mit einem beweglichen Wabenrahmen-System, das allerdings noch unvollständig war.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Johann Dzierzon]] (1838/1845):&#039;&#039;&#039; Der schlesische Pfarrer entdeckte den freien Wabenbau an hölzernen Oberträgern (Speiler). Er erfand den &#039;&#039;&#039;[[Blätterstock]]&#039;&#039;&#039;, eine Beute, bei der die Waben wie die Seiten eines Buches von hinten herausgezogen werden konnten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Lorenzo L. Langstroth]] (1851):&#039;&#039;&#039; Der US-amerikanische Pastor entdeckte den sogenannten &#039;&#039;&#039;[[Bee Space]]&#039;&#039;&#039; (Bienenabstand). Er stellte fest, dass Bienen Zwischenräume von 6 bis 9 mm weder zubauen noch mit Kittwachs (Propolis) verschließen. Auf dieser Basis patentierte Langstroth im Oktober 1852 die moderne &#039;&#039;&#039;Magazinbeute&#039;&#039;&#039; mit von oben frei hängenden Rähmchen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;August von Berlepsch (1853):&#039;&#039;&#039; Er entwickelte Dzierzons System weiter und fügte den Rähmchen Seitenteile hinzu, wodurch der Mobilbau im deutschsprachigen Raum populär wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert: Hinterbehandlungsbeute vs. Magazin ===&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert spaltete sich die Imkerwelt im deutschsprachigen Raum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In Westdeutschland und der DDR dominierten lange Zeit &#039;&#039;&#039;Hinterbehandlungsbeuten&#039;&#039;&#039; (z. B. der &#039;&#039;[[Normbeute 52]]&#039;&#039;), die in Bienenhäusern untergebracht waren. Die Waben wurden von hinten mit einer Zange herausgezogen.&lt;br /&gt;
* Ab den 1970er Jahren setzte sich, maßgeblich vorangetrieben durch Imker wie Karl Kieß und Heinz Lorenz, auch in Europa die &#039;&#039;&#039;Magazinbeute&#039;&#039;&#039; ([[Oberbehandlungsbeute]]) im Freistand durch, da sie eine rationellere und rückenschonendere Betriebsweise erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweisen und Bautypen ==&lt;br /&gt;
Moderne Bienenbeuten lassen sich nach der Richtung der Bearbeitung und dem modularen Aufbau in drei Hauptkategorien einteilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Magazinbeuten (Oberbehandlungsbeuten) ===&lt;br /&gt;
Sie bestehen aus modular übereinandergestapelten bodenlosen Kästen (Zargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Aufbau:&#039;&#039;&#039; Ein Gitterboden mit Flugloch, eine oder mehrere Brutraumzargen, ein [[Absperrgitter]], ein oder mehrere Honigraumzargen sowie ein Innendeckel und ein wetterfestes Außendach.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039; Beliebig erweiterbar, einfache Honigernte durch das Aufsetzen neuer [[Zarge|Zargen]], ergonomische Bearbeitung von oben. Die Waben hängen im sogenannten &#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039; (rechtwinklig zum Flugloch) oder &#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039; (parallel zum Flugloch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. [[Lagerbeute|Lagerbeuten]] ([[Einraumbeuten]], [[Trogbeute|Trogbeuten]]) ===&lt;br /&gt;
Hier findet die Entwicklung des Volkes nicht vertikal, sondern horizontal statt. Brut- und Honigraum liegen auf einer Ebene hintereinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;[[Top Bar Hive]]&#039;&#039; (Oberträgerbeute, oft im afrikanischen Raum oder in der Wesensgemäßen Imkerei genutzt), &#039;&#039;[[Golz-Beute]]&#039;&#039;, &#039;&#039;[[Bienenkiste]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039; Kein Heben schwerer Zargen notwendig, ideal für Hobby- und Freizeit-Imker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Hinterbehandlungsbeuten ===&lt;br /&gt;
Feste Schränke, meist fest verbaut in einem Bienenhaus oder Wanderwagen. Die Bearbeitung erfolgt von hinten. Sie spielen in der modernen Erwerbsimkerei aufgrund des hohen Arbeitsaufwands kaum noch eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beispiele&#039;&#039;&#039;: Blätterstock (Waben hängen in 2 oder 3 Etagen längs zum Flugloch), [[Auszugsbeute|Auszugsbeuten]] (Waben hängen quer zum Flugloch und sind auf Schlitten herausziehbar), [[Kuntzsch-Hinterbehandlungsbeute]] (Waben im Kuntzsch-Maß hängen quer zum Flugloch), Normbeute 52 (populär in der damaligen DDR), [[Kuntzsch-Zwilling|Kuntzsch-Zwillinge]] und viele andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Materialien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Holz:&#039;&#039;&#039; Der traditionelle Werkstoff (meist Weymouthskiefer, Fichte oder Lärche). Es sorgt für ein natürliches Feuchtigkeitsklima in der Beute, ist aber schwerer und witterungsanfälliger.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kunststoff (Styropor / Hartpolyurethan):&#039;&#039;&#039; Beliebt bei Magazinbeuten (z. B. &#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;). Vorteile sind das sehr geringe Gewicht und die hervorragende Wärmedämmung, was die Frühlingsentwicklung des Volkes beschleunigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rähmchenmaße im deutschsprachigen Raum ==&lt;br /&gt;
Da die Erfinder des Mobilbaus regional autark arbeiteten, existiert heute eine verwirrende Vielfalt an standardisierten Rähmchenmaßen (Außenmaße des Holzrahmens). Die wichtigsten im mitteleuropäischen Raum sind:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Maßbezeichnung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Breite × Höhe (mm)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Verbreitung / Anmerkung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Deutsch Normalmaß (DNM)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|394 × 223&lt;br /&gt;
|Weit verbreitet in Nord- und Mitteldeutschland.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|420 × 220&lt;br /&gt;
|Entwickelt von Enoch Zander; Standardmaß in Süddeutschland und Österreich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Langstroth&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|448 × 232&lt;br /&gt;
|Das weltweit am häufigsten genutzte Maß (Globaler Standard).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Dadant (US / modifiziert)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|448 × 285&lt;br /&gt;
|Großraumbeute nach Charles Dadant; modifiziert durch Bruder Adam. Großer Brutraum, flachere Honigräume.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Kuntzsch-Breitwabe&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|330 × 250&lt;br /&gt;
|Häufig in alten Hinterbehandlungsbeuten zu finden.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zeidlerei]]&lt;br /&gt;
* [[Bienenabstand]] ([[Bee Space]])&lt;br /&gt;
* [[Bienenwabe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Kieß: &#039;&#039;Bauanleitung für das Zandermagazin. Kompatibles System.&#039;&#039; Eigenverlag der Arbeitsgemeinschaft der Magazinimker e.V., 3. Auflage 2000.&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Jürgen Tautz: &#039;&#039;Phänomen Honigbiene.&#039;&#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8274-1845-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Qual der Wahl – die Beute (Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau) (PDF-Datei) https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/die_qual_der_wahl_-_die_beute.pdf&lt;br /&gt;
* Übersicht gängiger Beutenarten auf BeeVenture https://www.beeventure.de/imkerei/beuten/&lt;br /&gt;
* Infoportal des Deutschen Imkerbundes e.V. https://deutscherimkerbund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Duden online: &#039;&#039;Beute, die&#039;&#039;, Herkunft und Bedeutung.&lt;br /&gt;
# Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen.&#039;&#039; Stuttgart 1992, S. 45–48.&lt;br /&gt;
# Lorenzo L. Langstroth: &#039;&#039;Langstroth on the Hive and the Honey-Bee.&#039;&#039; 1853 (Originalausgabe des Patents).&lt;br /&gt;
# Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG): &#039;&#039;Die Qual der Wahl – die Beute.&#039;&#039; S. 2–5.&lt;br /&gt;
# BeeVenture Imkerportal: &#039;&#039;Bienenbeuten und ihre Maße im Vergleich.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Mai 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerliche Fachbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbeute und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
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		<title>Beute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Beute&amp;diff=204"/>
		<updated>2026-05-16T10:42:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Beute (Imkerei) =&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Beute&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Bienenbeute&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Bienenwohnung&#039;&#039;&#039;) wird in der [[Imkerei]] die künstliche Behausung eines Honigbienenvolkes bezeichnet. Ist diese Behausung von einem [[Bienenvolk]] besiedelt, spricht man umgangssprachlich und historisch auch von einem &#039;&#039;&#039;Bienenstock&#039;&#039;&#039;, in der Imkerfachsprache traditionell vom &#039;&#039;Bien&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahrtausende wandelte sich die Beute von einer reinen Nutzung natürlicher Höhlungen über den unbeweglichen Stabilbau (z. B. [[Strohkorb|Strohkörbe]]) hin zu hochgradig modularen, standardisierten [[Magazinbeute|Magazinbeuten]] mit beweglichen Rähmchen (Mobilbau). Die Wahl des Beutentyps bestimmt maßgeblich die imkerliche Betriebsweise, den Ertrag und den Arbeitsaufwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Beute&#039;&#039; leitet sich vom mittelniederdeutschen Begriff &#039;&#039;būte&#039;&#039; ab, was ursprünglich ein hölzernes Gefäß, einen Trog oder ein ausgehöhltes Fass bezeichnete. In der [[Zeidlerei]] (Waldimkerei) bezeichnete man damit die in die Bäume gehauenen künstlichen Nisthöhlen ([[Klotzbeute|Klotzbeuten]]). Der Begriff ging später auf alle Formen von künstlichen Bienenbehausungen über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urgeschichte und Antike ===&lt;br /&gt;
In der Urgeschichte nutzten Menschen die natürlichen Nisthöhlen von Wildbienen in hohlen Baumstämmen. Mit dem Übergang zur Sesshaftigkeit begann die gezielte Haltung. Die ältesten archäologischen Funde von Bienenbeuten stammen aus dem alten Ägypten und dem Nahen Osten (z. B. Tel Rehov, ca. 900 v. Chr.). Dabei handelte es sich um waagerecht übereinandergestapelte Tonröhren oder Röhren aus getrocknetem Schlamm und Stroh. Die Honigernte erfolgte meist von der Rückseite der Röhre, während das Volk erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter: Zeidlerei und [[Korbimkerei]] ===&lt;br /&gt;
Im europäischen Raum entwickelten sich zwei Hauptlinien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Waldimkerei (Zeidlerei):&#039;&#039;&#039; Im waldreichen Raum (z. B. Deutschland, Polen) wurden Nisthöhlen in lebenden Bäumen in mehreren Metern Höhe angelegt und mit einem Holzbrett verschlossen. Später wurden diese Stammstücke ausgesägt und bodennah aufgestellt – die Geburtsstunde der &#039;&#039;&#039;Klotzbeute&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Korbimkerei:&#039;&#039;&#039; Im waldarmen Raum (z. B. Heidegebiete in Norddeutschland) etablierte sich die Korbimkerei. Die Beuten (&#039;&#039;&#039;Bienenkörbe&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;[[Lüneburger Stülper]]&#039;&#039;) wurden aus Stroh gewebt und oft mit Kuhdung wetterfest beschichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Klotzbeuten als auch Körbe basierten auf dem &#039;&#039;&#039;Stabilbau&#039;&#039;&#039;: Die Bienen kitteten die Waben direkt an die Wände der Behausung. Für die Honigernte mussten die Waben herausgeschnitten werden, was oft zur Zerstörung des Wabenwerks oder zum Abs Schwefeln (Töten) des Volkes führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Weg zum Mobilbau (19. Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die Revolutionierung der Imkerei im 19. Jahrhundert ist untrennbar mit der Erfindung des &#039;&#039;&#039;Mobilbaus&#039;&#039;&#039; verbunden, bei dem Bienen ihre Waben in herausnehmbare Holzrahmen (Rähmchen) bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Petro Prokopowytsch (1814):&#039;&#039;&#039; Der ukrainische Imker erfand die erste Beute mit einem beweglichen Wabenrahmen-System, das allerdings noch unvollständig war.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Johann Dzierzon]] (1838/1845):&#039;&#039;&#039; Der schlesische Pfarrer entdeckte den freien Wabenbau an hölzernen Oberträgern (Speiler). Er erfand den &#039;&#039;&#039;[[Blätterstock]]&#039;&#039;&#039;, eine Beute, bei der die Waben wie die Seiten eines Buches von hinten herausgezogen werden konnten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Lorenzo L. Langstroth]] (1851):&#039;&#039;&#039; Der US-amerikanische Pastor entdeckte den sogenannten &#039;&#039;&#039;[[Bee Space]]&#039;&#039;&#039; (Bienenabstand). Er stellte fest, dass Bienen Zwischenräume von 6 bis 9 mm weder zubauen noch mit Kittwachs (Propolis) verschließen. Auf dieser Basis patentierte Langstroth im Oktober 1852 die moderne &#039;&#039;&#039;Magazinbeute&#039;&#039;&#039; mit von oben frei hängenden Rähmchen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;August von Berlepsch (1853):&#039;&#039;&#039; Er entwickelte Dzierzons System weiter und fügte den Rähmchen Seitenteile hinzu, wodurch der Mobilbau im deutschsprachigen Raum populär wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert: Hinterbehandlungsbeute vs. Magazin ===&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert spaltete sich die Imkerwelt im deutschsprachigen Raum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In Westdeutschland und der DDR dominierten lange Zeit &#039;&#039;&#039;Hinterbehandlungsbeuten&#039;&#039;&#039; (z. B. der &#039;&#039;[[Normbeute 52]]&#039;&#039;), die in Bienenhäusern untergebracht waren. Die Waben wurden von hinten mit einer Zange herausgezogen.&lt;br /&gt;
* Ab den 1970er Jahren setzte sich, maßgeblich vorangetrieben durch Imker wie Karl Kieß und Heinz Lorenz, auch in Europa die &#039;&#039;&#039;Magazinbeute&#039;&#039;&#039; ([[Oberbehandlungsbeute]]) im Freistand durch, da sie eine rationellere und rückenschonendere Betriebsweise erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweisen und Bautypen ==&lt;br /&gt;
Moderne Bienenbeuten lassen sich nach der Richtung der Bearbeitung und dem modularen Aufbau in drei Hauptkategorien einteilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Magazinbeuten (Oberbehandlungsbeuten) ===&lt;br /&gt;
Sie bestehen aus modular übereinandergestapelten bodenlosen Kästen (Zargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Aufbau:&#039;&#039;&#039; Ein Gitterboden mit Flugloch, eine oder mehrere Brutraumzargen, ein [[Absperrgitter]], ein oder mehrere Honigraumzargen sowie ein Innendeckel und ein wetterfestes Außendach.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039; Beliebig erweiterbar, einfache Honigernte durch das Aufsetzen neuer [[Zarge|Zargen]], ergonomische Bearbeitung von oben. Die Waben hängen im sogenannten &#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039; (rechtwinklig zum Flugloch) oder &#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039; (parallel zum Flugloch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. [[Lagerbeute|Lagerbeuten]] ([[Einraumbeuten]], [[Trogbeute|Trogbeuten]]) ===&lt;br /&gt;
Hier findet die Entwicklung des Volkes nicht vertikal, sondern horizontal statt. Brut- und Honigraum liegen auf einer Ebene hintereinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;[[Top Bar Hive]]&#039;&#039; (Oberträgerbeute, oft im afrikanischen Raum oder in der Wesensgemäßen Imkerei genutzt), &#039;&#039;[[Golz-Beute]]&#039;&#039;, &#039;&#039;[[Bienenkiste]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039; Kein Heben schwerer Zargen notwendig, ideal für Hobby- und Freizeit-Imker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Hinterbehandlungsbeuten ===&lt;br /&gt;
Feste Schränke, meist fest verbaut in einem Bienenhaus oder Wanderwagen. Die Bearbeitung erfolgt von hinten. Sie spielen in der modernen Erwerbsimkerei aufgrund des hohen Arbeitsaufwands kaum noch eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beispiele&#039;&#039;&#039;: Blätterstock (Waben hängen in 2 oder 3 Etagen längs zum Flugloch), [[Auszugsbeute|Auszugsbeuten]] (Waben hängen quer zum Flugloch und sind auf Schlitten herausziehbar), [[Kuntzsch-Hinterbehandlungsbeute]] (Waben im Kuntzsch-Maß hängen quer zum Flugloch), Normbeute 52 (populär in der damaligen DDR), [[Kuntzsch-Zwilling|Kuntzsch-Zwillinge]] und viele andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Materialien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Holz:&#039;&#039;&#039; Der traditionelle Werkstoff (meist Weymouthskiefer, Fichte oder Lärche). Es sorgt für ein natürliches Feuchtigkeitsklima in der Beute, ist aber schwerer und witterungsanfälliger.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kunststoff (Styropor / Hartpolyurethan):&#039;&#039;&#039; Beliebt bei Magazinbeuten (z. B. &#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;). Vorteile sind das sehr geringe Gewicht und die hervorragende Wärmedämmung, was die Frühlingsentwicklung des Volkes beschleunigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rähmchenmaße im deutschsprachigen Raum ==&lt;br /&gt;
Da die Erfinder des Mobilbaus regional autark arbeiteten, existiert heute eine verwirrende Vielfalt an standardisierten Rähmchenmaßen (Außenmaße des Holzrahmens). Die wichtigsten im mitteleuropäischen Raum sind:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Maßbezeichnung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Breite × Höhe (mm)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Verbreitung / Anmerkung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Deutsch Normalmaß (DNM)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|394 × 223&lt;br /&gt;
|Weit verbreitet in Nord- und Mitteldeutschland.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|420 × 220&lt;br /&gt;
|Entwickelt von Enoch Zander; Standardmaß in Süddeutschland und Österreich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Langstroth&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|448 × 232&lt;br /&gt;
|Das weltweit am häufigsten genutzte Maß (Globaler Standard).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Dadant (US / modifiziert)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|448 × 285&lt;br /&gt;
|Großraumbeute nach Charles Dadant; modifiziert durch Bruder Adam. Großer Brutraum, flachere Honigräume.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Kuntzsch-Breitwabe&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|330 × 250&lt;br /&gt;
|Häufig in alten Hinterbehandlungsbeuten zu finden.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zeidlerei]]&lt;br /&gt;
* [[Bienenabstand]] ([[Bee Space]])&lt;br /&gt;
* [[Bienenwabe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Kieß: &#039;&#039;Bauanleitung für das Zandermagazin. Kompatibles System.&#039;&#039; Eigenverlag der Arbeitsgemeinschaft der Magazinimker e.V., 3. Auflage 2000.&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Jürgen Tautz: &#039;&#039;Phänomen Honigbiene.&#039;&#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8274-1845-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Qual der Wahl – die Beute (Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau) (PDF-Datei) https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/die_qual_der_wahl_-_die_beute.pdf&lt;br /&gt;
* Übersicht gängiger Beutenarten auf BeeVenture https://www.beeventure.de/imkerei/beuten/&lt;br /&gt;
* Infoportal des Deutschen Imkerbundes e.V. https://deutscherimkerbund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Duden online: &#039;&#039;Beute, die&#039;&#039;, Herkunft und Bedeutung.&lt;br /&gt;
# Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen.&#039;&#039; Stuttgart 1992, S. 45–48.&lt;br /&gt;
# Lorenzo L. Langstroth: &#039;&#039;Langstroth on the Hive and the Honey-Bee.&#039;&#039; 1853 (Originalausgabe des Patents).&lt;br /&gt;
# Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG): &#039;&#039;Die Qual der Wahl – die Beute.&#039;&#039; S. 2–5.&lt;br /&gt;
# BeeVenture Imkerportal: &#039;&#039;Bienenbeuten und ihre Maße im Vergleich.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Mai 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerliche Fachbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbeute und Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=203</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=203"/>
		<updated>2026-05-16T10:23:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Segeberger Beute mit Wanderboden.jpg|mini|Segeberger Beute, hier mit Wanderboden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Segeberger Beute mit Altboden und mit Flachboden.jpg|mini|Segeberger Beute mit Altboden (links) und mit Flachboden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger [[Beute]]&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das [[Deutsch-Normal-Maß]] (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte [[Kunststoffbeute]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren [[Holzmagazinbeute|Holzmagazinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;[[Horst Petersen]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Werner Schundau]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der [[Imkerschule Bad Segeberg]], gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„[[So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“]]&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen und mehr Honig produzieren als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Melporitbeute]]:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Frankenbeute]]:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße ([[Langstroth]], [[Zander]], DNM, [[Dadant]]) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen ([[Propolisierung]] erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbeute und Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Zanderbeute&amp;diff=202</id>
		<title>Zanderbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Zanderbeute&amp;diff=202"/>
		<updated>2026-05-16T09:13:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Links&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Zanderbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zanderbeute&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Zander-Magazinbeute&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Zander&#039;&#039;&#039;) ist ein in der [[Imkerei]] des deutschsprachigen Raums weit verbreitetes Beutensystem. Es handelt sich dabei um eine [[Magazinbeute]], die auf dem vom Bienenforscher [[Enoch Zander]] entwickelten Rähmchenmaß basiert. Die Zanderbeute gehört zu den Oberbehandlungsbeuten, bei denen die Bearbeitung der Bienenvölker von oben erfolgt. Eine Sonderform der Zanderbeute stellt die [[Hohenheimer Einfachbeute]] dar, an deren Popularität Dr. [[Gerhard Liebig]] maßgeblich beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Zanderbeute ist eng mit der Person &#039;&#039;&#039;Enoch Zander&#039;&#039;&#039; (1873–1957) verknüpft, der langjähriger Leiter der Bayerischen Landesanstalt für Bienenzucht in Erlangen war. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts (etwa um &#039;&#039;&#039;1911&#039;&#039;&#039;) suchte Zander nach einer Möglichkeit, die Imkerei zu rationalisieren und die damals vorherrschenden [[Hinterbehandlungsbeute|Hinterbehandlungsbeuten]] durch ein effizienteres System zu ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zanders Ziel war eine Beute, die einfach gebaut, leicht zu transportieren und für die Bienen biologisch vorteilhaft war. Er orientierte sich dabei an den Erkenntnissen von [[Lorenzo L. Langstroth]], übertrug das Prinzip der stapelbaren Magazine jedoch auf ein Maß, das seiner Meinung nach besser zu den klimatischen Bedingungen Mitteleuropas und der damaligen Waldtracht passte. Die ursprüngliche „Erlanger Zanderbeute“ war eine der ersten standardisierten Magazinbeuten in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweise und Technik ==&lt;br /&gt;
Die Zanderbeute ist eine klassische Magazinbeute, bestehend aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Boden:&#039;&#039;&#039; Meist ein Gitterboden zur Varroakontrolle und Belüftung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zargen:&#039;&#039;&#039; Rechteckige Kästen ohne festen Boden, die übereinandergestapelt werden. In einer Standard-Zanderzarge finden meist &#039;&#039;&#039;10 Rähmchen&#039;&#039;&#039; Platz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Deckel:&#039;&#039;&#039; Ein isolierter Innendeckel und ein wetterfester Außendeckel (meist aus Blech).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rähmchenmaß ===&lt;br /&gt;
Das entscheidende Merkmal ist das &#039;&#039;&#039;[[Zander-Maß]]&#039;&#039;&#039;. Die Außenmaße des Rähmchens betragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Breite:&#039;&#039;&#039; 420 mm&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Höhe:&#039;&#039;&#039; 220 mm&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Trageohren:&#039;&#039;&#039; Die Oberträger sind 477 mm lang, wodurch die Rähmchen in der Zarge eingehängt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum weltweit dominierenden [[Langstroth-Maß]] ist das Zander-Rähmchen etwas schmaler und höher. Es wird im sogenannten &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; (Rähmchen hängen rechtwinklig zum Flugloch) betrieben, was die Belüftung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
Ursprünglich aus Massivholz gefertigt (meist Weymouthskiefer), werden Zanderbeuten heute auch aus Hartschaum ([[Styropor]] bzw. [[Polyurethan]]) hergestellt, was Vorteile bei der Isolierung und dem Gewicht bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zanderbeute ist vor allem in &#039;&#039;&#039;Süddeutschland, Österreich und Teilen der Schweiz&#039;&#039;&#039; das dominierende System. Besonders Erwerbsimker und ambitionierte Freizeitimker nutzen das System aufgrund der einfachen Handhabung (beide Hände frei beim Arbeiten von oben) und der guten Stapelbarkeit bei Wanderungen in verschiedene Trachten. In Norddeutschland ist hingegen das [[Deutschnormmaß]] (DNM) stärker verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Vergleiche ==&lt;br /&gt;
Die Zanderbeute steht in ständigem Wettbewerb mit anderen Systemen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Langstrothbeute]]:&#039;&#039;&#039; Das weltweite Standardmaß. Langstroth-Rähmchen sind flacher (232 mm x 448 mm). Da die Maße ähnlich sind, gibt es heute oft „modifizierte Zanderbeuten“ (z. B. nach Liebig), deren Zargenaußenmaße mit Langstroth-Zargen kompatibel sind.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Dadant-Beute]]:&#039;&#039;&#039; Hier wird ein ungeteiltes Brutraum-System verwendet (sehr großes Bruträhmchen, flache Honigräume). Verfechter von Dadant kritisieren an Zander oft das „Zweiraum-Brut-System“, bei dem die Königin über zwei Zargen brütet.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Deutschnormmaß (DNM):&#039;&#039;&#039; Das quadratische Maß (370 x 223 mm), das vor allem in Hinterbehandlungsbeuten seinen Ursprung hat, aber auch als Magazin geführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Standardisierung: Zubehör (Schleudern, Absperrgitter) ist überall im Fachhandel erhältlich.&lt;br /&gt;
* Gute Ergonomie: Die Magazine sind auch gefüllt noch von einer Person tragbar.&lt;br /&gt;
* Modularität: Brut- und Honigraumrähmchen sind identisch, was die Wabenhygiene vereinfacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Brutraum ist bei starken Völkern auf einer Zarge zu klein, was das Arbeiten mit zwei Brutraumzargen (und damit das Verschieben von Zargen) nötig macht.&lt;br /&gt;
* Keine weltweite Kompatibilität im Vergleich zu Langstroth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enoch Zander: &#039;&#039;Der Bau der Bienenwohnung&#039;&#039;. (Mehrere Auflagen ab 1911).&lt;br /&gt;
* Gerhard Liebig: &#039;&#039;Einfach imkern. Leitfaden zum Bienenhalten&#039;&#039;. 3. Auflage. Eigenverlag, Stuttgart 2011.&lt;br /&gt;
* Friedrich Pohl: &#039;&#039;Die Beutenwahl&#039;&#039;. Kosmos Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-440-12154-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Deutscher Imkerbund e.V. – Informationen zu Beutensystemen https://deutscherimkerbund.de&lt;br /&gt;
* Landesanstalt für Bienenkunde (Universität Hohenheim) – Tipps zur Betriebsweise auf Zander https://bienenkunde.uni-hohenheim.de&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerliche Fachbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbeute und Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Zanderbeute_nach_Liebig&amp;diff=201</id>
		<title>Zanderbeute nach Liebig</title>
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		<updated>2026-05-15T22:11:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Weiterleitung nach Hohenheimer Einfachbeute erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Hohenheimer Einfachbeute]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<title>Liebigbeute</title>
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		<updated>2026-05-15T22:11:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Weiterleitung nach Hohenheimer Einfachbeute erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Hohenheimer Einfachbeute]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Gerhard Liebig</title>
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		<updated>2026-05-15T20:40:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Gerhard Liebig (Bienenkundler) =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Gerhard Liebig&#039;&#039;&#039; (* 17. Juni 1948 in Kelsterbach) ist ein deutscher Agrarwissenschaftler, Entomologe und Bienenkundler. Er gilt als einer der bekanntesten Experten für [[Bienenkunde]] und [[Varroose]]-Management im deutschsprachigen Raum. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine praxisorientierte Forschung, die Entwicklung der „[[Hohenheimer Einfachbeute]]“ sowie das Standardwerk &#039;&#039;[[Einfach imkern]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Gerhard Liebig studierte Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim. Nach seiner Promotion im Jahr 1978 zum Thema der Populationsdynamik von Getreideblattläusen war er von 1976 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2011 als wissenschaftlicher Angestellter an der [[Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsschwerpunkte ===&lt;br /&gt;
Sein wissenschaftliches Wirken konzentrierte sich auf die [[Waldtracht]] ([[Honigtauerzeuger]]) und insbesondere auf die Erforschung der Varroamilbe (&#039;&#039;[[Varroa destructor]]&#039;&#039;). Liebig entwickelte Methoden zur Populationsschätzung von Bienenvolk und Milbenbefall, die heute als Standard in der imkerlichen Praxis gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderes Augenmerk legte er auf die integrierte [[Varroabekämpfung]]. Er propagierte den Einsatz von [[Ameisensäure]] und [[Oxalsäure]] und entwickelte einfache Diagnoseverfahren wie die [[Windelkontrolle]] („Milben zählen“), um den Behandlungsbedarf präzise zu ermitteln. Seine Forschung basierte stets auf umfangreichen Langzeitstudien und Datenerhebungen an mehreren hundert Bienenvölkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die „Hohenheimer Einfachbeute“ ===&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren entwickelte Liebig zusammen mit Imkermeister [[Hans Beer]] die sogenannte &#039;&#039;&#039;Hohenheimer Einfachbeute&#039;&#039;&#039; (auch [[Liebig-Beute]] genannt). Dabei handelt es sich um eine Magazinbeute für das [[Zandermaß]], die sich durch ihre einfache Bauweise (falzlose Zargen) und optimierte Handhabung auszeichnet. Ziel war es, die [[Imkerei]] kostengünstig, rückenfreundlich und effizient zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistische Tätigkeit und Lehre ===&lt;br /&gt;
Liebig ist Autor zahlreicher Fachartikel und Bücher. Sein Buch &#039;&#039;Einfach imkern&#039;&#039; (erstmals 1998 erschienen) gilt als eines der meistverkauften Imkerfachbücher im deutschsprachigen Raum. Darin vertritt er den Ansatz, dass eine erfolgreiche Imkerei mit minimalem Aufwand und konsequenter Anwendung biologischer Grundkenntnisse möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach seinem Ruhestand ist Liebig aktiv. Er betreibt den Blog „Immelieb“, auf dem er aktuelle Daten zur Volksentwicklung und Tipps zur Varroabehandlung veröffentlicht. Er ist zudem ein gefragter Redner auf Imkertagen und kritischer Kommentator zu Themen wie dem Bienensterben, wobei er häufig betont, dass die Varroamilbe und imkerliche Fehler die Hauptursachen für Winterverluste seien, und weniger äußere Umwelteinflüsse wie Pestizide (z.B. Neonicotinoide).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2003:&#039;&#039;&#039; Verleihung des „Apistischen Ehrenzeichens“ durch den Deutschen Imkerbund (D.I.B.) für seine Verdienste um die deutsche Bienenkunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Waldtracht. Entstehung – Vorhersage – Nutzung.&#039;&#039; Ehrenwirth, München 1999, ISBN 3-431-04030-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Einfach imkern. Leitfaden zum Bienenhalten.&#039;&#039; 4. Auflage. Eigenverlag, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-9810104-4-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pollenanalytische Untersuchungen an Blütenhonigen aus Baden-Württemberg.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Apidologie&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften wie &#039;&#039;Deutsches Bienen-Journal&#039;&#039;, &#039;&#039;ADIZ&#039;&#039; und &#039;&#039;die biene&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* immeliEB.de – Offizielle Webseite von Dr. Gerhard Liebig. https://www.immelieb.de&lt;br /&gt;
* Publikationsliste von Gerhard Liebig bei Google Scholar. https://scholar.google.de/scholar?q=Gerhard+Liebig+Bienenkunde&lt;br /&gt;
* Autorenprofil bei Novo Argumente. https://www.novo-argumente.com/autor/liebig_gerhard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Gerhard_Liebig&amp;diff=198</id>
		<title>Gerhard Liebig</title>
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		<updated>2026-05-15T20:37:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Gerhard Liebig (Bienenkundler) =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Gerhard Liebig&#039;&#039;&#039; (* 17. Juni 1948 in Kelsterbach) ist ein deutscher Agrarwissenschaftler, Entomologe und Bienenkundler. Er gilt als einer der bekanntesten Experten für Bienenkunde und Varroose-Management im deutschsprachigen Raum. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine praxisorientierte Forschung, die Entwicklung der „Hohenheimer Einfachbeute“ sowie das Standardwerk &#039;&#039;Einfach imkern&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Gerhard Liebig studierte Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim. Nach seiner Promotion im Jahr 1978 zum Thema der Populationsdynamik von Getreideblattläusen war er von 1976 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2011 als wissenschaftlicher Angestellter an der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsschwerpunkte ===&lt;br /&gt;
Sein wissenschaftliches Wirken konzentrierte sich auf die Waldtracht (Honigtauerzeuger) und insbesondere auf die Erforschung der Varroamilbe (&#039;&#039;Varroa destructor&#039;&#039;). Liebig entwickelte Methoden zur Populationsschätzung von Bienenvolk und Milbenbefall, die heute als Standard in der imkerlichen Praxis gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderes Augenmerk legte er auf die integrierte Varroabekämpfung. Er propagierte den Einsatz von Ameisensäure und Oxalsäure und entwickelte einfache Diagnoseverfahren wie die Windelkontrolle („Milben zählen“), um den Behandlungsbedarf präzise zu ermitteln. Seine Forschung basierte stets auf umfangreichen Langzeitstudien und Datenerhebungen an mehreren hundert Bienenvölkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die „Hohenheimer Einfachbeute“ ===&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren entwickelte Liebig zusammen mit Imkermeister Hans Beer die sogenannte &#039;&#039;&#039;Hohenheimer Einfachbeute&#039;&#039;&#039; (auch Liebig-Beute genannt). Dabei handelt es sich um eine Magazinbeute für das Zandermaß, die sich durch ihre einfache Bauweise (falzlose Zargen) und optimierte Handhabung auszeichnet. Ziel war es, die Imkerei kostengünstig, rückenfreundlich und effizient zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistische Tätigkeit und Lehre ===&lt;br /&gt;
Liebig ist Autor zahlreicher Fachartikel und Bücher. Sein Buch &#039;&#039;Einfach imkern&#039;&#039; (erstmals 1998 erschienen) gilt als eines der meistverkauften Imkerfachbücher im deutschsprachigen Raum. Darin vertritt er den Ansatz, dass eine erfolgreiche Imkerei mit minimalem Aufwand und konsequenter Anwendung biologischer Grundkenntnisse möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach seinem Ruhestand ist Liebig aktiv. Er betreibt den Blog „Immelieb“, auf dem er aktuelle Daten zur Volksentwicklung und Tipps zur Varroabehandlung veröffentlicht. Er ist zudem ein gefragter Redner auf Imkertagen und kritischer Kommentator zu Themen wie dem Bienensterben, wobei er häufig betont, dass die Varroamilbe und imkerliche Fehler die Hauptursachen für Winterverluste seien, und weniger äußere Umwelteinflüsse wie Pestizide (z.B. Neonicotinoide).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2003:&#039;&#039;&#039; Verleihung des „Apistischen Ehrenzeichens“ durch den Deutschen Imkerbund (D.I.B.) für seine Verdienste um die deutsche Bienenkunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Waldtracht. Entstehung – Vorhersage – Nutzung.&#039;&#039; Ehrenwirth, München 1999, ISBN 3-431-04030-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Einfach imkern. Leitfaden zum Bienenhalten.&#039;&#039; 4. Auflage. Eigenverlag, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-9810104-4-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pollenanalytische Untersuchungen an Blütenhonigen aus Baden-Württemberg.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Apidologie&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften wie &#039;&#039;Deutsches Bienen-Journal&#039;&#039;, &#039;&#039;ADIZ&#039;&#039; und &#039;&#039;die biene&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* immeliEB.de – Offizielle Webseite von Dr. Gerhard Liebig. https://www.immelieb.de&lt;br /&gt;
* Publikationsliste von Gerhard Liebig bei Google Scholar. https://scholar.google.de/scholar?q=Gerhard+Liebig+Bienenkunde&lt;br /&gt;
* Autorenprofil bei Novo Argumente. https://www.novo-argumente.com/autor/liebig_gerhard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Hohenheimer_Einfachbeute&amp;diff=197</id>
		<title>Hohenheimer Einfachbeute</title>
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		<updated>2026-05-15T19:55:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Hohenheimer Einfachbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Hohenheimer Einfachbeute&#039;&#039;&#039; (häufig auch als &#039;&#039;&#039;Liebig-Beute&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Dr.-Liebig-Beute&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Zanderbeute nach Liebig&#039;&#039;&#039; bezeichnet) ist ein in Deutschland und im deutschsprachigen Raum weit verbreiteter Typ der [[Magazinbeute]] für die Haltung von [[Honigbiene|Honigbienen]]. Sie wurde speziell für das Rähmchenmaß nach  Prof. Dr. [[Enoch Zander]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Beute wurde in den 1980er Jahren von &#039;&#039;&#039;Dr. [[Gerhard Liebig]]&#039;&#039;&#039; an der [[Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim|Landesanstalt für Bienenkunde der &#039;&#039;&#039;Universität Hohenheim&#039;&#039;&#039;]] entwickelt. Ziel der Entwicklung war es, eine Bienenwohnung zu schaffen, die den Anforderungen einer rationellen, einfachen und kostengünstigen [[Imkerei]] entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergrund war die Überzeugung Liebigs, dass nicht die Komplexität der Beute über den imkerlichen Erfolg entscheidet, sondern die biologische Führung des Volkes. Zu jener Zeit waren viele Beutensysteme durch komplizierte Falze, Isolierungen oder spezielle Verschlüsse teuer in der Anschaffung und schwer zu reinigen. Die Hohenheimer Einfachbeute sollte als Gegenmodell fungieren, das Imker auch ohne teure Spezialmaschinen selbst bauen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweise und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Hohenheimer Einfachbeute zeichnet sich durch eine konsequente Reduktion auf das Wesentliche aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material und Konstruktion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Holzbauweise:&#039;&#039;&#039; Die Beute wird in der Regel aus 20 mm oder 22 mm starkem Massivholz (meist Fichte, Tanne oder Weymouthskiefer) gefertigt. Auf eine künstliche Isolierung (Doppelwandigkeit) wird bewusst verzichtet, da die Winterhärte der Bienen laut Liebig nicht von der Wandstärke der Beute abhängt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Falzlosigkeit:&#039;&#039;&#039; Ein entscheidendes Merkmal ist, dass die Zargen (Brut- und Honigräume) keine Falze besitzen. Sie werden stumpf aufeinandergesetzt. Dies verhindert das Zerquetschen von Bienen beim Aufsetzen der Zargen und vereinfacht die Reinigung (Abkratzen von Propolis).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rutschenschutz:&#039;&#039;&#039; Um ein Verrutschen der Zargen beim Transport (Wandern) zu verhindern, sind meist einfache Rutschleisten an den Unterseiten der Zargen angebracht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Griffleisten:&#039;&#039;&#039; Statt eingefräster Griffmulden werden meist einfache, angeschraubte Holzleisten verwendet, was den Selbstbau erleichtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Komponenten ===&lt;br /&gt;
Ein Standard-Set der Hohenheimer Einfachbeute besteht aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;[[Gitterboden]]:&#039;&#039;&#039; Ein hoher Boden mit einem großflächigen Edelstahlgitter zur Belüftung und zur Diagnose des Varroabefalls (mittels Windel).&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;[[Zarge|Zargen]]:&#039;&#039;&#039; In der Regel drei bis vier Zargen pro Volk.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;[[Innendeckel]]:&#039;&#039;&#039; Ein einfacher Holzdeckel, der oft mit einer Isolierplatte (z.B. Weichfaserplatte) kombiniert wird.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;[[Außendeckel]]:&#039;&#039;&#039; Eine Blechhaube zum Schutz gegen Witterungseinflüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rähmchenmaß ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist für das &#039;&#039;&#039;[[Zander-Maß]]&#039;&#039;&#039; (420 × 220 mm) ausgelegt. Eine Zarge fasst genau &#039;&#039;&#039;10 Rähmchen&#039;&#039;&#039;. Die Rähmchen hängen in der Regel auf einfachen Metallschienen oder direkt auf dem Holzfalz. Dr. Liebig empfiehlt die Verwendung von Rähmchen mit langen Ohren (Länge des Oberträgers 477 mm), da diese ein einfacheres Greifen ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Hohenheimer Einfachbeute ist heute eine der meistgenutzten Beutenformen in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Ihre Popularität verdankt sie maßgeblich dem Fachbuch &#039;&#039;„Einfach imkern“&#039;&#039; von Gerhard Liebig, das als Standardwerk für Hobby- und Erwerbsimker gilt. Viele Imkereibedarfshändler führen die „Liebig-Beute“ als festes Lagerprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beute ist besonders bei Anhängern der „Einfach-Imkerei“ beliebt, da sie durch das Zandermaß eine gute Handhabbarkeit (Gewicht der Honigräume) mit einer effizienten Völkerführung verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Alternativen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Dadant-Beute]]:&#039;&#039;&#039; Im Gegensatz zur Einfachbeute nutzt Dadant einen ungeteilten (großen) Brutraum. Während bei Zander mit zwei Bruträumen gearbeitet wird (Zargen-Management), erfolgt bei Dadant die Führung über Schiede im Einzelraum.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Deutsch Normalmaß]] (DNM):&#039;&#039;&#039; Vor allem in Nord- und Mitteldeutschland verbreitet. Es gibt ähnliche „Einfachbeuten“ für DNM (z.B. die Liebig-DN-Beute), die nach denselben Prinzipien konstruiert sind.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Segeberger Kunststoff-Magazinbeute|Segeberger Beute]]:&#039;&#039;&#039; Eine [[Kunststoffbeute]] ([[Styropor]]) für DNM. Sie bietet eine bessere Isolierung, ist jedoch aufgrund des Materials unter ökologischen Gesichtspunkten und wegen der Reinigung (Propangasbrenner nicht möglich) umstritten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Langstroth-Beute]]:&#039;&#039;&#039; Das weltweit am meisten verbreitete Maß. Die Konstruktion der Hohenheimer Einfachbeute ist stark an die klassische Langstroth-Beute angelehnt, jedoch auf das Zander-Maß angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und Diskussion ==&lt;br /&gt;
Kritiker der Einfachbeute bemängeln gelegentlich die fehlende Isolierung im Frühjahr, was zu einem langsameren Aufbau der Völker führen könne. Wissenschaftliche Untersuchungen der Landesanstalt Hohenheim konnten jedoch zeigen, dass die Volksentwicklung in Holzbeuten ohne Isolierung für die hiesigen Breitengrade absolut ausreichend ist. Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Arbeit mit zwei Bruträumen bei Zander, die manche Imker gegenüber dem ungeteilten Brutraum (Dadant) als arbeitsintensiver empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gerhard Liebig: &#039;&#039;Einfach imkern. Leitfaden zum Bienenhalten ohne viel Aufwand und Theorie.&#039;&#039; 4. Auflage. Eigenverlag, Stuttgart 2020.&lt;br /&gt;
* Friedrich Pohl: &#039;&#039;Beuten und Zubehör. Die wichtigsten Imkereigeräte selbst bauen und reparieren.&#039;&#039; Kosmos, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-440-14282-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim: &#039;&#039;Bauanleitung Hohenheimer Einfachbeute&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
# Gerhard Liebig: &#039;&#039;Die Zanderbeute nach Liebig – ein Erfolgsmodell&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Deutsches Bienen-Journal&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
# Vergleichsuntersuchungen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) zu Beutensystemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bauanleitung der Uni Hohenheim (PDF) https://bienenkunde.uni-hohenheim.de&lt;br /&gt;
* Informationen von Dr. Gerhard Liebig zur Betriebsweise (Beispielhafter Link zu Inhalten der Einfach-Imkerei) https://www.immelieb.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerliche Fachbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbeute und Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Zanderbeute&amp;diff=196</id>
		<title>Zanderbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Zanderbeute&amp;diff=196"/>
		<updated>2026-05-15T19:48:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Zanderbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zanderbeute&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Zander-Magazinbeute&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Zander&#039;&#039;&#039;) ist ein in der [[Imkerei]] des deutschsprachigen Raums weit verbreitetes Beutensystem. Es handelt sich dabei um eine [[Magazinbeute]], die auf dem vom Bienenforscher [[Enoch Zander]] entwickelten Rähmchenmaß basiert. Die Zanderbeute gehört zu den Oberbehandlungsbeuten, bei denen die Bearbeitung der Bienenvölker von oben erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Zanderbeute ist eng mit der Person &#039;&#039;&#039;Enoch Zander&#039;&#039;&#039; (1873–1957) verknüpft, der langjähriger Leiter der Bayerischen Landesanstalt für Bienenzucht in Erlangen war. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts (etwa um &#039;&#039;&#039;1911&#039;&#039;&#039;) suchte Zander nach einer Möglichkeit, die Imkerei zu rationalisieren und die damals vorherrschenden [[Hinterbehandlungsbeute|Hinterbehandlungsbeuten]] durch ein effizienteres System zu ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zanders Ziel war eine Beute, die einfach gebaut, leicht zu transportieren und für die Bienen biologisch vorteilhaft war. Er orientierte sich dabei an den Erkenntnissen von [[Lorenzo L. Langstroth]], übertrug das Prinzip der stapelbaren Magazine jedoch auf ein Maß, das seiner Meinung nach besser zu den klimatischen Bedingungen Mitteleuropas und der damaligen Waldtracht passte. Die ursprüngliche „Erlanger Zanderbeute“ war eine der ersten standardisierten Magazinbeuten in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweise und Technik ==&lt;br /&gt;
Die Zanderbeute ist eine klassische Magazinbeute, bestehend aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Boden:&#039;&#039;&#039; Meist ein Gitterboden zur Varroakontrolle und Belüftung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zargen:&#039;&#039;&#039; Rechteckige Kästen ohne festen Boden, die übereinandergestapelt werden. In einer Standard-Zanderzarge finden meist &#039;&#039;&#039;10 Rähmchen&#039;&#039;&#039; Platz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Deckel:&#039;&#039;&#039; Ein isolierter Innendeckel und ein wetterfester Außendeckel (meist aus Blech).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rähmchenmaß ===&lt;br /&gt;
Das entscheidende Merkmal ist das &#039;&#039;&#039;[[Zander-Maß]]&#039;&#039;&#039;. Die Außenmaße des Rähmchens betragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Breite:&#039;&#039;&#039; 420 mm&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Höhe:&#039;&#039;&#039; 220 mm&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Trageohren:&#039;&#039;&#039; Die Oberträger sind 477 mm lang, wodurch die Rähmchen in der Zarge eingehängt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum weltweit dominierenden [[Langstroth-Maß]] ist das Zander-Rähmchen etwas schmaler und höher. Es wird im sogenannten &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; (Rähmchen hängen rechtwinklig zum Flugloch) betrieben, was die Belüftung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
Ursprünglich aus Massivholz gefertigt (meist Weymouthskiefer), werden Zanderbeuten heute auch aus Hartschaum ([[Styropor]] bzw. [[Polyurethan]]) hergestellt, was Vorteile bei der Isolierung und dem Gewicht bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zanderbeute ist vor allem in &#039;&#039;&#039;Süddeutschland, Österreich und Teilen der Schweiz&#039;&#039;&#039; das dominierende System. Besonders Erwerbsimker und ambitionierte Freizeitimker nutzen das System aufgrund der einfachen Handhabung (beide Hände frei beim Arbeiten von oben) und der guten Stapelbarkeit bei Wanderungen in verschiedene Trachten. In Norddeutschland ist hingegen das [[Deutschnormmaß]] (DNM) stärker verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Vergleiche ==&lt;br /&gt;
Die Zanderbeute steht in ständigem Wettbewerb mit anderen Systemen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Langstrothbeute]]:&#039;&#039;&#039; Das weltweite Standardmaß. Langstroth-Rähmchen sind flacher (232 mm x 448 mm). Da die Maße ähnlich sind, gibt es heute oft „modifizierte Zanderbeuten“ (z. B. nach Liebig), deren Zargenaußenmaße mit Langstroth-Zargen kompatibel sind.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Dadant-Beute]]:&#039;&#039;&#039; Hier wird ein ungeteiltes Brutraum-System verwendet (sehr großes Bruträhmchen, flache Honigräume). Verfechter von Dadant kritisieren an Zander oft das „Zweiraum-Brut-System“, bei dem die Königin über zwei Zargen brütet.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Deutschnormmaß (DNM):&#039;&#039;&#039; Das quadratische Maß (370 x 223 mm), das vor allem in Hinterbehandlungsbeuten seinen Ursprung hat, aber auch als Magazin geführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Standardisierung: Zubehör (Schleudern, Absperrgitter) ist überall im Fachhandel erhältlich.&lt;br /&gt;
* Gute Ergonomie: Die Magazine sind auch gefüllt noch von einer Person tragbar.&lt;br /&gt;
* Modularität: Brut- und Honigraumrähmchen sind identisch, was die Wabenhygiene vereinfacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Brutraum ist bei starken Völkern auf einer Zarge zu klein, was das Arbeiten mit zwei Brutraumzargen (und damit das Verschieben von Zargen) nötig macht.&lt;br /&gt;
* Keine weltweite Kompatibilität im Vergleich zu Langstroth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enoch Zander: &#039;&#039;Der Bau der Bienenwohnung&#039;&#039;. (Mehrere Auflagen ab 1911).&lt;br /&gt;
* Gerhard Liebig: &#039;&#039;Einfach imkern. Leitfaden zum Bienenhalten&#039;&#039;. 3. Auflage. Eigenverlag, Stuttgart 2011.&lt;br /&gt;
* Friedrich Pohl: &#039;&#039;Die Beutenwahl&#039;&#039;. Kosmos Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-440-12154-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Deutscher Imkerbund e.V. – Informationen zu Beutensystemen https://deutscherimkerbund.de&lt;br /&gt;
* Landesanstalt für Bienenkunde (Universität Hohenheim) – Tipps zur Betriebsweise auf Zander https://bienenkunde.uni-hohenheim.de&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerliche Fachbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbeute und Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Zanderbeute&amp;diff=195</id>
		<title>Zanderbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Zanderbeute&amp;diff=195"/>
		<updated>2026-05-15T19:47:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Zanderbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zanderbeute&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Zander-Magazinbeute&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Zander&#039;&#039;&#039;) ist ein in der [[Imkerei]] des deutschsprachigen Raums weit verbreitetes Beutensystem. Es handelt sich dabei um eine [[Magazinbeute]], die auf dem vom Bienenforscher [[Enoch Zander]] entwickelten Rähmchenmaß basiert. Die Zanderbeute gehört zu den Oberbehandlungsbeuten, bei denen die Bearbeitung der Bienenvölker von oben erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Zanderbeute ist eng mit der Person &#039;&#039;&#039;Enoch Zander&#039;&#039;&#039; (1873–1957) verknüpft, der langjähriger Leiter der Bayerischen Landesanstalt für Bienenzucht in Erlangen war. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts (etwa um &#039;&#039;&#039;1911&#039;&#039;&#039;) suchte Zander nach einer Möglichkeit, die Imkerei zu rationalisieren und die damals vorherrschenden [[Hinterbehandlungsbeute|Hinterbehandlungsbeuten]] durch ein effizienteres System zu ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zanders Ziel war eine Beute, die einfach gebaut, leicht zu transportieren und für die Bienen biologisch vorteilhaft war. Er orientierte sich dabei an den Erkenntnissen von [[Lorenzo L. Langstroth]], übertrug das Prinzip der stapelbaren Magazine jedoch auf ein Maß, das seiner Meinung nach besser zu den klimatischen Bedingungen Mitteleuropas und der damaligen Waldtracht passte. Die ursprüngliche „Erlanger Zanderbeute“ war eine der ersten standardisierten Magazinbeuten in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweise und Technik ==&lt;br /&gt;
Die Zanderbeute ist eine klassische Magazinbeute, bestehend aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Boden:&#039;&#039;&#039; Meist ein Gitterboden zur Varroakontrolle und Belüftung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zargen:&#039;&#039;&#039; Rechteckige Kästen ohne festen Boden, die übereinandergestapelt werden. In einer Standard-Zanderzarge finden meist &#039;&#039;&#039;10 Rähmchen&#039;&#039;&#039; Platz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Deckel:&#039;&#039;&#039; Ein isolierter Innendeckel und ein wetterfester Außendeckel (meist aus Blech).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rähmchenmaß ===&lt;br /&gt;
Das entscheidende Merkmal ist das &#039;&#039;&#039;[[Zander-Maß]]&#039;&#039;&#039;. Die Außenmaße des Rähmchens betragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Breite:&#039;&#039;&#039; 420 mm&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Höhe:&#039;&#039;&#039; 220 mm&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Trageohren:&#039;&#039;&#039; Die Oberträger sind 477 mm lang, wodurch die Rähmchen in der Zarge eingehängt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum weltweit dominierenden [[Langstroth-Maß]] ist das Zander-Rähmchen etwas schmaler und höher. Es wird im sogenannten &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; (Rähmchen hängen rechtwinklig zum Flugloch) betrieben, was die Belüftung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
Ursprünglich aus Massivholz gefertigt (meist Weymouthskiefer), werden Zanderbeuten heute auch aus Hartschaum ([[Styropor]] bzw. [[Polyurethan]]) hergestellt, was Vorteile bei der Isolierung und dem Gewicht bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zanderbeute ist vor allem in &#039;&#039;&#039;Süddeutschland, Österreich und Teilen der Schweiz&#039;&#039;&#039; das dominierende System. Besonders Erwerbsimker und ambitionierte Freizeitimker nutzen das System aufgrund der einfachen Handhabung (beide Hände frei beim Arbeiten von oben) und der guten Stapelbarkeit bei Wanderungen in verschiedene Trachten. In Norddeutschland ist hingegen das [[Deutschnormmaß]] (DNM) stärker verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Vergleiche ==&lt;br /&gt;
Die Zanderbeute steht in ständigem Wettbewerb mit anderen Systemen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Langstrothbeute]]:&#039;&#039;&#039; Das weltweite Standardmaß. Langstroth-Rähmchen sind flacher (232 mm x 448 mm). Da die Maße ähnlich sind, gibt es heute oft „modifizierte Zanderbeuten“ (z. B. nach Liebig), deren Zargenaußenmaße mit Langstroth-Zargen kompatibel sind.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Dadant-Beute]]:&#039;&#039;&#039; Hier wird ein ungeteiltes Brutraum-System verwendet (sehr großes Bruträhmchen, flache Honigräume). Verfechter von Dadant kritisieren an Zander oft das „Zweiraum-Brut-System“, bei dem die Königin über zwei Zargen brütet.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Deutschnormmaß (DNM):&#039;&#039;&#039; Das quadratische Maß (370 x 223 mm), das vor allem in Hinterbehandlungsbeuten seinen Ursprung hat, aber auch als Magazin geführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Standardisierung: Zubehör (Schleudern, Absperrgitter) ist überall im Fachhandel erhältlich.&lt;br /&gt;
* Gute Ergonomie: Die Magazine sind auch gefüllt noch von einer Person tragbar.&lt;br /&gt;
* Modularität: Brut- und Honigraumrähmchen sind identisch, was die Wabenhygiene vereinfacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Brutraum ist bei starken Völkern auf einer Zarge zu klein, was das Arbeiten mit zwei Brutraumzargen (und damit das Verschieben von Zargen) nötig macht.&lt;br /&gt;
* Keine weltweite Kompatibilität im Vergleich zu Langstroth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enoch Zander: &#039;&#039;Der Bau der Bienenwohnung&#039;&#039;. (Mehrere Auflagen ab 1911).&lt;br /&gt;
* Gerhard Liebig: &#039;&#039;Einfach imkern. Leitfaden zum Bienenhalten&#039;&#039;. 3. Auflage. Eigenverlag, Stuttgart 2011.&lt;br /&gt;
* Friedrich Pohl: &#039;&#039;Die Beutenwahl&#039;&#039;. Kosmos Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-440-12154-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Deutscher Imkerbund e.V. – Informationen zu Beutensystemen https://deutscherimkerbund.de&lt;br /&gt;
* Landesanstalt für Bienenkunde (Universität Hohenheim) – Tipps zur Betriebsweise auf Zander https://bienenkunde.uni-hohenheim.de&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apidae&amp;diff=194</id>
		<title>Apidae</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apidae&amp;diff=194"/>
		<updated>2026-05-14T13:15:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Ackerhummel Bombus pascuorum.jpg|mini|Ackerhummel Bombus pascuorum, zugehörig zur Familie der Apidae.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Apidae (Echte Bienen) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Apidae&#039;&#039;&#039;, im Deutschen als &#039;&#039;&#039;Echte Bienen&#039;&#039;&#039; bezeichnet, sind die weltweit größte und ökologisch vielfältigste Familie innerhalb der Überfamilie der [[Bienen]] ([[Apoidea]]). Sie gehören zur Ordnung der [[Hautflügler]] ([[Hymenoptera]]). Zur Familie zählen prominente Vertreter wie die [[Honigbienen]], [[Hummeln]], [[Holzbienen]] und Orchideenbienen, aber auch eine Vielzahl weniger bekannter solitärer Gruppen sowie Kuckucksbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Systematik der Apidae wurde Ende des 20. Jahrhunderts stark erweitert. Während früher unter dem Begriff „Apidae“ oft nur die staatenbildenden Bienen (wie Honigbienen und Hummeln) verstanden wurden, umfasst die Familie heute auch Gruppen, die früher als eigenständige Familien (z. B. Anthophoridae) geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Apidae variieren in ihrer Größe und ihrem Erscheinungsbild extrem – von winzigen, fast haarlosen Arten (wenige Millimeter) bis hin zu den imposanten, bis zu 3 cm großen Holzbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Morphologie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mundwerkzeuge:&#039;&#039;&#039; Alle Apidae gehören zu den „Langzungenbienen“. Das Labium (Unterlippe) ist verlängert, was ihnen ermöglicht, Nektar aus tiefen Blütenkelchen zu saugen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Körperbehaarung ist charakteristischerweise gefiedert oder verzweigt, was den Transport von [[Pollen]] erleichtert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Pollen-Transportapparat:&#039;&#039;&#039; Viele Gruppen (besonders die Triben Apini, Bombini, Meliponini und Euglossini) besitzen an den Hinterbeinen eine &#039;&#039;&#039;Corbicula&#039;&#039;&#039; ([[Pollenkörbchen]]). Dies ist eine glatte, von Haarsäumen eingefasste Fläche, in der feuchter Pollen effizient transportiert werden kann. Andere Gruppen (wie die Xylocopinae) nutzen eine Scopa (Haarbürste) am Hinterbein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Flügelgeäder]]:&#039;&#039;&#039; Die Vorderflügel weisen meist drei (selten zwei) [[Cubitalzelle|Cubitalzellen]] auf, was ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von anderen Bienenfamilien ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Echte Bienen sind weltweit auf allen Kontinenten verbreitet, mit Ausnahme der Antarktis. Ihre größte Artenvielfalt erreichen sie in den Tropen und Subtropen, doch Hummeln beispielsweise sind bis in die arktischen Regionen und Hochgebirge vorgedrungen. Sie besiedeln nahezu jeden Lebensraum, in dem blühende Pflanzen vorkommen – von Wüsten über Regenwälder bis hin zu urbanen Gärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise und Sozialstruktur ==&lt;br /&gt;
Die Vielfalt der Lebensweisen innerhalb der Apidae ist einzigartig im Tierreich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Eusozial:&#039;&#039;&#039; Die bekanntesten Vertreter, wie die [[Westliche Honigbiene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039;) und stachellose Bienen, leben in hochkomplexen Staaten mit Königin, Arbeitern und Drohnen.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Primitiv-sozial:&#039;&#039;&#039; Hummeln bilden meist einjährige Völker, die im Frühjahr von einer überwinterten [[Königin]] gegründet werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Solitär:&#039;&#039;&#039; Ein Großteil der Arten (z. B. Holzbienen oder Pelzbienen) lebt solitär. Jedes Weibchen baut ein eigenes Nest und versorgt die Brut allein.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kleptoparasitisch (Kuckucksbienen):&#039;&#039;&#039; Die Unterfamilie Nomadinae und einige andere Gruppen legen ihre Eier in die Nester fremder Bienenarten. Ihre Larven ernähren sich vom dort gelagerten Proviant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Vielfalt ==&lt;br /&gt;
Die Familie umfasst heute über 5.700 beschriebene Arten in etwa 200 Gattungen. Sie wird klassischerweise in drei große Unterfamilien unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Apinae]]:&#039;&#039;&#039; Die artenreichste Gruppe. Sie umfasst Honigbienen (Apini), Hummeln (Bombini), Orchideenbienen (Euglossini), stachellose Bienen (Meliponini), Pelzbienen (Anthophorini) und viele andere.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Xylocopinae]]:&#039;&#039;&#039; Hierzu gehören die Holzbienen (Xylocopini) und die kleinen Keulhornbienen (Ceratinini). Sie nisten oft in Totholz oder markhaltigen Stängeln.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Nomadinae]]:&#039;&#039;&#039; Rein parasitische Bienen (Kuckucksbienen), die oft wespenähnlich gezeichnet und kaum behaart sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Evolution der Apidae ist eng mit der Ausbreitung der Bedecktsamer (Blütenpflanzen) in der Kreidezeit verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ursprung:&#039;&#039;&#039; Die ältesten fossilen Belege für Bienen stammen aus Bernstein-Einschlüssen der frühen Kreidezeit (vor ca. 100 Millionen Jahren).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Funde:&#039;&#039;&#039; Ein berühmter Fund ist &#039;&#039;Cretotrigona prisca&#039;&#039; aus der späten Kreide, die bereits Merkmale moderner stachelloser Bienen zeigt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Entdeckung:&#039;&#039;&#039; Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Familie erfolgte 1802 durch den französischen Zoologen [[Pierre André Latreille]]. Der Name leitet sich von der Gattung &#039;&#039;[[Apis]]&#039;&#039; (Biene) ab, die bereits 1758 von [[Carl von Linné]] beschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bestäubungsleistung:&#039;&#039;&#039; Die ökologische Bedeutung der Apidae ist immens. Ohne die Bestäubungsleistung von Wild- und Honigbienen würden viele Ökosysteme kollabieren und Ernteerträge in der Landwirtschaft massiv einbrechen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kommunikation:&#039;&#039;&#039; Die Honigbiene ist berühmt für den Schwänzeltanz, mit dem sie Artgenossen den Weg zu Futterquellen weist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nistweise:&#039;&#039;&#039; Die Nester variieren von unterirdischen Gängen über hohle Stängel bis hin zu kunstvollen Wachsbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Wie viele Insektengruppen sind auch zahlreiche Arten der Apidae gefährdet. Ursachen sind Habitatverlust, der Einsatz von Pestiziden (besonders Neonicotinoide), der Klimawandel und die Verdrängung durch eingeschleppte Arten oder Krankheiten. Besonders spezialisierte solitäre Arten leiden unter dem Rückgang ihrer spezifischen Futterpflanzen.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Charles D. Michener: &#039;&#039;The Bees of the World.&#039;&#039; 2. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2007, ISBN 978-0-8018-8573-0.&lt;br /&gt;
* Andreas Müller, Albert Krebs, Felix Amiet: &#039;&#039;Bienen: Mitteleuropäische Gattungen, Lebensweise, Beobachtung.&#039;&#039; Naturbuch-Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-89440-241-5.&lt;br /&gt;
* Paul Westrich: &#039;&#039;Die Wildbienen Deutschlands.&#039;&#039; 2. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-8186-0123-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Spektrum Lexikon der Biologie: Apidae https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/apidae/4379&lt;br /&gt;
* Ökologie-Seite: Familie Apidae https://www.oekologie-seite.de/index.php?id=17&amp;amp;pid=2485&lt;br /&gt;
* Wildbienen.info - Biologie und Systematik https://www.wildbienen.info&lt;br /&gt;
* Naturspektrum: Übersicht der Hautflügler https://www.naturspektrum.de/db/famuebersicht.php?ord=3?fam=5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Latreille, P. A. (1802): &#039;&#039;Histoire naturelle, générale et particulière des crustacés et des insectes.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Michener, C. D. (2007): &#039;&#039;The Bees of the World.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Cardinal, S., &amp;amp; Danforth, B. N. (2013): &#039;&#039;The bee tree of life: a purified molecular phylogeny of bees (Hymenoptera: Apoidea).&#039;&#039; Cladistics, 29(6), 583-645.&lt;br /&gt;
# Engel, M. S. (2001): &#039;&#039;A monograph of the Baltic amber bees and evolution of the Apoidea.&#039;&#039; Bulletin of the American Museum of Natural History.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Datei:Ackerhummel_Bombus_pascuorum.jpg&amp;diff=193</id>
		<title>Datei:Ackerhummel Bombus pascuorum.jpg</title>
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		<updated>2026-05-14T13:13:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ackerhummel Bombus pascuorum&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Apis</title>
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		<updated>2026-05-14T13:03:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Foto&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis hier Apis mellifera ligustica.jpg|mini|Honigbienen der Gattung Apis. Hier: [[Apis mellifera ligustica]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Honigbienen (Gattung Apis) ==&lt;br /&gt;
Die Honigbienen (Apis) sind eine Gattung aus der Familie der Echten Bienen (Apidae). Innerhalb dieser Gattung ist die [[Westliche Honigbiene]] ([[Apis mellifera]]) die für den Menschen bedeutendste Art, da sie seit Jahrtausenden zur Gewinnung von Honig, Wachs und zur Bestäubung von Blühpflanzen genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1. Merkmale und Aussehen ==&lt;br /&gt;
Honigbienen zeichnen sich durch einen behaarten Körper und die typische Gliederung in Kopf (Caput), Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen) aus. Ein markantes Merkmal der Gattung ist die Körbcheneinrichtung an den Hinterbeinen der [[Arbeiterin|Arbeiterinnen]], mit der sie [[Pollen]] sammeln&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Büdel &amp;amp; Edmund Herold: Biene und Bienenzucht, 2. Auflage, Ehrenwirth Verlag München 1976, S. 50. ISBN 3-431-00998-0&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größe: Je nach Art zwischen 7 mm (Zwerghonigbiene) und 19 mm (Riesenhonigbiene).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augen: Große Facettenaugen sowie drei Punktaugen (Ocellen) auf der Stirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mundwerkzeuge: Ein kombinierter Leck-Saug-Apparat zur Aufnahme von Nektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stachel: Weibliche Tiere besitzen einen Giftstachel, der bei der Westlichen Honigbiene mit Widerhaken versehen ist&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Büdel &amp;amp; Edmund Herold: Biene und Bienenzucht. 2. Auflage. Ehrenwirth Verlag München 1976. S. 51. ISBN 3-431-00998-0&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 2. Systematik ==&lt;br /&gt;
Weltweit werden heute meist neun bis elf Arten unterschieden. Während die Westliche Honigbiene ursprünglich in Europa, Afrika und Vorderasien heimisch war, stammen alle anderen Arten aus Asien&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Ruttner: Naturgeschichte der Honigbienen. Ehrenwirth Verlag München 1992. S. 143ff. [[Spezial:ISBN-Suche/3431031846|ISBN 3-431-03184-6]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untergattung [[Megapis]] Ashmead ([[Riesen-Honigbienen]]) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kliffhonigbiene]] ([[Apis laboriosa]], Frederick Smith, 1871) – Vorkommen: Himalaya, Vietnam&lt;br /&gt;
* Riesenhonigbiene ([[Apis dorsata]], Johann Christian Fabricius, 1798) – Vorkommen: Indien, Südostasien, Borneo, Sri Lanka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untergattung [[Apis]] s. str. (Höhlennistende Bienen) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Westliche Honigbiene oder Europäische Honigbiene (Apis mellifera, Linnaeus, 1758) – Vorkommen: ursprünglich Europa, Afrika, Naher Osten; inzwischen durch den Menschen weltweit verbreitet.&lt;br /&gt;
* Asiatische Rote Honigbiene oder [[Rote Honigbiene]] ([[Apis koshevnikovi]], [[Buttel-Reepen]], 1906) – Vorkommen: Borneo&lt;br /&gt;
* [[Apis nigrocincta]] (Frederick Smith, 1861) – Vorkommen: Sulawesi, Mindanao&lt;br /&gt;
* [[Asiatische Bergbiene]] (Apis nuluensis, Tingek, [[Nikolaus Koeniger|Koeniger]] and [[Gudrun Koeniger|Koeniger]] 1996) – Vorkommen: Malaysia, Borneo&lt;br /&gt;
* [[Östliche Honigbiene]] oder [[Asiatische Honigbiene]] ([[Apis cerana]], Fabricius, 1793), früher [[Indische Honigbiene]] genannt – Vorkommen: Indien, Sri Lanka, Südostasien, Borneo, Japan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untergattung [[Micrapis]] Ashmead. (Zwerg-Honigbienen) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zwerghonigbiene]] ([[Apis florea]], Fabricius, 1787) – Vorkommen: Südostasien, Persischer Golf, Sri Lanka&lt;br /&gt;
* [[Zwergbuschbiene]] oder [[Buschhonigbiene]] ([[Apis andreniformis]], Frederick Smith, 1858) – Vorkommen: Südostasien, Borneo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreuzungen ===&lt;br /&gt;
In der Gattung &#039;&#039;Apis&#039;&#039; sind, durch [[Friedrich Ruttner|Ruttner]] experimentell nachgewiesen, die westliche und die östliche Honigbiene trotz morphologischer Ähnlichkeit nicht miteinander kreuzbar, während die östliche Honigbiene &#039;&#039;A. cerana&#039;&#039; und &#039;&#039;Apis koschevnikovi&#039;&#039; Hybride ausbilden können. Bei gemeinsam (sympatrisch) vorkommenden Bienenarten wurde als wichtigster isolierender Faktor die Tageszeit der Paarung ermittelt: Jede der Arten paart sich bevorzugt zu einer anderen Tageszeit, so dass es kaum zu falschen Begegnungen kommen kann&amp;lt;ref&amp;gt;Nikolaus Koeniger &amp;amp; Gudrun Koeniger (2000): Reproductive isolation among species of the genus Apis. Apidologie 31: 313–339.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zur Kreuzung zwischen Unterarten kommt es in der Natur fast nur dann, wenn diese vom Menschen, meist für die Imkerei, in ein fremdes Verbreitungsgebiet transportiert worden sind. Die Imkerei hat seit etwa 1850 weltweit massiv in die Populationsdynamik der Westlichen Honigbiene eingegriffen&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Flügel: Die Honigbiene: Arten, Unterarten, Ökotypen, Linien und Rassen. In: Lebbimuk, Abhandlungen und Berichte aus dem Lebendigen Bienenmuseum Knüllwald. Nr. 8, 2011: 50-66.&amp;lt;/ref&amp;gt;, siehe auch [[Geschichte der Imkerei]]. Heute sind bei der Westlichen Honigbiene künstliche Hochzuchtkreuzungen wie die [[Buckfast]]-[[Hybridbiene]] weithin üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 3. Lebensweise und Sozialstruktur ==&lt;br /&gt;
Honigbienen sind [[staatenbildende Insekten]]. Ein [[Bienenvolk]] ist ein hochorganisierter „Superorganismus“, in dem die Individuen ohne die Gemeinschaft nicht überlebensfähig wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die drei Wesen (Kasten) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Königin]]: Das einzige geschlechtsreife Weibchen. Ihre einzige Aufgabe ist das Eierlegen (bis zu 2.000 pro Tag).&lt;br /&gt;
* [[Arbeiterin|Arbeiterinnen]]: Unfruchtbare Weibchen, die je nach Alter unterschiedliche Aufgaben übernehmen (Putzen, Füttern, Bauen, Bewachen, Sammeln).&lt;br /&gt;
* [[Drohn|Drohnen]]: Männliche Bienen, deren Hauptaufgabe die Paarung mit einer Jungkönigin ist. Sie besitzen keinen Stachel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommunikation ====&lt;br /&gt;
Besonders bekannt sind der [[Rundtanz]], der [[Schwänzeltanz]] und der [[Sicheltanz]] der Arbeiterinnen, mit dem Kundschafterinnen ihren Artgenossen mitteilen, in welcher Richtung und Entfernung sich ergiebige Futterquellen befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 4. Fortpflanzung und Nestbau ==&lt;br /&gt;
Die Vermehrung des Volkes erfolgt durch Schwärmen. Die alte Königin verlässt mit einem Teil der Belegschaft das Nest, um ein neues Volk zu gründen, während im alten Nest eine junge Königin schlüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nestbau erfolgt aus Bienenwachs, das die Arbeiterinnen in speziellen Drüsen ausschwitzen. Die Waben bestehen aus perfekten Sechsecken, was maximale Stabilität bei minimalem Materialverbrauch bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 5. Systematik und Verwandtschaft ==&lt;br /&gt;
Die Gattung Apis gehört zur Familie der [[Echte Bienen|Echten Bienen]] ([[Apidae]]). Ihre nächsten Verwandten sind die [[Hummeln]] ([[Bombini]]), die [[Prachtbienen]] ([[Euglossini]]) und die [[Stachellose Bienen|stachellosen Bienen]] ([[Meliponini]])&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Ruttner: Naturgeschichte der Honigbienen. Ehrenwirth Verlag München 1992. S. 122. [[Spezial:ISBN-Suche/3431031846|ISBN 3-431-03184-6]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 6. Nutzung durch den Menschen ==&lt;br /&gt;
Die Beziehung zwischen Mensch und Honigbiene reicht bis in die Steinzeit zurück (Honigjäger).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Honig &amp;amp; Wachs: Ursprünglich die Hauptgründe für die [[Imkerei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestäubungsleistung: Heute ist der ökonomische Wert der Bestäubung weitaus höher. Etwa 80 % der Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Propolis]] &amp;amp; [[Gelee Royale]]: Nutzung in der Naturheilkunde und Kosmetik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Viele Wildbienenarten und auch Honigbienenpopulationen sind heute durch Pestizide, Monokulturen und Parasiten (wie die [[Varroa-Milbe]]) bedroht. Der Schutz ihrer Lebensräume ist für die globale Ernährungssicherheit von zentraler Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nikolaus Koeniger, Gudrun Koeniger, Salim Tingek: &#039;&#039;Konkurrenz oder harmonisches Zusammenleben? Die Honigbienen Südostasiens.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Allgemeine Deutsche Imkerzeitung.&#039;&#039; Nr. 6, 2006, {{ISSN|0002-5828}}, S. 12 ff.&lt;br /&gt;
* Joachim Nitschmann, Johannes Otto Hüsing (Hrsg.): &#039;&#039;Lexikon der Bienenkunde.&#039;&#039; Tosa, Wien 2002, ISBN 3-85492-616-2.&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos-Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Thomas Dyer Seeley: &#039;&#039;Honigbienen. Im Mikrokosmos Des Bienenstocks.&#039;&#039; Springer, Basel 2012, ISBN 978-3-0348-7834-0.&lt;br /&gt;
* Armin Spürgin: &#039;&#039;Die Honigbiene. Vom Bienenstaat zur Imkerei.&#039;&#039; 5. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8001-7848-3.&lt;br /&gt;
* Jürgen Tautz: &#039;&#039;Phänomen Honigbiene.&#039;&#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/München 2007, ISBN 978-3-8274-1845-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Datei:Apis_hier_Apis_mellifera_ligustica.jpg&amp;diff=191</id>
		<title>Datei:Apis hier Apis mellifera ligustica.jpg</title>
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		<updated>2026-05-14T13:02:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Apis_hier_Apis mellifera ligustica&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apidae&amp;diff=190</id>
		<title>Apidae</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apidae&amp;diff=190"/>
		<updated>2026-05-14T12:38:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Kategorien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Apidae (Echte Bienen) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Apidae&#039;&#039;&#039;, im Deutschen als &#039;&#039;&#039;Echte Bienen&#039;&#039;&#039; bezeichnet, sind die weltweit größte und ökologisch vielfältigste Familie innerhalb der Überfamilie der [[Bienen]] (Apoidea). Sie gehören zur Ordnung der [[Hautflügler]] ([[Hymenoptera]]). Zur Familie zählen prominente Vertreter wie die [[Honigbienen]], [[Hummeln]], [[Holzbienen]] und Orchideenbienen, aber auch eine Vielzahl weniger bekannter solitärer Gruppen sowie Kuckucksbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Systematik der Apidae wurde Ende des 20. Jahrhunderts stark erweitert. Während früher unter dem Begriff „Apidae“ oft nur die staatenbildenden Bienen (wie Honigbienen und Hummeln) verstanden wurden, umfasst die Familie heute auch Gruppen, die früher als eigenständige Familien (z. B. Anthophoridae) geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Apidae variieren in ihrer Größe und ihrem Erscheinungsbild extrem – von winzigen, fast haarlosen Arten (wenige Millimeter) bis hin zu den imposanten, bis zu 3 cm großen Holzbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Morphologie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mundwerkzeuge:&#039;&#039;&#039; Alle Apidae gehören zu den „Langzungenbienen“. Das Labium (Unterlippe) ist verlängert, was ihnen ermöglicht, Nektar aus tiefen Blütenkelchen zu saugen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Körperbehaarung ist charakteristischerweise gefiedert oder verzweigt, was den Transport von [[Pollen]] erleichtert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Pollen-Transportapparat:&#039;&#039;&#039; Viele Gruppen (besonders die Triben Apini, Bombini, Meliponini und Euglossini) besitzen an den Hinterbeinen eine &#039;&#039;&#039;Corbicula&#039;&#039;&#039; ([[Pollenkörbchen]]). Dies ist eine glatte, von Haarsäumen eingefasste Fläche, in der feuchter Pollen effizient transportiert werden kann. Andere Gruppen (wie die Xylocopinae) nutzen eine Scopa (Haarbürste) am Hinterbein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Flügelgeäder]]:&#039;&#039;&#039; Die Vorderflügel weisen meist drei (selten zwei) [[Cubitalzelle|Cubitalzellen]] auf, was ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von anderen Bienenfamilien ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Echte Bienen sind weltweit auf allen Kontinenten verbreitet, mit Ausnahme der Antarktis. Ihre größte Artenvielfalt erreichen sie in den Tropen und Subtropen, doch Hummeln beispielsweise sind bis in die arktischen Regionen und Hochgebirge vorgedrungen. Sie besiedeln nahezu jeden Lebensraum, in dem blühende Pflanzen vorkommen – von Wüsten über Regenwälder bis hin zu urbanen Gärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise und Sozialstruktur ==&lt;br /&gt;
Die Vielfalt der Lebensweisen innerhalb der Apidae ist einzigartig im Tierreich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Eusozial:&#039;&#039;&#039; Die bekanntesten Vertreter, wie die [[Westliche Honigbiene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039;) und stachellose Bienen, leben in hochkomplexen Staaten mit Königin, Arbeitern und Drohnen.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Primitiv-sozial:&#039;&#039;&#039; Hummeln bilden meist einjährige Völker, die im Frühjahr von einer überwinterten [[Königin]] gegründet werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Solitär:&#039;&#039;&#039; Ein Großteil der Arten (z. B. Holzbienen oder Pelzbienen) lebt solitär. Jedes Weibchen baut ein eigenes Nest und versorgt die Brut allein.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kleptoparasitisch (Kuckucksbienen):&#039;&#039;&#039; Die Unterfamilie Nomadinae und einige andere Gruppen legen ihre Eier in die Nester fremder Bienenarten. Ihre Larven ernähren sich vom dort gelagerten Proviant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Vielfalt ==&lt;br /&gt;
Die Familie umfasst heute über 5.700 beschriebene Arten in etwa 200 Gattungen. Sie wird klassischerweise in drei große Unterfamilien unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Apinae]]:&#039;&#039;&#039; Die artenreichste Gruppe. Sie umfasst Honigbienen (Apini), Hummeln (Bombini), Orchideenbienen (Euglossini), stachellose Bienen (Meliponini), Pelzbienen (Anthophorini) und viele andere.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Xylocopinae]]:&#039;&#039;&#039; Hierzu gehören die Holzbienen (Xylocopini) und die kleinen Keulhornbienen (Ceratinini). Sie nisten oft in Totholz oder markhaltigen Stängeln.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Nomadinae]]:&#039;&#039;&#039; Rein parasitische Bienen (Kuckucksbienen), die oft wespenähnlich gezeichnet und kaum behaart sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Evolution der Apidae ist eng mit der Ausbreitung der Bedecktsamer (Blütenpflanzen) in der Kreidezeit verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ursprung:&#039;&#039;&#039; Die ältesten fossilen Belege für Bienen stammen aus Bernstein-Einschlüssen der frühen Kreidezeit (vor ca. 100 Millionen Jahren).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Funde:&#039;&#039;&#039; Ein berühmter Fund ist &#039;&#039;Cretotrigona prisca&#039;&#039; aus der späten Kreide, die bereits Merkmale moderner stachelloser Bienen zeigt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Entdeckung:&#039;&#039;&#039; Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Familie erfolgte 1802 durch den französischen Zoologen [[Pierre André Latreille]]. Der Name leitet sich von der Gattung &#039;&#039;[[Apis]]&#039;&#039; (Biene) ab, die bereits 1758 von [[Carl von Linné]] beschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bestäubungsleistung:&#039;&#039;&#039; Die ökologische Bedeutung der Apidae ist immens. Ohne die Bestäubungsleistung von Wild- und Honigbienen würden viele Ökosysteme kollabieren und Ernteerträge in der Landwirtschaft massiv einbrechen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kommunikation:&#039;&#039;&#039; Die Honigbiene ist berühmt für den Schwänzeltanz, mit dem sie Artgenossen den Weg zu Futterquellen weist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nistweise:&#039;&#039;&#039; Die Nester variieren von unterirdischen Gängen über hohle Stängel bis hin zu kunstvollen Wachsbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Wie viele Insektengruppen sind auch zahlreiche Arten der Apidae gefährdet. Ursachen sind Habitatverlust, der Einsatz von Pestiziden (besonders Neonicotinoide), der Klimawandel und die Verdrängung durch eingeschleppte Arten oder Krankheiten. Besonders spezialisierte solitäre Arten leiden unter dem Rückgang ihrer spezifischen Futterpflanzen.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Charles D. Michener: &#039;&#039;The Bees of the World.&#039;&#039; 2. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2007, ISBN 978-0-8018-8573-0.&lt;br /&gt;
* Andreas Müller, Albert Krebs, Felix Amiet: &#039;&#039;Bienen: Mitteleuropäische Gattungen, Lebensweise, Beobachtung.&#039;&#039; Naturbuch-Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-89440-241-5.&lt;br /&gt;
* Paul Westrich: &#039;&#039;Die Wildbienen Deutschlands.&#039;&#039; 2. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-8186-0123-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Spektrum Lexikon der Biologie: Apidae https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/apidae/4379&lt;br /&gt;
* Ökologie-Seite: Familie Apidae https://www.oekologie-seite.de/index.php?id=17&amp;amp;pid=2485&lt;br /&gt;
* Wildbienen.info - Biologie und Systematik https://www.wildbienen.info&lt;br /&gt;
* Naturspektrum: Übersicht der Hautflügler https://www.naturspektrum.de/db/famuebersicht.php?ord=3?fam=5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Latreille, P. A. (1802): &#039;&#039;Histoire naturelle, générale et particulière des crustacés et des insectes.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Michener, C. D. (2007): &#039;&#039;The Bees of the World.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Cardinal, S., &amp;amp; Danforth, B. N. (2013): &#039;&#039;The bee tree of life: a purified molecular phylogeny of bees (Hymenoptera: Apoidea).&#039;&#039; Cladistics, 29(6), 583-645.&lt;br /&gt;
# Engel, M. S. (2001): &#039;&#039;A monograph of the Baltic amber bees and evolution of the Apoidea.&#039;&#039; Bulletin of the American Museum of Natural History.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apidae&amp;diff=189</id>
		<title>Apidae</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apidae&amp;diff=189"/>
		<updated>2026-05-14T12:38:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Interne Links&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Apidae (Echte Bienen) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Apidae&#039;&#039;&#039;, im Deutschen als &#039;&#039;&#039;Echte Bienen&#039;&#039;&#039; bezeichnet, sind die weltweit größte und ökologisch vielfältigste Familie innerhalb der Überfamilie der [[Bienen]] (Apoidea). Sie gehören zur Ordnung der [[Hautflügler]] ([[Hymenoptera]]). Zur Familie zählen prominente Vertreter wie die [[Honigbienen]], [[Hummeln]], [[Holzbienen]] und Orchideenbienen, aber auch eine Vielzahl weniger bekannter solitärer Gruppen sowie Kuckucksbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Systematik der Apidae wurde Ende des 20. Jahrhunderts stark erweitert. Während früher unter dem Begriff „Apidae“ oft nur die staatenbildenden Bienen (wie Honigbienen und Hummeln) verstanden wurden, umfasst die Familie heute auch Gruppen, die früher als eigenständige Familien (z. B. Anthophoridae) geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Apidae variieren in ihrer Größe und ihrem Erscheinungsbild extrem – von winzigen, fast haarlosen Arten (wenige Millimeter) bis hin zu den imposanten, bis zu 3 cm großen Holzbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Morphologie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mundwerkzeuge:&#039;&#039;&#039; Alle Apidae gehören zu den „Langzungenbienen“. Das Labium (Unterlippe) ist verlängert, was ihnen ermöglicht, Nektar aus tiefen Blütenkelchen zu saugen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Körperbehaarung ist charakteristischerweise gefiedert oder verzweigt, was den Transport von [[Pollen]] erleichtert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Pollen-Transportapparat:&#039;&#039;&#039; Viele Gruppen (besonders die Triben Apini, Bombini, Meliponini und Euglossini) besitzen an den Hinterbeinen eine &#039;&#039;&#039;Corbicula&#039;&#039;&#039; ([[Pollenkörbchen]]). Dies ist eine glatte, von Haarsäumen eingefasste Fläche, in der feuchter Pollen effizient transportiert werden kann. Andere Gruppen (wie die Xylocopinae) nutzen eine Scopa (Haarbürste) am Hinterbein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Flügelgeäder]]:&#039;&#039;&#039; Die Vorderflügel weisen meist drei (selten zwei) [[Cubitalzelle|Cubitalzellen]] auf, was ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von anderen Bienenfamilien ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Echte Bienen sind weltweit auf allen Kontinenten verbreitet, mit Ausnahme der Antarktis. Ihre größte Artenvielfalt erreichen sie in den Tropen und Subtropen, doch Hummeln beispielsweise sind bis in die arktischen Regionen und Hochgebirge vorgedrungen. Sie besiedeln nahezu jeden Lebensraum, in dem blühende Pflanzen vorkommen – von Wüsten über Regenwälder bis hin zu urbanen Gärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise und Sozialstruktur ==&lt;br /&gt;
Die Vielfalt der Lebensweisen innerhalb der Apidae ist einzigartig im Tierreich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Eusozial:&#039;&#039;&#039; Die bekanntesten Vertreter, wie die [[Westliche Honigbiene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039;) und stachellose Bienen, leben in hochkomplexen Staaten mit Königin, Arbeitern und Drohnen.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Primitiv-sozial:&#039;&#039;&#039; Hummeln bilden meist einjährige Völker, die im Frühjahr von einer überwinterten [[Königin]] gegründet werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Solitär:&#039;&#039;&#039; Ein Großteil der Arten (z. B. Holzbienen oder Pelzbienen) lebt solitär. Jedes Weibchen baut ein eigenes Nest und versorgt die Brut allein.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kleptoparasitisch (Kuckucksbienen):&#039;&#039;&#039; Die Unterfamilie Nomadinae und einige andere Gruppen legen ihre Eier in die Nester fremder Bienenarten. Ihre Larven ernähren sich vom dort gelagerten Proviant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Vielfalt ==&lt;br /&gt;
Die Familie umfasst heute über 5.700 beschriebene Arten in etwa 200 Gattungen. Sie wird klassischerweise in drei große Unterfamilien unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Apinae]]:&#039;&#039;&#039; Die artenreichste Gruppe. Sie umfasst Honigbienen (Apini), Hummeln (Bombini), Orchideenbienen (Euglossini), stachellose Bienen (Meliponini), Pelzbienen (Anthophorini) und viele andere.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Xylocopinae]]:&#039;&#039;&#039; Hierzu gehören die Holzbienen (Xylocopini) und die kleinen Keulhornbienen (Ceratinini). Sie nisten oft in Totholz oder markhaltigen Stängeln.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Nomadinae]]:&#039;&#039;&#039; Rein parasitische Bienen (Kuckucksbienen), die oft wespenähnlich gezeichnet und kaum behaart sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Evolution der Apidae ist eng mit der Ausbreitung der Bedecktsamer (Blütenpflanzen) in der Kreidezeit verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ursprung:&#039;&#039;&#039; Die ältesten fossilen Belege für Bienen stammen aus Bernstein-Einschlüssen der frühen Kreidezeit (vor ca. 100 Millionen Jahren).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Funde:&#039;&#039;&#039; Ein berühmter Fund ist &#039;&#039;Cretotrigona prisca&#039;&#039; aus der späten Kreide, die bereits Merkmale moderner stachelloser Bienen zeigt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Entdeckung:&#039;&#039;&#039; Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Familie erfolgte 1802 durch den französischen Zoologen [[Pierre André Latreille]]. Der Name leitet sich von der Gattung &#039;&#039;[[Apis]]&#039;&#039; (Biene) ab, die bereits 1758 von [[Carl von Linné]] beschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bestäubungsleistung:&#039;&#039;&#039; Die ökologische Bedeutung der Apidae ist immens. Ohne die Bestäubungsleistung von Wild- und Honigbienen würden viele Ökosysteme kollabieren und Ernteerträge in der Landwirtschaft massiv einbrechen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kommunikation:&#039;&#039;&#039; Die Honigbiene ist berühmt für den Schwänzeltanz, mit dem sie Artgenossen den Weg zu Futterquellen weist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nistweise:&#039;&#039;&#039; Die Nester variieren von unterirdischen Gängen über hohle Stängel bis hin zu kunstvollen Wachsbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Wie viele Insektengruppen sind auch zahlreiche Arten der Apidae gefährdet. Ursachen sind Habitatverlust, der Einsatz von Pestiziden (besonders Neonicotinoide), der Klimawandel und die Verdrängung durch eingeschleppte Arten oder Krankheiten. Besonders spezialisierte solitäre Arten leiden unter dem Rückgang ihrer spezifischen Futterpflanzen.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Charles D. Michener: &#039;&#039;The Bees of the World.&#039;&#039; 2. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2007, ISBN 978-0-8018-8573-0.&lt;br /&gt;
* Andreas Müller, Albert Krebs, Felix Amiet: &#039;&#039;Bienen: Mitteleuropäische Gattungen, Lebensweise, Beobachtung.&#039;&#039; Naturbuch-Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-89440-241-5.&lt;br /&gt;
* Paul Westrich: &#039;&#039;Die Wildbienen Deutschlands.&#039;&#039; 2. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-8186-0123-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Spektrum Lexikon der Biologie: Apidae https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/apidae/4379&lt;br /&gt;
* Ökologie-Seite: Familie Apidae https://www.oekologie-seite.de/index.php?id=17&amp;amp;pid=2485&lt;br /&gt;
* Wildbienen.info - Biologie und Systematik https://www.wildbienen.info&lt;br /&gt;
* Naturspektrum: Übersicht der Hautflügler https://www.naturspektrum.de/db/famuebersicht.php?ord=3?fam=5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Latreille, P. A. (1802): &#039;&#039;Histoire naturelle, générale et particulière des crustacés et des insectes.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Michener, C. D. (2007): &#039;&#039;The Bees of the World.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Cardinal, S., &amp;amp; Danforth, B. N. (2013): &#039;&#039;The bee tree of life: a purified molecular phylogeny of bees (Hymenoptera: Apoidea).&#039;&#039; Cladistics, 29(6), 583-645.&lt;br /&gt;
# Engel, M. S. (2001): &#039;&#039;A monograph of the Baltic amber bees and evolution of the Apoidea.&#039;&#039; Bulletin of the American Museum of Natural History.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apidae&amp;diff=188</id>
		<title>Apidae</title>
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		<updated>2026-05-14T12:33:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Apidae (Echte Bienen) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Apidae&#039;&#039;&#039;, im Deutschen als &#039;&#039;&#039;Echte Bienen&#039;&#039;&#039; bezeichnet, sind die weltweit größte und ökologisch vielfältigste Familie innerhalb der Überfamilie der Bienen (Apoidea). Sie gehören zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera). Zur Familie zählen prominente Vertreter wie die Honigbienen, Hummeln, Holzbienen und Orchideenbienen, aber auch eine Vielzahl weniger bekannter solitärer Gruppen sowie Kuckucksbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Systematik der Apidae wurde Ende des 20. Jahrhunderts stark erweitert. Während früher unter dem Begriff „Apidae“ oft nur die staatenbildenden Bienen (wie Honigbienen und Hummeln) verstanden wurden, umfasst die Familie heute auch Gruppen, die früher als eigenständige Familien (z. B. Anthophoridae) geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Apidae variieren in ihrer Größe und ihrem Erscheinungsbild extrem – von winzigen, fast haarlosen Arten (wenige Millimeter) bis hin zu den imposanten, bis zu 3 cm großen Holzbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Morphologie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mundwerkzeuge:&#039;&#039;&#039; Alle Apidae gehören zu den „Langzungenbienen“. Das Labium (Unterlippe) ist verlängert, was ihnen ermöglicht, Nektar aus tiefen Blütenkelchen zu saugen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Körperbehaarung ist charakteristischerweise gefiedert oder verzweigt, was den Transport von Pollen erleichtert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Pollen-Transportapparat:&#039;&#039;&#039; Viele Gruppen (besonders die Triben Apini, Bombini, Meliponini und Euglossini) besitzen an den Hinterbeinen eine &#039;&#039;&#039;Corbicula&#039;&#039;&#039; (Pollenkörbchen). Dies ist eine glatte, von Haarsäumen eingefasste Fläche, in der feuchter Pollen effizient transportiert werden kann. Andere Gruppen (wie die Xylocopinae) nutzen eine Scopa (Haarbürste) am Hinterbein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügelgeäder:&#039;&#039;&#039; Die Vorderflügel weisen meist drei (selten zwei) Cubitalzellen auf, was ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von anderen Bienenfamilien ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Echte Bienen sind weltweit auf allen Kontinenten verbreitet, mit Ausnahme der Antarktis. Ihre größte Artenvielfalt erreichen sie in den Tropen und Subtropen, doch Hummeln beispielsweise sind bis in die arktischen Regionen und Hochgebirge vorgedrungen. Sie besiedeln nahezu jeden Lebensraum, in dem blühende Pflanzen vorkommen – von Wüsten über Regenwälder bis hin zu urbanen Gärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise und Sozialstruktur ==&lt;br /&gt;
Die Vielfalt der Lebensweisen innerhalb der Apidae ist einzigartig im Tierreich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Eusozial:&#039;&#039;&#039; Die bekanntesten Vertreter, wie die Westliche Honigbiene (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;) und stachellose Bienen, leben in hochkomplexen Staaten mit Königin, Arbeitern und Drohnen.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Primitiv-sozial:&#039;&#039;&#039; Hummeln bilden meist einjährige Völker, die im Frühjahr von einer überwinterten Königin gegründet werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Solitär:&#039;&#039;&#039; Ein Großteil der Arten (z. B. Holzbienen oder Pelzbienen) lebt solitär. Jedes Weibchen baut ein eigenes Nest und versorgt die Brut allein.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kleptoparasitisch (Kuckucksbienen):&#039;&#039;&#039; Die Unterfamilie Nomadinae und einige andere Gruppen legen ihre Eier in die Nester fremder Bienenarten. Ihre Larven ernähren sich vom dort gelagerten Proviant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Vielfalt ==&lt;br /&gt;
Die Familie umfasst heute über 5.700 beschriebene Arten in etwa 200 Gattungen. Sie wird klassischerweise in drei große Unterfamilien unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Apinae:&#039;&#039;&#039; Die artenreichste Gruppe. Sie umfasst Honigbienen (Apini), Hummeln (Bombini), Orchideenbienen (Euglossini), stachellose Bienen (Meliponini), Pelzbienen (Anthophorini) und viele andere.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Xylocopinae:&#039;&#039;&#039; Hierzu gehören die Holzbienen (Xylocopini) und die kleinen Keulhornbienen (Ceratinini). Sie nisten oft in Totholz oder markhaltigen Stängeln.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nomadinae:&#039;&#039;&#039; Rein parasitische Bienen (Kuckucksbienen), die oft wespenähnlich gezeichnet und kaum behaart sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Evolution der Apidae ist eng mit der Ausbreitung der Bedecktsamer (Blütenpflanzen) in der Kreidezeit verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ursprung:&#039;&#039;&#039; Die ältesten fossilen Belege für Bienen stammen aus Bernstein-Einschlüssen der frühen Kreidezeit (vor ca. 100 Millionen Jahren).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Funde:&#039;&#039;&#039; Ein berühmter Fund ist &#039;&#039;Cretotrigona prisca&#039;&#039; aus der späten Kreide, die bereits Merkmale moderner stachelloser Bienen zeigt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Entdeckung:&#039;&#039;&#039; Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Familie erfolgte 1802 durch den französischen Zoologen Pierre André Latreille. Der Name leitet sich von der Gattung &#039;&#039;Apis&#039;&#039; (Biene) ab, die bereits 1758 von Carl von Linné beschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bestäubungsleistung:&#039;&#039;&#039; Die ökologische Bedeutung der Apidae ist immens. Ohne die Bestäubungsleistung von Wild- und Honigbienen würden viele Ökosysteme kollabieren und Ernteerträge in der Landwirtschaft massiv einbrechen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kommunikation:&#039;&#039;&#039; Die Honigbiene ist berühmt für den Schwänzeltanz, mit dem sie Artgenossen den Weg zu Futterquellen weist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nistweise:&#039;&#039;&#039; Die Nester variieren von unterirdischen Gängen über hohle Stängel bis hin zu kunstvollen Wachsbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Wie viele Insektengruppen sind auch zahlreiche Arten der Apidae gefährdet. Ursachen sind Habitatverlust, der Einsatz von Pestiziden (besonders Neonicotinoide), der Klimawandel und die Verdrängung durch eingeschleppte Arten oder Krankheiten. Besonders spezialisierte solitäre Arten leiden unter dem Rückgang ihrer spezifischen Futterpflanzen.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Charles D. Michener: &#039;&#039;The Bees of the World.&#039;&#039; 2. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2007, ISBN 978-0-8018-8573-0.&lt;br /&gt;
* Andreas Müller, Albert Krebs, Felix Amiet: &#039;&#039;Bienen: Mitteleuropäische Gattungen, Lebensweise, Beobachtung.&#039;&#039; Naturbuch-Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-89440-241-5.&lt;br /&gt;
* Paul Westrich: &#039;&#039;Die Wildbienen Deutschlands.&#039;&#039; 2. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-8186-0123-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Spektrum Lexikon der Biologie: Apidae https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/apidae/4379&lt;br /&gt;
* Ökologie-Seite: Familie Apidae https://www.oekologie-seite.de/index.php?id=17&amp;amp;pid=2485&lt;br /&gt;
* Wildbienen.info - Biologie und Systematik https://www.wildbienen.info&lt;br /&gt;
* Naturspektrum: Übersicht der Hautflügler https://www.naturspektrum.de/db/famuebersicht.php?ord=3?fam=5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Latreille, P. A. (1802): &#039;&#039;Histoire naturelle, générale et particulière des crustacés et des insectes.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Michener, C. D. (2007): &#039;&#039;The Bees of the World.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Cardinal, S., &amp;amp; Danforth, B. N. (2013): &#039;&#039;The bee tree of life: a purified molecular phylogeny of bees (Hymenoptera: Apoidea).&#039;&#039; Cladistics, 29(6), 583-645.&lt;br /&gt;
# Engel, M. S. (2001): &#039;&#039;A monograph of the Baltic amber bees and evolution of the Apoidea.&#039;&#039; Bulletin of the American Museum of Natural History.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apidae&amp;diff=187</id>
		<title>Apidae</title>
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		<updated>2026-05-14T12:29:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Apidae (Echte Bienen) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Apidae&#039;&#039;&#039;, im Deutschen als &#039;&#039;&#039;Echte Bienen&#039;&#039;&#039; bezeichnet, sind die weltweit größte und ökologisch vielfältigste Familie innerhalb der Überfamilie der Bienen (Apoidea). Sie gehören zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera). Zur Familie zählen prominente Vertreter wie die Honigbienen, Hummeln, Holzbienen und Orchideenbienen, aber auch eine Vielzahl weniger bekannter solitärer Gruppen sowie Kuckucksbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Systematik der Apidae wurde Ende des 20. Jahrhunderts stark erweitert. Während früher unter dem Begriff „Apidae“ oft nur die staatenbildenden Bienen (wie Honigbienen und Hummeln) verstanden wurden, umfasst die Familie heute auch Gruppen, die früher als eigenständige Familien (z. B. Anthophoridae) geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Apidae variieren in ihrer Größe und ihrem Erscheinungsbild extrem – von winzigen, fast haarlosen Arten (wenige Millimeter) bis hin zu den imposanten, bis zu 3 cm großen Holzbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Morphologie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mundwerkzeuge:&#039;&#039;&#039; Alle Apidae gehören zu den „Langzungenbienen“. Das Labium (Unterlippe) ist verlängert, was ihnen ermöglicht, Nektar aus tiefen Blütenkelchen zu saugen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Körperbehaarung ist charakteristischerweise gefiedert oder verzweigt, was den Transport von Pollen erleichtert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Pollen-Transportapparat:&#039;&#039;&#039; Viele Gruppen (besonders die Triben Apini, Bombini, Meliponini und Euglossini) besitzen an den Hinterbeinen eine &#039;&#039;&#039;Corbicula&#039;&#039;&#039; (Pollenkörbchen). Dies ist eine glatte, von Haarsäumen eingefasste Fläche, in der feuchter Pollen effizient transportiert werden kann. Andere Gruppen (wie die Xylocopinae) nutzen eine Scopa (Haarbürste) am Hinterbein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügelgeäder:&#039;&#039;&#039; Die Vorderflügel weisen meist drei (selten zwei) Cubitalzellen auf, was ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von anderen Bienenfamilien ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Echte Bienen sind weltweit auf allen Kontinenten verbreitet, mit Ausnahme der Antarktis. Ihre größte Artenvielfalt erreichen sie in den Tropen und Subtropen, doch Hummeln beispielsweise sind bis in die arktischen Regionen und Hochgebirge vorgedrungen. Sie besiedeln nahezu jeden Lebensraum, in dem blühende Pflanzen vorkommen – von Wüsten über Regenwälder bis hin zu urbanen Gärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise und Sozialstruktur ==&lt;br /&gt;
Die Vielfalt der Lebensweisen innerhalb der Apidae ist einzigartig im Tierreich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Eusozial:&#039;&#039;&#039; Die bekanntesten Vertreter, wie die Westliche Honigbiene (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;) und stachellose Bienen, leben in hochkomplexen Staaten mit Königin, Arbeitern und Drohnen.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Primitiv-sozial:&#039;&#039;&#039; Hummeln bilden meist einjährige Völker, die im Frühjahr von einer überwinterten Königin gegründet werden.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Solitär:&#039;&#039;&#039; Ein Großteil der Arten (z. B. Holzbienen oder Pelzbienen) lebt solitär. Jedes Weibchen baut ein eigenes Nest und versorgt die Brut allein.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kleptoparasitisch (Kuckucksbienen):&#039;&#039;&#039; Die Unterfamilie Nomadinae und einige andere Gruppen legen ihre Eier in die Nester fremder Bienenarten. Ihre Larven ernähren sich vom dort gelagerten Proviant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Vielfalt ==&lt;br /&gt;
Die Familie umfasst heute über 5.700 beschriebene Arten in etwa 200 Gattungen. Sie wird klassischerweise in drei große Unterfamilien unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Apinae:&#039;&#039;&#039; Die artenreichste Gruppe. Sie umfasst Honigbienen (Apini), Hummeln (Bombini), Orchideenbienen (Euglossini), stachellose Bienen (Meliponini), Pelzbienen (Anthophorini) und viele andere.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Xylocopinae:&#039;&#039;&#039; Hierzu gehören die Holzbienen (Xylocopini) und die kleinen Keulhornbienen (Ceratinini). Sie nisten oft in Totholz oder markhaltigen Stängeln.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nomadinae:&#039;&#039;&#039; Rein parasitische Bienen (Kuckucksbienen), die oft wespenähnlich gezeichnet und kaum behaart sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Evolution der Apidae ist eng mit der Ausbreitung der Bedecktsamer (Blütenpflanzen) in der Kreidezeit verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ursprung:&#039;&#039;&#039; Die ältesten fossilen Belege für Bienen stammen aus Bernstein-Einschlüssen der frühen Kreidezeit (vor ca. 100 Millionen Jahren).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Funde:&#039;&#039;&#039; Ein berühmter Fund ist &#039;&#039;Cretotrigona prisca&#039;&#039; aus der späten Kreide, die bereits Merkmale moderner stachelloser Bienen zeigt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Entdeckung:&#039;&#039;&#039; Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Familie erfolgte 1802 durch den französischen Zoologen Pierre André Latreille. Der Name leitet sich von der Gattung &#039;&#039;Apis&#039;&#039; (Biene) ab, die bereits 1758 von Carl von Linné beschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bestäubungsleistung:&#039;&#039;&#039; Die ökologische Bedeutung der Apidae ist immens. Ohne die Bestäubungsleistung von Wild- und Honigbienen würden viele Ökosysteme kollabieren und Ernteerträge in der Landwirtschaft massiv einbrechen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kommunikation:&#039;&#039;&#039; Die Honigbiene ist berühmt für den Schwänzeltanz, mit dem sie Artgenossen den Weg zu Futterquellen weist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nistweise:&#039;&#039;&#039; Die Nester variieren von unterirdischen Gängen über hohle Stängel bis hin zu kunstvollen Wachsbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Wie viele Insektengruppen sind auch zahlreiche Arten der Apidae gefährdet. Ursachen sind Habitatverlust, der Einsatz von Pestiziden (besonders Neonicotinoide), der Klimawandel und die Verdrängung durch eingeschleppte Arten oder Krankheiten. Besonders spezialisierte solitäre Arten leiden unter dem Rückgang ihrer spezifischen Futterpflanzen.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Charles D. Michener: &#039;&#039;The Bees of the World.&#039;&#039; 2. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2007, ISBN 978-0-8018-8573-0.&lt;br /&gt;
* Andreas Müller, Albert Krebs, Felix Amiet: &#039;&#039;Bienen: Mitteleuropäische Gattungen, Lebensweise, Beobachtung.&#039;&#039; Naturbuch-Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-89440-241-5.&lt;br /&gt;
* Paul Westrich: &#039;&#039;Die Wildbienen Deutschlands.&#039;&#039; 2. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-8186-0123-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Spektrum Lexikon der Biologie: Apidae&lt;br /&gt;
* Ökologie-Seite: Familie Apidae&lt;br /&gt;
* Wildbienen.info - Biologie und Systematik&lt;br /&gt;
* Naturspektrum: Übersicht der Hautflügler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Latreille, P. A. (1802): &#039;&#039;Histoire naturelle, générale et particulière des crustacés et des insectes.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Michener, C. D. (2007): &#039;&#039;The Bees of the World.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Cardinal, S., &amp;amp; Danforth, B. N. (2013): &#039;&#039;The bee tree of life: a purified molecular phylogeny of bees (Hymenoptera: Apoidea).&#039;&#039; Cladistics, 29(6), 583-645.&lt;br /&gt;
# Engel, M. S. (2001): &#039;&#039;A monograph of the Baltic amber bees and evolution of the Apoidea.&#039;&#039; Bulletin of the American Museum of Natural History.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Gottfried Goetze</title>
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		<updated>2026-05-14T12:21:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Gottfried Goetze =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gottfried Karl Ludwig Goetze&#039;&#039;&#039; (* 1898 in Bonn; † 1965 ebenda) war ein bedeutender deutscher Bienenforscher, Professor für [[Bienenkunde]] an der Universität Bonn und eine zentrale Figur der deutschen Bienenzucht im 20. Jahrhundert. Er gilt als Wegbereiter der morphometrischen Rassenbestimmung bei [[Honigbienen]] und war maßgeblich an der Etablierung der [[Apis mellifera carnica|Carnica]]-Biene in Deutschland beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werdegang ==&lt;br /&gt;
Gottfried Goetze wurde 1898 in Bonn geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er ein Studium der Landwirtschaft (Diplom-Landwirt) und der Zoologie. Im Jahr 1927 promovierte er in Berlin mit einer zoologischen Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine berufliche Laufbahn in der Bienenkunde begann 1925 als Leiter der Lehr- und Versuchsimkerei in Landsberg an der Warthe. Im Jahr 1932 übernahm er die Leitung der neu gegründeten Rheinischen Lehr- und Versuchsanstalt für Bienenzucht in Mayen, heute [[Fachzentrum Bienen und Imkerei Mayen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 war Goetze als Lehrbeauftragter an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn tätig. Während der Zeit des Nationalsozialismus nahm Goetze eine einflussreiche Position ein. Ab 1942 fungierte er als &#039;&#039;&#039;[[Reichskörmeister]]&#039;&#039;&#039; und leitete die „[[Reichskörstelle]]“ für Imker in Mayen bzw. am Institut für Tierphysiologie in Bonn. In dieser Funktion war er für die zentrale Ausrichtung der deutschen [[Bienenzucht]] verantwortlich.  Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er dort zum außerordentlichen Professor ernannt. 1952 gründete er das „Institut für landwirtschaftliche Zoologie und Bienenkunde“ der Universität Bonn, das seinen Sitz auf Gut Melb bezog. Er leitete die Bienenforschung in Bonn bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1964/1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Wirken ==&lt;br /&gt;
Goetzes wissenschaftlicher Fokus lag auf der Rassenkunde, der Züchtung und der Bestäubungsleistung von Honigbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchterisches Engagement und Rassenkunde ===&lt;br /&gt;
Goetze entwickelte präzise Methoden zur Unterscheidung von [[Bienenrassen]] anhand körperlicher Merkmale ([[Morphometrie]]). Er führte Kennzahlen wie den &#039;&#039;&#039;[[Cubitalindex]]&#039;&#039;&#039; ([[Flügelgeäder]]), die &#039;&#039;&#039;Haarlänge&#039;&#039;&#039; ([[Überhaar]]), den &#039;&#039;&#039;[[Fersenindex]]&#039;&#039;&#039; sowie die [[Rüssellänge]] und [[Chitinfarbe]] als Standard für die [[Zuchtauslese]] ([[Körung]]) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Zeit in Mayen und Bonn konzentrierte er sich insbesondere auf die Selektion der Carnica-Biene (&#039;&#039;Apis mellifera carnica&#039;&#039;). Er vertrat die Ansicht, dass diese Rasse der einheimischen [[Dunkle Biene|Dunklen Biene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera mellifera]]&#039;&#039;) in Bezug auf Honigertrag und Sanftmut überlegen sei. Seine Arbeiten bildeten die wissenschaftliche Grundlage für die sogenannte „[[Verdrängungszucht]]“, durch die die Carnica zur dominierenden Biene im deutschsprachigen Raum wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestäubung und Krankheitsforschung ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens war die Bedeutung der Honigbiene für den Obst- und Ackerbau. Er erforschte die Bestäubungseinrichtungen von Obstbäumen und die gezielte Bestäubung von Rotklee. Zudem befasste er sich intensiv mit Bienenkrankheiten, insbesondere der [[Nosemose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Titel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reichskörmeister&#039;&#039;&#039;: Höchster Titel für die Zuchtaufsicht im Deutschen Reich (ab 1942).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professor an der Universität Bonn&#039;&#039;&#039;: Zunächst Lehrbeauftragter, später außerordentlicher Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Imkerliche Züchtungspraxis&#039;&#039; (1949/1950)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Leitfaden der Bienenzucht&#039;&#039; (1950)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Imkerliche Zuchtgrundlagen&#039;&#039; (1951)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Bestäubungseinrichtungen der Obstbäume und Beerenfrüchte und ihre Bedeutung für die Imkerei&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften wie &#039;&#039;Der Deutsche Imkerführer&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Archiv für Bienenkunde&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Steffen Rückl&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Ludwig Armbruster – ein von den Nationalsozialisten 1934 zwangspensionierter Bienenkundler&#039;&#039;. Dokumentation der Humboldt-Universität zu Berlin (enthält biografische Details zu Goetze im Kontext der NS-Zeit).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Deutscher Imkerbund e.V.&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;100 Jahre Deutscher Imkerbund – Eine Chronik zum Jubiläum&#039;&#039;..&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Universität Bonn&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Geschichte der Bienenkunde am Standort Bonn&#039;&#039;..&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Geert Staemmler&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Die Geschichte der Bienenzucht im Nationalsozialismus&#039;&#039;. Brill.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Gottfried Goetze</title>
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		<updated>2026-05-14T12:21:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Interne Links&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Gottfried Goetze =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gottfried Karl Ludwig Goetze&#039;&#039;&#039; (* 1898 in Bonn; † 1965 ebenda) war ein bedeutender deutscher Bienenforscher, Professor für [[Bienenkunde]] an der Universität Bonn und eine zentrale Figur der deutschen Bienenzucht im 20. Jahrhundert. Er gilt als Wegbereiter der morphometrischen Rassenbestimmung bei [[Honigbienen]] und war maßgeblich an der Etablierung der [[Apis mellifera carnica|Carnica]]-Biene in Deutschland beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werdegang ==&lt;br /&gt;
Gottfried Goetze wurde 1898 in Bonn geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er ein Studium der Landwirtschaft (Diplom-Landwirt) und der Zoologie. Im Jahr 1927 promovierte er in Berlin mit einer zoologischen Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine berufliche Laufbahn in der Bienenkunde begann 1925 als Leiter der Lehr- und Versuchsimkerei in Landsberg an der Warthe. Im Jahr 1932 übernahm er die Leitung der neu gegründeten Rheinischen Lehr- und Versuchsanstalt für Bienenzucht in Mayen, heute [[Fachzentrum Bienen und Imkerei Mayen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 war Goetze als Lehrbeauftragter an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn tätig. Während der Zeit des Nationalsozialismus nahm Goetze eine einflussreiche Position ein. Ab 1942 fungierte er als &#039;&#039;&#039;[[Reichskörmeister]]&#039;&#039;&#039; und leitete die „[[Reichskörstelle]]“ für Imker in Mayen bzw. am Institut für Tierphysiologie in Bonn. In dieser Funktion war er für die zentrale Ausrichtung der deutschen [[Bienenzucht]] verantwortlich.  Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er dort zum außerordentlichen Professor ernannt. 1952 gründete er das „Institut für landwirtschaftliche Zoologie und Bienenkunde“ der Universität Bonn, das seinen Sitz auf Gut Melb bezog. Er leitete die Bienenforschung in Bonn bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1964/1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Wirken ==&lt;br /&gt;
Goetzes wissenschaftlicher Fokus lag auf der Rassenkunde, der Züchtung und der Bestäubungsleistung von Honigbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchterisches Engagement und Rassenkunde ===&lt;br /&gt;
Goetze entwickelte präzise Methoden zur Unterscheidung von [[Bienenrassen]] anhand körperlicher Merkmale ([[Morphometrie]]). Er führte Kennzahlen wie den &#039;&#039;&#039;[[Cubitalindex]]&#039;&#039;&#039; ([[Flügelgeäder]]), die &#039;&#039;&#039;Haarlänge&#039;&#039;&#039; ([[Überhaar]]), den &#039;&#039;&#039;[[Fersenindex]]&#039;&#039;&#039; sowie die [[Rüssellänge]] und [[Chitinfarbe]] als Standard für die [[Zuchtauslese]] ([[Körung]]) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Zeit in Mayen und Bonn konzentrierte er sich insbesondere auf die Selektion der Carnica-Biene (&#039;&#039;Apis mellifera carnica&#039;&#039;). Er vertrat die Ansicht, dass diese Rasse der einheimischen „[[Dunkle Biene|Dunklen Biene]]“ (&#039;&#039;[[Apis mellifera mellifera]]&#039;&#039;) in Bezug auf Honigertrag und Sanftmut überlegen sei. Seine Arbeiten bildeten die wissenschaftliche Grundlage für die sogenannte „[[Verdrängungszucht]]“, durch die die Carnica zur dominierenden Biene im deutschsprachigen Raum wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestäubung und Krankheitsforschung ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens war die Bedeutung der Honigbiene für den Obst- und Ackerbau. Er erforschte die Bestäubungseinrichtungen von Obstbäumen und die gezielte Bestäubung von Rotklee. Zudem befasste er sich intensiv mit Bienenkrankheiten, insbesondere der [[Nosemose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Titel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reichskörmeister&#039;&#039;&#039;: Höchster Titel für die Zuchtaufsicht im Deutschen Reich (ab 1942).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professor an der Universität Bonn&#039;&#039;&#039;: Zunächst Lehrbeauftragter, später außerordentlicher Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Imkerliche Züchtungspraxis&#039;&#039; (1949/1950)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Leitfaden der Bienenzucht&#039;&#039; (1950)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Imkerliche Zuchtgrundlagen&#039;&#039; (1951)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Bestäubungseinrichtungen der Obstbäume und Beerenfrüchte und ihre Bedeutung für die Imkerei&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften wie &#039;&#039;Der Deutsche Imkerführer&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Archiv für Bienenkunde&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Steffen Rückl&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Ludwig Armbruster – ein von den Nationalsozialisten 1934 zwangspensionierter Bienenkundler&#039;&#039;. Dokumentation der Humboldt-Universität zu Berlin (enthält biografische Details zu Goetze im Kontext der NS-Zeit).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Deutscher Imkerbund e.V.&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;100 Jahre Deutscher Imkerbund – Eine Chronik zum Jubiläum&#039;&#039;..&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Universität Bonn&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Geschichte der Bienenkunde am Standort Bonn&#039;&#039;..&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Geert Staemmler&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Die Geschichte der Bienenzucht im Nationalsozialismus&#039;&#039;. Brill.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Enoch_Zander&amp;diff=184</id>
		<title>Enoch Zander</title>
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		<updated>2026-05-14T12:12:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Interne Links&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Enoch Zander =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Enoch Detlef Hartwig Zander&#039;&#039;&#039; (* 19. Juni 1873 in Zirzow; † 15. Juni 1957 in Erlangen) war ein deutscher Zoologe, [[Imker]] und Bienenkundler. Durch seine wegweisenden Forschungen zur Biologie der [[Honigbiene]], zur Bekämpfung von Bienenkrankheiten und zur Honigpollenanalyse (Melissopalynologie) erlangte die deutsche Bienenforschung unter seiner Leitung Weltgeltung. Er entwickelte zudem die nach ihm benannte &#039;&#039;&#039;[[Zanderbeute]]&#039;&#039;&#039;, die bis heute eines der verbreitetsten [[Magazin-Beutensysteme]] im deutschsprachigen Raum darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werdegang ==&lt;br /&gt;
Enoch Zander wurde 1873 als Sohn des gleichnamigen Landwirts und Gutspächters Enoch Zander geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Schmachthagen und ab 1883 in Waren (Müritz), wo er 1893 sein Abitur ablegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und wissenschaftliche Stationen ===&lt;br /&gt;
Zander begann 1893 ein Studium der Botanik an der Universität Erlangen, wechselte jedoch bald zur Zoologie. Sein Studium führte ihn über Kiel (1895) und Rostock (1895/96) zurück nach Erlangen, wo er 1896 promoviert wurde. Nach einer Assistenzzeit in Erlangen und Forschungsaufenthalten an der Zoologischen Station in Neapel (1899) habilitierte er sich in Kiel als Privatdozent für Zoologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken in Erlangen ===&lt;br /&gt;
Obwohl er sich zunächst für Meeresbiologie interessierte, wandte sich Zander ab 1907 der Bienenkunde zu. Er wurde wissenschaftlicher Leiter der neu gegründeten Königlichen [[Institut für Bienenkunde und Imkerei an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau|Anstalt für Bienenzucht in Erlangen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1910&#039;&#039;&#039;: Ernennung zum Direktor der Anstalt und außerordentlicher Professor.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1927&#039;&#039;&#039;: Ordentlicher Professor und Gesamtleiter der Staatlichen Anstalt für Bienenzucht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1937&#039;&#039;&#039;: Erste Pensionierung, wobei er während des Zweiten Weltkriegs (ab 1942) erneut den Lehrstuhl übernahm, bis er 1948 endgültig in den Ruhestand trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enoch Zander verstarb 1957 in Erlangen und wurde auf eigenen Wunsch in seiner mecklenburgischen Heimat Waren (Müritz) beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche und imkerliche Leistungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entdeckung von [[Nosema apis]] ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1909 gelang Zander die Identifizierung des Erregers der „Ma DISEASE“ ([[Nosemose]]), eines einzelligen Parasiten, den er als &#039;&#039;Nosema apis&#039;&#039; beschrieb. Diese Entdeckung war ein Meilenstein in der Erforschung und Bekämpfung von [[Bienenkrankheiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Melissopalynologie ([[Pollenanalyse]]) ===&lt;br /&gt;
Zander gilt als Begründer der modernen Pollenanalyse zur Bestimmung der Herkunft von [[Honig]]. Er untersuchte die Pollenzusammensetzung in Honigen weltweit und schuf mit seinen mehrbändigen „Beiträgen zur Herkunftsbestimmung bei Honig“ das wissenschaftliche Fundament für die Qualitätskontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchterisches Engagement und Bienenbehausung ===&lt;br /&gt;
Zander setzte sich intensiv für die Förderung der heimischen Bienenzucht ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zanderbeute&#039;&#039;&#039;: Gemeinsam mit dem Imker Johann Merz konstruierte er eine Magazinbeute (die Zanderbeute), die durch ihre einfache Handhabung und das nach oben zu öffnende System die Imkerei revolutionierte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Königinnenzucht&#039;&#039;&#039;: Er systematisierte die Zuchtverfahren und förderte die Einrichtung von Reinzuchtbelegstellen, wie etwa die Belegstelle „Ohrwaschl“. Sein Werk „Die Zucht der Biene“ war für Generationen von Züchtern maßgeblich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dunkle Biene Nigra&#039;&#039;&#039;: Zander galt als ein Verfechter und einer der letzten Vertreter der Zucht der [[Nigra]]-Biene, einem Zuchtstamm der heimischen [[Dunkle Biene|Dunklen Biene]] [[Apis mellifera mellifera]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Für seine Verdienste erhielt Zander zahlreiche hohe Auszeichnungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wahl in die &#039;&#039;&#039;Leopoldina&#039;&#039;&#039; (1935).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft&#039;&#039;&#039; (1943).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Großes Bundesverdienstkreuz&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Ernennung zum &#039;&#039;&#039;Ehrenimkermeister&#039;&#039;&#039; des [[Deutscher Imkerbund|Deutschen Imkerbundes]].&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Zander-Medaille&#039;&#039;&#039;, die seit 1964 vom Landesverband Bayerischer Imker verliehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Zander verfasste über 500 wissenschaftliche und praktische Schriften:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Handbuch der Bienenkunde in Einzeldarstellungen&#039;&#039; (7 Bände, 1910–1930).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Beiträge zur Herkunftsbestimmung bei Honig&#039;&#039; (5 Bände, 1935–1951).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zeitgemäße Bienenzucht&#039;&#039; (Heftreihe, ab 1917).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Aufbau der deutschen Königinnenzucht&#039;&#039; (1935).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;: Grewolls, Grete: &#039;&#039;Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern?&#039;&#039; Ein Personenlexikon. Edition Temmen, Bremen 1995, S. 480.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Literatur von und über Enoch Zander im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.&lt;br /&gt;
* Enoch Zander - Wikipedia (Deutsch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2026-05-14T11:02:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Wabe mit Honigbienen.jpg|mini|Wabe mit Honigbienen &#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Gottfried_Goetze&amp;diff=182</id>
		<title>Gottfried Goetze</title>
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		<updated>2026-05-14T10:09:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Gottfried Goetze =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gottfried Karl Ludwig Goetze&#039;&#039;&#039; (* 1898 in Bonn; † 1965 ebenda) war ein bedeutender deutscher Bienenforscher, Professor für Bienenkunde an der Universität Bonn und eine zentrale Figur der deutschen Bienenzucht im 20. Jahrhundert. Er gilt als Wegbereiter der morphometrischen Rassenbestimmung bei Honigbienen und war maßgeblich an der Etablierung der Carnica-Biene in Deutschland beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werdegang ==&lt;br /&gt;
Gottfried Goetze wurde 1898 in Bonn geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er ein Studium der Landwirtschaft (Diplom-Landwirt) und der Zoologie. Im Jahr 1927 promovierte er in Berlin mit einer zoologischen Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine berufliche Laufbahn in der Bienenkunde begann 1925 als Leiter der Lehr- und Versuchsimkerei in Landsberg an der Warthe. Im Jahr 1932 übernahm er die Leitung der neu gegründeten Rheinischen Lehr- und Versuchsanstalt für Bienenzucht in Mayen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 war Goetze als Lehrbeauftragter an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn tätig. Während der Zeit des Nationalsozialismus nahm Goetze eine einflussreiche Position ein. Ab 1942 fungierte er als &#039;&#039;&#039;Reichskörmeister&#039;&#039;&#039; und leitete die „Reichskörstelle“ für Imker in Mayen bzw. am Institut für Tierphysiologie in Bonn. In dieser Funktion war er für die zentrale Ausrichtung der deutschen Bienenzucht verantwortlich.  Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er dort zum außerordentlichen Professor ernannt. 1952 gründete er das „Institut für landwirtschaftliche Zoologie und Bienenkunde“ der Universität Bonn, das seinen Sitz auf Gut Melb bezog. Er leitete die Bienenforschung in Bonn bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1964/1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Wirken ==&lt;br /&gt;
Goetzes wissenschaftlicher Fokus lag auf der Rassenkunde, der Züchtung und der Bestäubungsleistung von Honigbienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchterisches Engagement und Rassenkunde ===&lt;br /&gt;
Goetze entwickelte präzise Methoden zur Unterscheidung von Bienenrassen anhand körperlicher Merkmale (Morphometrie). Er führte Kennzahlen wie den &#039;&#039;&#039;Cubitalindex&#039;&#039;&#039; (Flügelgeäder), die &#039;&#039;&#039;Haarlänge&#039;&#039;&#039; (Überhaar), den &#039;&#039;&#039;Fersenindex&#039;&#039;&#039; sowie die Rüssellänge und Chitinfarbe als Standard für die Zuchtauslese (Körung) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Zeit in Mayen und Bonn konzentrierte er sich insbesondere auf die Selektion der Carnica-Biene (&#039;&#039;Apis mellifera carnica&#039;&#039;). Er vertrat die Ansicht, dass diese Rasse der einheimischen „Dunklen Biene“ (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;) in Bezug auf Honigertrag und Sanftmut überlegen sei. Seine Arbeiten bildeten die wissenschaftliche Grundlage für die sogenannte „Verdrängungszucht“, durch die die Carnica zur dominierenden Biene im deutschsprachigen Raum wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestäubung und Krankheitsforschung ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens war die Bedeutung der Honigbiene für den Obst- und Ackerbau. Er erforschte die Bestäubungseinrichtungen von Obstbäumen und die gezielte Bestäubung von Rotklee. Zudem befasste er sich intensiv mit Bienenkrankheiten, insbesondere der Nosematose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Titel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Reichskörmeister&#039;&#039;&#039;: Höchster Titel für die Zuchtaufsicht im Deutschen Reich (ab 1942).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professor an der Universität Bonn&#039;&#039;&#039;: Zunächst Lehrbeauftragter, später außerordentlicher Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Imkerliche Züchtungspraxis&#039;&#039; (1949/1950)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Leitfaden der Bienenzucht&#039;&#039; (1950)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Imkerliche Zuchtgrundlagen&#039;&#039; (1951)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Bestäubungseinrichtungen der Obstbäume und Beerenfrüchte und ihre Bedeutung für die Imkerei&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften wie &#039;&#039;Der Deutsche Imkerführer&#039;&#039; und dem &#039;&#039;Archiv für Bienenkunde&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Steffen Rückl&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Ludwig Armbruster – ein von den Nationalsozialisten 1934 zwangspensionierter Bienenkundler&#039;&#039;. Dokumentation der Humboldt-Universität zu Berlin (enthält biografische Details zu Goetze im Kontext der NS-Zeit).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Deutscher Imkerbund e.V.&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;100 Jahre Deutscher Imkerbund – Eine Chronik zum Jubiläum&#039;&#039;..&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Universität Bonn&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Geschichte der Bienenkunde am Standort Bonn&#039;&#039;..&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Geert Staemmler&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;Die Geschichte der Bienenzucht im Nationalsozialismus&#039;&#039;. Brill.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Friedrich_Ruttner&amp;diff=181</id>
		<title>Friedrich Ruttner</title>
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		<updated>2026-05-14T09:58:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Friedrich Ruttner (* 15. Mai 1914 in Eger, Österreich-Ungarn; † 3. Februar 1998 in Lunz am See, Österreich) war ein österreichischer Zoologe, Mediziner und einer der weltweit bedeutendsten Bienenwissenschaftler (Apiologe) des 20. Jahrhunderts. Er gilt als Pionier der modernen [[Taxonomie]] der [[Honigbienen]] und der Erforschung ihrer [[Paarungsbiologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben und akademischer Werdegang==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Ruttner wurde 1914 als Sohn des Limnologen Franz Ruttner geboren. Er wuchs in der Biologischen Station Lunz auf, was sein frühes Interesse an den Naturwissenschaften prägte. Er studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte dort 1938 zum Doktor der Medizin (Dr. med.) und wurde 1939 Mitarbeiter am Erbbiologischen Forschungsinstitut der Führerschule der Deutschen Ärzteschaft des Eugenikers Hermann Boehm in Alt Rehse. Parallel dazu vertiefte er seine Kenntnisse in der [[Zoologie]] und [[Genetik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Sanitätsoffizier, setzte aber nach Kriegsende seine wissenschaftliche Laufbahn fort. 1946 gründete er gemeinsam mit seinem Bruder Hans Ruttner die Abteilung für Bienenkunde an der [[Bundesanstalt für Bienenkunde in Lunz am See]]. 1948 habilitierte er sich für das Fach Zoologie an der Universität Graz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1964 folgte er dem Ruf auf den Lehrstuhl für Bienenkunde an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und wurde gleichzeitig Leiter des [[Institut für Bienenkunde in Oberursel|Instituts für Bienenkunde in Oberursel]]. Diese Position hielt er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1981 inne. Auch nach seinem Ruhestand blieb er wissenschaftlich aktiv und kehrte in seine Heimat nach Lunz am See zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ersten großen Durchbruch und die nationale und internationale Anerkennung erzielte Friedrich Ruttner 1954 mit dem Nachweis der [[Mehrfachpaarung]] bei Bienen bei den Versuchen auf der sizilianischen Mittelmeerinsel Vulcano. Diese Ergebnisse und die [[Morphometrie|morphometrischen]] Studien an den Unterarten der [[Westliche Honigbiene Apis mellifera|Westlichen Honigbiene Apis mellifera]] gelten bis heute als weltweit wegweisend in der Bienenzüchtungskunde. Sie sind Grundlage für die Erkenntnisse der biologischen [[Unterarten der Honigbiene|Unterartenbildung der Honigbiene]] und ihre Verwandtschaftsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsschwerpunkte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruttners wissenschaftliches Werk umfasst mehr als 200 Publikationen. Seine Beiträge zur Imkerei und Bienenwissenschaft lassen sich in drei Hauptbereiche unterteilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1. Paarungsbiologie der Honigbiene===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruttner lieferte den entscheidenden Nachweis für die Mehrfachpaarung (Polyandrie) der Bienenkönigin. Zuvor herrschte die Meinung vor, eine Königin paare sich nur einmal auf ihrem Hochzeitsflug. Ruttners Untersuchungen zeigten, dass sie sich mit bis zu 20 Drohnen paart, was für das Verständnis der genetischen Diversität innerhalb eines [[Bienenvolk|Bienenvolkes]] fundamental war. Er entwickelte zudem Methoden zur [[Instrumentelle Besamung|instrumentellen Besamung]], die heute Standard in der [[Bienenzucht]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Biogeographie und Taxonomie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein wohl wichtigstes Werk ist die morphometrische Klassifizierung der [[Honigbienenarten]] und -rassen. Er führte computergestützte statistische Methoden (Multivariate Analyse) ein, um das [[Flügelgeäder]] und andere Körpermerkmale zu vermessen. Sein Buch „Biogeography and Taxonomy of Honeybees“ gilt bis heute als das Standardwerk der Branche. Er identifizierte und beschrieb zahlreiche Unterarten der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Zucht und Selektion===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruttner war maßgeblich an der systematischen Züchtung der [[Carnica-Biene]] beteiligt und förderte die Belegstellenarbeit. Er setzte sich stets für einen wissenschaftlich fundierten Naturschutz und den Erhalt der genetischen Vielfalt der [[Bienenrassen]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitgliedschaften und Ehrungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Friedrich Ruttner genoss internationales Ansehen und war in zahlreichen Gremien tätig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Präsident der Internationalen Union zum Studium der sozialen Insekten (IUSSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Langjähriges Vorstandsmitglied der [[Apimondia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ehrendoktorwürden und zahlreiche wissenschaftliche Medaillen internationaler Institute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veröffentlichungen (Auswahl)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Zuchtauswahl bei der Biene. Ehrenwirth, München 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zuchttechnik und Zuchtauslese bei der Biene. Ehrenwirth, München 1973–1996, 3.–7. Auflage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Instrumentelle Besamung der Bienenkönigin. Apimondia, Bukarest 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Königinnenzucht. Apimondia-Verlag. Bukarest 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Beute und Biene (Grout/Ruttner). Ehrenwirth, München 1971.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Biogeography and Taxonomy of Honeybees. Springer, Berlin 1988, ISBN 3-540-17781-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*The Dark European Honey Bee. British Isles Bee Breeders Association, 1990. ISBN 0-905369-08-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Naturgeschichte der Honigbienen. Ehrenwirth, München 1992, ISBN 3-431-03204-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Karl Weiß: In Memoriam Friedrich Ruttner. In: Apidologie. Band 29, 1998, S. 201–204.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stefan Kirchner: Ruttner, Friedrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 22, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 306 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.zobodat.at/personen.php?id=13275&amp;amp;bio=full Prof. Dr. Friedrich Ruttner] in [https://www.zobodat.at/index.php ZOBODAT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/GMCEUY4BZ5VNEZ37DJ4XPB2MKER2ZIGD Literatur von und über Friedrich Ruttner im Katalog der Deutschen Digitalen Bibliothek].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans Ruttner, Friedrich Ruttner: [https://hal.science/file/index/docid/890326/filename/hal-00890326.pdf Untersuchungen über die Flugaktivität und das Paarungsverhalten der Drohnen. V.-Drohnensammelplätze und Paarungsdistanz]. (PDF; 2,0 MB) In: Apidologie 3, Nr. 3, 1972, S. 203–232.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: [https://www.apidologie.org/index.php?option=com_article&amp;amp;access=standard&amp;amp;Itemid=129&amp;amp;url=/articles/apido/pdf/1973/01/Apidologie_0044-8435_1973_4_1_ART0003.pdf Drohnen von Apis cerana Fabr. auf einem Drohnensammelplatz]. In: Apidologie 4, Nr. 1, 1973, S. 41–44.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Kai-Michael_Engfer&amp;diff=180</id>
		<title>Kai-Michael Engfer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Kai-Michael_Engfer&amp;diff=180"/>
		<updated>2026-05-14T09:57:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kai-Michael Engfer.jpg|mini|Kai-Michael Engfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kai-Michael Engfer =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kai-Michael Engfer&#039;&#039;&#039; (* 21. Mai 1965 in Ratzeburg, Schleswig-Holstein) ist ein deutscher Imker, Kameramann, Naturschützer, YouTuber und Autor. Er gilt als Pionier bei der Wiederansiedlung und Erhaltung der Dunklen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;) in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Engfer legte sein Abitur in Kiel ab. Seinen Zivildienst absolvierte er bei der Deutschen Umwelthilfe in der Landesgeschäftsstelle Kiel. Dort unterstützte er den Landesgeschäftsführer Hinrich Goos bei der Koordination verschiedener Naturschutzprojekte des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), wie beispielsweise der Initiative „Mehr Natur in Dorf und Stadt“, und war in der praktischen Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein anschließendes Studium der Verwaltungswissenschaften an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz schloss er als Diplom-Verwaltungswirt (FH) bzw. Bachelor of Arts (B.A.) – Public Administration ab. Seitdem ist er hauptberuflich in der öffentlichen Verwaltung tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in der Imkerei und im Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Engfer ist seit 1979 kontinuierlich als Imker aktiv. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Erforschung und dem Erhalt der heimischen Dunklen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;), einer Unterart der Westlichen Honigbiene, die in Deutschland seit den frühen 1950er-Jahren als weitestgehend verdrängt oder ausgerottet galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement für die Dunkle Biene ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1983 führte Engfer erstmals wieder Exemplare der Dunklen Biene nach Deutschland ein, um eine Zuchtbasis aufzubauen. Er gründete die Gemeinschaft zum Erhalt der Dunklen Biene e.V. (GEDB) und initiierte damit eine koordinierte Erhaltungszucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bekanntheit in Fachkreisen erlangte er durch seine Arbeit zur morphometrischen Bestimmung von Bienenrassen. Er trug wesentlich zur Etablierung von Messverfahren wie dem Hantelindex bei, um die Reinheit von Beständen der &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039; nachzuweisen. Seine Erkenntnisse und Methoden wurden unter anderem in Online-Enzyklopädien und Fachmedien rezipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistische Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Seit 1996 betreibt Engfer das „Imkerforum Nordbiene“, das sich zur zentralen deutschsprachigen Plattform für den Austausch über die Dunkle Biene entwickelte. Er veröffentlicht regelmäßig Fachartikel in nationalen und internationalen Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tätigkeit als Autor betreibt er einen YouTube-Kanal, auf dem er imkerliches Wissen und Themen des Naturschutzes dokumentiert. Als Kameramann verbindet er seine mediale Arbeit mit der Dokumentation von Naturthemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zurück zur Dunkle Biene. Fachartikel in den Zeitschriften &amp;quot;die biene&amp;quot;, März 1993 und &amp;quot;Imkerfreund&amp;quot; April 1993.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Dunklen Bienen fliegen wieder.&#039;&#039; In: Spektrum der Wissenschaft / Spektrum.de.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Dunkle Biene in Deutschland.&#039;&#039; Fachartikel zur Geschichte und Wiedereinführung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Tmavá včela Německo.&#039;&#039; (Die Dunkle Biene in Deutschland). In: &#039;&#039;Moderní včelař&#039;&#039; (tschechisches Fachmagazin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nordbiene.de – Die Dunkle Biene Apis mellifera mellifera https://www.nordbiene.de&lt;br /&gt;
* Autorenprofil bei modernivcelar.eu https://www.modernivcelar.eu/autor/1666&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Kategorie:Imkerliche_Fachbegriffe&amp;diff=179</id>
		<title>Kategorie:Imkerliche Fachbegriffe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Kategorie:Imkerliche_Fachbegriffe&amp;diff=179"/>
		<updated>2026-05-14T09:55:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Leere Seite erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Kategorie:Pers%C3%B6nlichkeiten&amp;diff=178</id>
		<title>Kategorie:Persönlichkeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Kategorie:Pers%C3%B6nlichkeiten&amp;diff=178"/>
		<updated>2026-05-14T09:54:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Leere Seite erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Enoch Zander</title>
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		<updated>2026-05-14T09:49:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Enoch Zander =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Enoch Detlef Hartwig Zander&#039;&#039;&#039; (* 19. Juni 1873 in Zirzow; † 15. Juni 1957 in Erlangen) war ein deutscher Zoologe, Imker und Bienenkundler. Durch seine wegweisenden Forschungen zur Biologie der Honigbiene, zur Bekämpfung von Bienenkrankheiten und zur Honigpollenanalyse (Melissopalynologie) erlangte die deutsche Bienenforschung unter seiner Leitung Weltgeltung. Er entwickelte zudem die nach ihm benannte &#039;&#039;&#039;Zanderbeute&#039;&#039;&#039;, die bis heute eines der verbreitetsten Magazin-Beutensysteme im deutschsprachigen Raum darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werdegang ==&lt;br /&gt;
Enoch Zander wurde 1873 als Sohn des gleichnamigen Landwirts und Gutspächters Enoch Zander geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Schmachthagen und ab 1883 in Waren (Müritz), wo er 1893 sein Abitur ablegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und wissenschaftliche Stationen ===&lt;br /&gt;
Zander begann 1893 ein Studium der Botanik an der Universität Erlangen, wechselte jedoch bald zur Zoologie. Sein Studium führte ihn über Kiel (1895) und Rostock (1895/96) zurück nach Erlangen, wo er 1896 promoviert wurde. Nach einer Assistenzzeit in Erlangen und Forschungsaufenthalten an der Zoologischen Station in Neapel (1899) habilitierte er sich in Kiel als Privatdozent für Zoologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken in Erlangen ===&lt;br /&gt;
Obwohl er sich zunächst für Meeresbiologie interessierte, wandte sich Zander ab 1907 der Bienenkunde zu. Er wurde wissenschaftlicher Leiter der neu gegründeten Königlichen Anstalt für Bienenzucht in Erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1910&#039;&#039;&#039;: Ernennung zum Direktor der Anstalt und außerordentlicher Professor.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1927&#039;&#039;&#039;: Ordentlicher Professor und Gesamtleiter der Staatlichen Anstalt für Bienenzucht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1937&#039;&#039;&#039;: Erste Pensionierung, wobei er während des Zweiten Weltkriegs (ab 1942) erneut den Lehrstuhl übernahm, bis er 1948 endgültig in den Ruhestand trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enoch Zander verstarb 1957 in Erlangen und wurde auf eigenen Wunsch in seiner mecklenburgischen Heimat Waren (Müritz) beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche und imkerliche Leistungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entdeckung von Nosema apis ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1909 gelang Zander die Identifizierung des Erregers der „Ma DISEASE“ (Nosemose), eines einzelligen Parasiten, den er als &#039;&#039;Nosema apis&#039;&#039; beschrieb. Diese Entdeckung war ein Meilenstein in der Erforschung und Bekämpfung von Bienenkrankheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Melissopalynologie (Pollenanalyse) ===&lt;br /&gt;
Zander gilt als Begründer der modernen Pollenanalyse zur Bestimmung der Herkunft von Honig. Er untersuchte die Pollenzusammensetzung in Honigen weltweit und schuf mit seinen mehrbändigen „Beiträgen zur Herkunftsbestimmung bei Honig“ das wissenschaftliche Fundament für die Qualitätskontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchterisches Engagement und Bienenbehausung ===&lt;br /&gt;
Zander setzte sich intensiv für die Förderung der heimischen Bienenzucht ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zanderbeute&#039;&#039;&#039;: Gemeinsam mit dem Imker Johann Merz konstruierte er eine Magazinbeute (die Zanderbeute), die durch ihre einfache Handhabung und das nach oben zu öffnende System die Imkerei revolutionierte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Königinnenzucht&#039;&#039;&#039;: Er systematisierte die Zuchtverfahren und förderte die Einrichtung von Reinzuchtbelegstellen, wie etwa die Belegstelle „Ohrwaschl“. Sein Werk „Die Zucht der Biene“ war für Generationen von Züchtern maßgeblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Für seine Verdienste erhielt Zander zahlreiche hohe Auszeichnungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wahl in die &#039;&#039;&#039;Leopoldina&#039;&#039;&#039; (1935).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft&#039;&#039;&#039; (1943).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Großes Bundesverdienstkreuz&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Ernennung zum &#039;&#039;&#039;Ehrenimkermeister&#039;&#039;&#039; des Deutschen Imkerbundes.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Zander-Medaille&#039;&#039;&#039;, die seit 1964 vom Landesverband Bayerischer Imker verliehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Zander verfasste über 500 wissenschaftliche und praktische Schriften:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Handbuch der Bienenkunde in Einzeldarstellungen&#039;&#039; (7 Bände, 1910–1930).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Beiträge zur Herkunftsbestimmung bei Honig&#039;&#039; (5 Bände, 1935–1951).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zeitgemäße Bienenzucht&#039;&#039; (Heftreihe, ab 1917).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Aufbau der deutschen Königinnenzucht&#039;&#039; (1935).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;: Grewolls, Grete: &#039;&#039;Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern?&#039;&#039; Ein Personenlexikon. Edition Temmen, Bremen 1995, S. 480.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Literatur von und über Enoch Zander im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.&lt;br /&gt;
* Enoch Zander - Wikipedia (Deutsch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Kai-Michael_Engfer&amp;diff=176</id>
		<title>Kai-Michael Engfer</title>
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		<updated>2026-05-12T18:58:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Bild&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kai-Michael Engfer.jpg|mini|Kai-Michael Engfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kai-Michael Engfer =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kai-Michael Engfer&#039;&#039;&#039; (* 21. Mai 1965 in Ratzeburg, Schleswig-Holstein) ist ein deutscher Imker, Kameramann, Naturschützer, YouTuber und Autor. Er gilt als Pionier bei der Wiederansiedlung und Erhaltung der Dunklen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;) in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Engfer legte sein Abitur in Kiel ab. Seinen Zivildienst absolvierte er bei der Deutschen Umwelthilfe in der Landesgeschäftsstelle Kiel. Dort unterstützte er den Landesgeschäftsführer Hinrich Goos bei der Koordination verschiedener Naturschutzprojekte des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), wie beispielsweise der Initiative „Mehr Natur in Dorf und Stadt“, und war in der praktischen Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein anschließendes Studium der Verwaltungswissenschaften an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz schloss er als Diplom-Verwaltungswirt (FH) bzw. Bachelor of Arts (B.A.) – Public Administration ab. Seitdem ist er hauptberuflich in der öffentlichen Verwaltung tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in der Imkerei und im Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Engfer ist seit 1979 kontinuierlich als Imker aktiv. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Erforschung und dem Erhalt der heimischen Dunklen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;), einer Unterart der Westlichen Honigbiene, die in Deutschland seit den frühen 1950er-Jahren als weitestgehend verdrängt oder ausgerottet galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement für die Dunkle Biene ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1983 führte Engfer erstmals wieder Exemplare der Dunklen Biene nach Deutschland ein, um eine Zuchtbasis aufzubauen. Er gründete die Gemeinschaft zum Erhalt der Dunklen Biene e.V. (GEDB) und initiierte damit eine koordinierte Erhaltungszucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bekanntheit in Fachkreisen erlangte er durch seine Arbeit zur morphometrischen Bestimmung von Bienenrassen. Er trug wesentlich zur Etablierung von Messverfahren wie dem Hantelindex bei, um die Reinheit von Beständen der &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039; nachzuweisen. Seine Erkenntnisse und Methoden wurden unter anderem in Online-Enzyklopädien und Fachmedien rezipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistische Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Seit 1996 betreibt Engfer das „Imkerforum Nordbiene“, das sich zur zentralen deutschsprachigen Plattform für den Austausch über die Dunkle Biene entwickelte. Er veröffentlicht regelmäßig Fachartikel in nationalen und internationalen Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tätigkeit als Autor betreibt er einen YouTube-Kanal, auf dem er imkerliches Wissen und Themen des Naturschutzes dokumentiert. Als Kameramann verbindet er seine mediale Arbeit mit der Dokumentation von Naturthemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zurück zur Dunkle Biene. Fachartikel in den Zeitschriften &amp;quot;die biene&amp;quot;, März 1993 und &amp;quot;Imkerfreund&amp;quot; April 1993.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Dunklen Bienen fliegen wieder.&#039;&#039; In: Spektrum der Wissenschaft / Spektrum.de.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Dunkle Biene in Deutschland.&#039;&#039; Fachartikel zur Geschichte und Wiedereinführung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Tmavá včela Německo.&#039;&#039; (Die Dunkle Biene in Deutschland). In: &#039;&#039;Moderní včelař&#039;&#039; (tschechisches Fachmagazin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nordbiene.de – Die Dunkle Biene Apis mellifera mellifera https://www.nordbiene.de&lt;br /&gt;
* Autorenprofil bei modernivcelar.eu https://www.modernivcelar.eu/autor/1666&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Datei:Kai-Michael Engfer.jpg</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kai-Michael Engfer&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Kai-Michael Engfer =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kai-Michael Engfer&#039;&#039;&#039; (* 21. Mai 1965 in Ratzeburg, Schleswig-Holstein) ist ein deutscher Imker, Kameramann, Naturschützer, YouTuber und Autor. Er gilt als Pionier bei der Wiederansiedlung und Erhaltung der Dunklen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;) in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Engfer legte sein Abitur in Kiel ab. Seinen Zivildienst absolvierte er bei der Deutschen Umwelthilfe in der Landesgeschäftsstelle Kiel. Dort unterstützte er den Landesgeschäftsführer Hinrich Goos bei der Koordination verschiedener Naturschutzprojekte des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), wie beispielsweise der Initiative „Mehr Natur in Dorf und Stadt“, und war in der praktischen Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein anschließendes Studium der Verwaltungswissenschaften an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz schloss er als Diplom-Verwaltungswirt (FH) bzw. Bachelor of Arts (B.A.) – Public Administration ab. Seitdem ist er hauptberuflich in der öffentlichen Verwaltung tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in der Imkerei und im Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Engfer ist seit 1979 kontinuierlich als Imker aktiv. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Erforschung und dem Erhalt der heimischen Dunklen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;), einer Unterart der Westlichen Honigbiene, die in Deutschland seit den frühen 1950er-Jahren als weitestgehend verdrängt oder ausgerottet galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement für die Dunkle Biene ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1983 führte Engfer erstmals wieder Exemplare der Dunklen Biene nach Deutschland ein, um eine Zuchtbasis aufzubauen. Er gründete die Gemeinschaft zum Erhalt der Dunklen Biene e.V. (GEDB) und initiierte damit eine koordinierte Erhaltungszucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bekanntheit in Fachkreisen erlangte er durch seine Arbeit zur morphometrischen Bestimmung von Bienenrassen. Er trug wesentlich zur Etablierung von Messverfahren wie dem Hantelindex bei, um die Reinheit von Beständen der &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039; nachzuweisen. Seine Erkenntnisse und Methoden wurden unter anderem in Online-Enzyklopädien und Fachmedien rezipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistische Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Seit 1996 betreibt Engfer das „Imkerforum Nordbiene“, das sich zur zentralen deutschsprachigen Plattform für den Austausch über die Dunkle Biene entwickelte. Er veröffentlicht regelmäßig Fachartikel in nationalen und internationalen Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tätigkeit als Autor betreibt er einen YouTube-Kanal, auf dem er imkerliches Wissen und Themen des Naturschutzes dokumentiert. Als Kameramann verbindet er seine mediale Arbeit mit der Dokumentation von Naturthemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zurück zur Dunkle Biene. Fachartikel in den Zeitschriften &amp;quot;die biene&amp;quot;, März 1993 und &amp;quot;Imkerfreund&amp;quot; April 1993.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Dunklen Bienen fliegen wieder.&#039;&#039; In: Spektrum der Wissenschaft / Spektrum.de.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Dunkle Biene in Deutschland.&#039;&#039; Fachartikel zur Geschichte und Wiedereinführung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Tmavá včela Německo.&#039;&#039; (Die Dunkle Biene in Deutschland). In: &#039;&#039;Moderní včelař&#039;&#039; (tschechisches Fachmagazin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nordbiene.de – Die Dunkle Biene Apis mellifera mellifera https://www.nordbiene.de&lt;br /&gt;
* Autorenprofil bei modernivcelar.eu https://www.modernivcelar.eu/autor/1666&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Kai-Michael_Engfer&amp;diff=173</id>
		<title>Kai-Michael Engfer</title>
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		<updated>2026-05-12T17:07:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Kai-Michael Engfer =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kai-Michael Engfer&#039;&#039;&#039; (* 21. Mai 1965 in Ratzeburg, Schleswig-Holstein) ist ein deutscher Imker, Kameramann, Naturschützer, YouTuber und Autor. Er gilt als Pionier bei der Wiederansiedlung und Erhaltung der Dunklen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;) in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Engfer legte sein Abitur in Kiel ab. Seinen Zivildienst absolvierte er bei der Deutschen Umwelthilfe in der Landesgeschäftsstelle Kiel. Dort unterstützte er den Landesgeschäftsführer Hinrich Goos bei der Koordination verschiedener Naturschutzprojekte des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), wie beispielsweise der Initiative „Mehr Natur in Dorf und Stadt“, und war in der praktischen Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein anschließendes Studium der Verwaltungswissenschaften an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz schloss er als Diplom-Verwaltungswirt (FH) bzw. Bachelor of Arts (B.A.) – Public Administration ab. Seitdem ist er hauptberuflich in der öffentlichen Verwaltung tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in der Imkerei und im Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Engfer ist seit 1979 kontinuierlich als Imker aktiv. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Erforschung und dem Erhalt der heimischen Dunklen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;), einer Unterart der Westlichen Honigbiene, die in Deutschland seit den frühen 1950er-Jahren als weitestgehend verdrängt oder ausgerottet galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement für die Dunkle Biene ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1983 führte Engfer erstmals wieder Exemplare der Dunklen Biene nach Deutschland ein, um eine Zuchtbasis aufzubauen. Er gründete die Gemeinschaft zum Erhalt der Dunklen Biene (GEDB) und initiierte damit eine koordinierte Erhaltungszucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bekanntheit in Fachkreisen erlangte er durch seine Arbeit zur morphometrischen Bestimmung von Bienenrassen. Er trug wesentlich zur Etablierung von Messverfahren wie dem Hantelindex bei, um die Reinheit von Beständen der &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039; nachzuweisen. Seine Erkenntnisse und Methoden wurden unter anderem in Online-Enzyklopädien und Fachmedien rezipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistische Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Seit 1996 betreibt Engfer das „Imkerforum Nordbiene“, das sich zur zentralen deutschsprachigen Plattform für den Austausch über die Dunkle Biene entwickelte. Er veröffentlicht regelmäßig Fachartikel in nationalen und internationalen Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tätigkeit als Autor betreibt er einen YouTube-Kanal, auf dem er imkerliches Wissen und Themen des Naturschutzes dokumentiert. Als Kameramann verbindet er seine mediale Arbeit mit der Dokumentation von Naturthemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zurück zur Dunkle Biene. Fachartikel in den Zeitschriften &amp;quot;die biene&amp;quot;, März 1993 und &amp;quot;Imkerfreund&amp;quot; April 1993.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Dunklen Bienen fliegen wieder.&#039;&#039; In: Spektrum der Wissenschaft / Spektrum.de.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Dunkle Biene in Deutschland.&#039;&#039; Fachartikel zur Geschichte und Wiedereinführung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Tmavá včela Německo.&#039;&#039; (Die Dunkle Biene in Deutschland). In: &#039;&#039;Moderní včelař&#039;&#039; (tschechisches Fachmagazin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nordbiene.de – Die Dunkle Biene Apis mellifera mellifera https://www.nordbiene.de&lt;br /&gt;
* Autorenprofil bei modernivcelar.eu https://www.modernivcelar.eu/autor/1666&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera&amp;diff=172</id>
		<title>Apis mellifera</title>
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		<updated>2026-05-11T21:55:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis mellifera Arbeiterin.jpg|mini|Apis mellifera. Arbeiterin.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Westliche Honigbiene (Apis mellifera, Linnaeus 1758) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Westliche Honigbiene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Europäische Honigbiene&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine staatenbildende Art aus der Gattung der [[Honigbienen]] (&#039;&#039;[[Apis]]&#039;&#039;). Sie ist die für die europäische [[Imkerei]] wirtschaftlich bedeutendste Bienenart und weltweit verbreitet. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst Europa, Afrika und Vorderasien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1758 durch &#039;&#039;&#039;[[Carl von Linné]]&#039;&#039;&#039; in seinem Werk &#039;&#039;Systema Naturae&#039;&#039;. Er wählte das Epitheton &#039;&#039;mellifera&#039;&#039; (lateinisch für „honigtragend“). Später erkannte Linné, dass Bienen den [[Honig]] nicht „tragen“, sondern aus Nektar herstellen, und wollte den Namen in &#039;&#039;Apis mellifica&#039;&#039; („honigbereitend“) ändern. Nach den Regeln der zoologischen Nomenklatur hat jedoch der zuerst publizierte Name Vorrang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Herkunft ==&lt;br /&gt;
Die Evolution der Gattung &#039;&#039;Apis&#039;&#039; reicht etwa 30 Millionen Jahre zurück. Die Trennung zwischen der Westlichen Honigbiene (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;) und ihrer nächsten Verwandten, der [[Östliche Honigbiene|Östlichen Honigbiene]] (&#039;&#039;[[Apis cerana]]&#039;&#039;), erfolgte vor etwa 2 bis 3 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genetische Linien und Haplotypen ===&lt;br /&gt;
Neuere genetische Untersuchungen der mitochondrialen DNA (mtDNA) haben gezeigt, dass sich &#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039; in verschiedene evolutionäre Linien unterteilen lässt. Man unterscheidet heute primär fünf Hauptlinien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M-Linie ([[Mellifera-Linie]]):&#039;&#039;&#039; West- und Nordeuropa (u. a. die [[Dunkle Biene]] &#039;&#039;[[Apis mellifera mellifera|A. m. mellifera]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;C-Linie ([[Carnica-Linie]]):&#039;&#039;&#039; Südosteuropa und Italien (u. a. &#039;&#039;[[Apis mellifera carnica|A. m. carnica]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Apis mellifera ligustica|A. m. ligustica]])&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;A-Linie ([[Afrikanische Linie]]):&#039;&#039;&#039; Ganz Afrika.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O-Linie ([[Orientalische Linie]]):&#039;&#039;&#039; Vorderasien und Kaukasus.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Y-Linie]]:&#039;&#039;&#039; Äthiopien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit wurde vermutet, die Art stamme aus Afrika. Neuere genomische Studien (u. a. Wallberg et al., 2014) deuten jedoch auf einen Ursprung in Asien hin, von wo aus sie in zwei Migrationswellen Afrika und Europa besiedelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Westlichen Honigbiene ist das größte aller Honigbienen-Arten. Es erstreckt sich von Südskandinavien im Norden bis zum Kap der Guten Hoffnung im Süden und von den Azoren im Westen bis in den zentralasiatischen Raum im Osten. Durch den Menschen wurde sie seit dem 17. Jahrhundert weltweit verschleppt und ist heute auf allen Kontinenten außer der Antarktis zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Aussehen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039; ist eine mittelgroße Biene mit einer Körperlänge von 12 bis 15 mm (Arbeiterinnen). Drohnen und Königinnen sind deutlich größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Morphologie:&#039;&#039;&#039; Der Körper ist behaart, wobei die Färbung je nach Unterart von tiefschwarz (M-Linie) bis hellgelb (Ligurische Biene) variieren kann.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Spezialisierungen:&#039;&#039;&#039; Die Hinterbeine der Arbeiterinnen sind zu „Pollenkörbchen“ umgeformt. Die Mundwerkzeuge sind als leckend-saugende Apparate ausgebildet, mit einem Rüssel von 5,5 bis 7 mm Länge.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Unterscheidungsmerkmale:&#039;&#039;&#039; Wichtige morphometrische Merkmale zur Bestimmung der Unterarten sind der &#039;&#039;&#039;[[Cubitalindex]]&#039;&#039;&#039; (Flügelgeäder), die Rüssellänge und die [[Filzbinden]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;breite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit der [[Östliche Honigbiene|Östlichen Honigbiene]] (&#039;&#039;[[Apis cerana]]&#039;&#039;) ==&lt;br /&gt;
Die Westliche Honigbiene unterscheidet sich in mehreren Punkten von der asiatischen Schwesterart &#039;&#039;Apis cerana&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Merkmal&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Apis cerana&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Körpergröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Größer (Arbeiterin ca. 12–15 mm)&lt;br /&gt;
|Kleiner (Arbeiterin ca. 10–12 mm)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Volksstärke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Sehr groß (bis zu 50.000 Bienen)&lt;br /&gt;
|Kleiner (meist unter 10.000 Bienen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Nistweise&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Bevorzugt große Baumhöhlen&lt;br /&gt;
|Kleinere Hohlräume&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Varroatoleranz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Gering (ursprünglicher Wirt fehlt)&lt;br /&gt;
|Hoch (natürliche Putzmechanismen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Verteidigung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Aggressiver gegen große Feinde&lt;br /&gt;
|„Heat-balling“ gegen Hornissen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Westliche Honigbiene lebt in hochkomplexen, mehrjährigen Staaten (Eusozialität).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Winterfestigkeit:&#039;&#039;&#039; Im Gegensatz zu tropischen Bienenarten bildet &#039;&#039;A. mellifera&#039;&#039; eine Wintertraube, um die Königin bei konstanten Temperaturen (ca. 25–35 °C) zu überwintern.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Sanftmut und Ertrag:&#039;&#039;&#039; Viele europäische Unterarten wurden auf hohen Honigertrag und Sanftmut gezüchtet.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Nestbau:&#039;&#039;&#039; Die Waben werden vertikal aus reinem Bienenwachs errichtet, das in speziellen Wachsdrüsen am Abdomen der Arbeiterinnen produziert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung und Schutz ==&lt;br /&gt;
Während die domestizierten Völker durch die Imkerei weit verbreitet sind, sind wildlebende Honigbienenvölker in Europa fast vollständig verschwunden. Hauptursachen sind die eingeführte &#039;&#039;&#039;[[Varroa-Milbe]]&#039;&#039;&#039;, Pestizideinsatz in der Landwirtschaft und der Verlust an natürlichen Nistplätzen. Bemühungen zum Schutz der ursprünglichen Unterarten (wie der Dunklen Biene in Deutschland) werden von Organisationen wie &#039;&#039;Nordbiene&#039;&#039; und verschiedenen Zuchtverbänden vorangetrieben.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen.&#039;&#039; Ehrenwirth, München 1992, ISBN 3-431-03204-6.&lt;br /&gt;
* Jürgen Tautz: &#039;&#039;Phänomen Honigbiene.&#039;&#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8274-1845-6.&lt;br /&gt;
* Wallberg, A. et al. (2014): &#039;&#039;A worldwide survey of genome variation and genetic structure in the honeybee Apis mellifera.&#039;&#039; Nature Genetics 46, 1081–1088.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Carl von Linné: &#039;&#039;Systema Naturae.&#039;&#039; 10. Auflage, 1758.&lt;br /&gt;
* Nordbiene.de: Die Arten der Honigbienen (Abgerufen am 23. Mai 2024). https://www.nordbiene.de/die-arten-der-honigbienen/&lt;br /&gt;
* Nordbiene.de: Unterarten der Honigbiene – Evolutionäre Linien (Abgerufen am 23. Mai 2024). https://www.nordbiene.de/unterarten-der-honigbiene-evolutionaere-linien-haplotyp-mtdna/&lt;br /&gt;
* Wikipedia (EN): Western honey bee (Abgerufen am 23. Mai 2024). https://en.wikipedia.org/wiki/Western_honey_bee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bienenkunde-Portal der Universitäten https://www.uni-hohenheim.de&lt;br /&gt;
* Informationen des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.) https://deutscherimkerbund.de&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=171</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=171"/>
		<updated>2026-05-11T21:51:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Wabe mit Honigbienen.jpg|mini|Wabe mit Honigbienen &#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera&amp;diff=170</id>
		<title>Apis mellifera</title>
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		<updated>2026-05-11T19:57:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Interne Links&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis mellifera Arbeiterin.jpg|mini|Apis mellifera. Arbeiterin.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Westliche Honigbiene =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Westliche Honigbiene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Europäische Honigbiene&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine staatenbildende Art aus der Gattung der [[Honigbienen]] (&#039;&#039;[[Apis]]&#039;&#039;). Sie ist die für die europäische [[Imkerei]] wirtschaftlich bedeutendste Bienenart und weltweit verbreitet. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst Europa, Afrika und Vorderasien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1758 durch &#039;&#039;&#039;[[Carl von Linné]]&#039;&#039;&#039; in seinem Werk &#039;&#039;Systema Naturae&#039;&#039;. Er wählte das Epitheton &#039;&#039;mellifera&#039;&#039; (lateinisch für „honigtragend“). Später erkannte Linné, dass Bienen den [[Honig]] nicht „tragen“, sondern aus Nektar herstellen, und wollte den Namen in &#039;&#039;Apis mellifica&#039;&#039; („honigbereitend“) ändern. Nach den Regeln der zoologischen Nomenklatur hat jedoch der zuerst publizierte Name Vorrang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Herkunft ==&lt;br /&gt;
Die Evolution der Gattung &#039;&#039;Apis&#039;&#039; reicht etwa 30 Millionen Jahre zurück. Die Trennung zwischen der Westlichen Honigbiene (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;) und ihrer nächsten Verwandten, der [[Östliche Honigbiene|Östlichen Honigbiene]] (&#039;&#039;[[Apis cerana]]&#039;&#039;), erfolgte vor etwa 2 bis 3 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genetische Linien und Haplotypen ===&lt;br /&gt;
Neuere genetische Untersuchungen der mitochondrialen DNA (mtDNA) haben gezeigt, dass sich &#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039; in verschiedene evolutionäre Linien unterteilen lässt. Man unterscheidet heute primär fünf Hauptlinien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M-Linie ([[Mellifera-Linie]]):&#039;&#039;&#039; West- und Nordeuropa (u. a. die [[Dunkle Biene]] &#039;&#039;[[Apis mellifera mellifera|A. m. mellifera]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;C-Linie ([[Carnica-Linie]]):&#039;&#039;&#039; Südosteuropa und Italien (u. a. &#039;&#039;[[Apis mellifera carnica|A. m. carnica]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Apis mellifera ligustica|A. m. ligustica]])&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;A-Linie ([[Afrikanische Linie]]):&#039;&#039;&#039; Ganz Afrika.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O-Linie ([[Orientalische Linie]]):&#039;&#039;&#039; Vorderasien und Kaukasus.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Y-Linie]]:&#039;&#039;&#039; Äthiopien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit wurde vermutet, die Art stamme aus Afrika. Neuere genomische Studien (u. a. Wallberg et al., 2014) deuten jedoch auf einen Ursprung in Asien hin, von wo aus sie in zwei Migrationswellen Afrika und Europa besiedelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Westlichen Honigbiene ist das größte aller Honigbienen-Arten. Es erstreckt sich von Südskandinavien im Norden bis zum Kap der Guten Hoffnung im Süden und von den Azoren im Westen bis in den zentralasiatischen Raum im Osten. Durch den Menschen wurde sie seit dem 17. Jahrhundert weltweit verschleppt und ist heute auf allen Kontinenten außer der Antarktis zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Aussehen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039; ist eine mittelgroße Biene mit einer Körperlänge von 12 bis 15 mm (Arbeiterinnen). Drohnen und Königinnen sind deutlich größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Morphologie:&#039;&#039;&#039; Der Körper ist behaart, wobei die Färbung je nach Unterart von tiefschwarz (M-Linie) bis hellgelb (Ligurische Biene) variieren kann.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Spezialisierungen:&#039;&#039;&#039; Die Hinterbeine der Arbeiterinnen sind zu „Pollenkörbchen“ umgeformt. Die Mundwerkzeuge sind als leckend-saugende Apparate ausgebildet, mit einem Rüssel von 5,5 bis 7 mm Länge.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Unterscheidungsmerkmale:&#039;&#039;&#039; Wichtige morphometrische Merkmale zur Bestimmung der Unterarten sind der &#039;&#039;&#039;[[Cubitalindex]]&#039;&#039;&#039; (Flügelgeäder), die Rüssellänge und die [[Filzbinden]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;breite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit der [[Östliche Honigbiene|Östlichen Honigbiene]] (&#039;&#039;[[Apis cerana]]&#039;&#039;) ==&lt;br /&gt;
Die Westliche Honigbiene unterscheidet sich in mehreren Punkten von der asiatischen Schwesterart &#039;&#039;Apis cerana&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Merkmal&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Apis cerana&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Körpergröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Größer (Arbeiterin ca. 12–15 mm)&lt;br /&gt;
|Kleiner (Arbeiterin ca. 10–12 mm)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Volksstärke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Sehr groß (bis zu 50.000 Bienen)&lt;br /&gt;
|Kleiner (meist unter 10.000 Bienen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Nistweise&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Bevorzugt große Baumhöhlen&lt;br /&gt;
|Kleinere Hohlräume&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Varroatoleranz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Gering (ursprünglicher Wirt fehlt)&lt;br /&gt;
|Hoch (natürliche Putzmechanismen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Verteidigung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Aggressiver gegen große Feinde&lt;br /&gt;
|„Heat-balling“ gegen Hornissen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Westliche Honigbiene lebt in hochkomplexen, mehrjährigen Staaten (Eusozialität).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Winterfestigkeit:&#039;&#039;&#039; Im Gegensatz zu tropischen Bienenarten bildet &#039;&#039;A. mellifera&#039;&#039; eine Wintertraube, um die Königin bei konstanten Temperaturen (ca. 25–35 °C) zu überwintern.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Sanftmut und Ertrag:&#039;&#039;&#039; Viele europäische Unterarten wurden auf hohen Honigertrag und Sanftmut gezüchtet.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Nestbau:&#039;&#039;&#039; Die Waben werden vertikal aus reinem Bienenwachs errichtet, das in speziellen Wachsdrüsen am Abdomen der Arbeiterinnen produziert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung und Schutz ==&lt;br /&gt;
Während die domestizierten Völker durch die Imkerei weit verbreitet sind, sind wildlebende Honigbienenvölker in Europa fast vollständig verschwunden. Hauptursachen sind die eingeführte &#039;&#039;&#039;[[Varroa-Milbe]]&#039;&#039;&#039;, Pestizideinsatz in der Landwirtschaft und der Verlust an natürlichen Nistplätzen. Bemühungen zum Schutz der ursprünglichen Unterarten (wie der Dunklen Biene in Deutschland) werden von Organisationen wie &#039;&#039;Nordbiene&#039;&#039; und verschiedenen Zuchtverbänden vorangetrieben.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen.&#039;&#039; Ehrenwirth, München 1992, ISBN 3-431-03204-6.&lt;br /&gt;
* Jürgen Tautz: &#039;&#039;Phänomen Honigbiene.&#039;&#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8274-1845-6.&lt;br /&gt;
* Wallberg, A. et al. (2014): &#039;&#039;A worldwide survey of genome variation and genetic structure in the honeybee Apis mellifera.&#039;&#039; Nature Genetics 46, 1081–1088.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Carl von Linné: &#039;&#039;Systema Naturae.&#039;&#039; 10. Auflage, 1758.&lt;br /&gt;
* Nordbiene.de: Die Arten der Honigbienen (Abgerufen am 23. Mai 2024). https://www.nordbiene.de/die-arten-der-honigbienen/&lt;br /&gt;
* Nordbiene.de: Unterarten der Honigbiene – Evolutionäre Linien (Abgerufen am 23. Mai 2024). https://www.nordbiene.de/unterarten-der-honigbiene-evolutionaere-linien-haplotyp-mtdna/&lt;br /&gt;
* Wikipedia (EN): Western honey bee (Abgerufen am 23. Mai 2024). https://en.wikipedia.org/wiki/Western_honey_bee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bienenkunde-Portal der Universitäten https://www.uni-hohenheim.de&lt;br /&gt;
* Informationen des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.) https://deutscherimkerbund.de&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera&amp;diff=169</id>
		<title>Apis mellifera</title>
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		<updated>2026-05-11T19:49:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Kategorien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis mellifera Arbeiterin.jpg|mini|Apis mellifera. Arbeiterin.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Westliche Honigbiene =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Westliche Honigbiene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Europäische Honigbiene&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine staatenbildende Art aus der Gattung der Honigbienen (&#039;&#039;Apis&#039;&#039;). Sie ist die für die europäische Imkerei wirtschaftlich bedeutendste Bienenart und weltweit verbreitet. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst Europa, Afrika und Vorderasien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1758 durch &#039;&#039;&#039;Carl von Linné&#039;&#039;&#039; in seinem Werk &#039;&#039;Systema Naturae&#039;&#039;. Er wählte das Epitheton &#039;&#039;mellifera&#039;&#039; (lateinisch für „honigtragend“). Später erkannte Linné, dass Bienen den Honig nicht „tragen“, sondern aus Nektar herstellen, und wollte den Namen in &#039;&#039;Apis mellifica&#039;&#039; („honigbereitend“) ändern. Nach den Regeln der zoologischen Nomenklatur hat jedoch der zuerst publizierte Name Vorrang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Herkunft ==&lt;br /&gt;
Die Evolution der Gattung &#039;&#039;Apis&#039;&#039; reicht etwa 30 Millionen Jahre zurück. Die Trennung zwischen der Westlichen Honigbiene (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;) und ihrer nächsten Verwandten, der Östlichen Honigbiene (&#039;&#039;Apis cerana&#039;&#039;), erfolgte vor etwa 2 bis 3 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genetische Linien und Haplotypen ===&lt;br /&gt;
Neuere genetische Untersuchungen der mitochondrialen DNA (mtDNA) haben gezeigt, dass sich &#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039; in verschiedene evolutionäre Linien unterteilen lässt. Man unterscheidet heute primär fünf Hauptlinien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M-Linie (Mellifera-Linie):&#039;&#039;&#039; West- und Nordeuropa (u. a. die Dunkle Biene &#039;&#039;A. m. mellifera&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;C-Linie (Carnica-Linie):&#039;&#039;&#039; Südosteuropa und Italien (u. a. &#039;&#039;A. m. carnica&#039;&#039; und &#039;&#039;A. m. ligustica&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;A-Linie (Afrikanische Linie):&#039;&#039;&#039; Ganz Afrika.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O-Linie (Orientalische Linie):&#039;&#039;&#039; Vorderasien und Kaukasus.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Y-Linie:&#039;&#039;&#039; Äthiopien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit wurde vermutet, die Art stamme aus Afrika. Neuere genomische Studien (u. a. Wallberg et al., 2014) deuten jedoch auf einen Ursprung in Asien hin, von wo aus sie in zwei Migrationswellen Afrika und Europa besiedelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Westlichen Honigbiene ist das größte aller Honigbienen-Arten. Es erstreckt sich von Südskandinavien im Norden bis zum Kap der Guten Hoffnung im Süden und von den Azoren im Westen bis in den zentralasiatischen Raum im Osten. Durch den Menschen wurde sie seit dem 17. Jahrhundert weltweit verschleppt und ist heute auf allen Kontinenten außer der Antarktis zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Aussehen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039; ist eine mittelgroße Biene mit einer Körperlänge von 12 bis 15 mm (Arbeiterinnen). Drohnen und Königinnen sind deutlich größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Morphologie:&#039;&#039;&#039; Der Körper ist behaart, wobei die Färbung je nach Unterart von tiefschwarz (M-Linie) bis hellgelb (Ligurische Biene) variieren kann.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Spezialisierungen:&#039;&#039;&#039; Die Hinterbeine der Arbeiterinnen sind zu „Pollenkörbchen“ umgeformt. Die Mundwerkzeuge sind als leckend-saugende Apparate ausgebildet, mit einem Rüssel von 5,5 bis 7 mm Länge.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Unterscheidungsmerkmale:&#039;&#039;&#039; Wichtige morphometrische Merkmale zur Bestimmung der Unterarten sind der &#039;&#039;&#039;Cubitalindex&#039;&#039;&#039; (Flügelgeäder), die Rüssellänge und die Filzbindenbreite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit der Östlichen Honigbiene (&#039;&#039;Apis cerana&#039;&#039;) ==&lt;br /&gt;
Die Westliche Honigbiene unterscheidet sich in mehreren Punkten von der asiatischen Schwesterart &#039;&#039;Apis cerana&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Merkmal&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Apis cerana&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Körpergröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Größer (Arbeiterin ca. 12–15 mm)&lt;br /&gt;
|Kleiner (Arbeiterin ca. 10–12 mm)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Volksstärke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Sehr groß (bis zu 50.000 Bienen)&lt;br /&gt;
|Kleiner (meist unter 10.000 Bienen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Nistweise&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Bevorzugt große Baumhöhlen&lt;br /&gt;
|Kleinere Hohlräume&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Varroatoleranz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Gering (ursprünglicher Wirt fehlt)&lt;br /&gt;
|Hoch (natürliche Putzmechanismen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Verteidigung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Aggressiver gegen große Feinde&lt;br /&gt;
|„Heat-balling“ gegen Hornissen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Westliche Honigbiene lebt in hochkomplexen, mehrjährigen Staaten (Eusozialität).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Winterfestigkeit:&#039;&#039;&#039; Im Gegensatz zu tropischen Bienenarten bildet &#039;&#039;A. mellifera&#039;&#039; eine Wintertraube, um die Königin bei konstanten Temperaturen (ca. 25–35 °C) zu überwintern.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Sanftmut und Ertrag:&#039;&#039;&#039; Viele europäische Unterarten wurden auf hohen Honigertrag und Sanftmut gezüchtet.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Nestbau:&#039;&#039;&#039; Die Waben werden vertikal aus reinem Bienenwachs errichtet, das in speziellen Wachsdrüsen am Abdomen der Arbeiterinnen produziert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung und Schutz ==&lt;br /&gt;
Während die domestizierten Völker durch die Imkerei weit verbreitet sind, sind wildlebende Honigbienenvölker in Europa fast vollständig verschwunden. Hauptursachen sind die eingeführte &#039;&#039;&#039;Varroa-Milbe&#039;&#039;&#039;, Pestizideinsatz in der Landwirtschaft und der Verlust an natürlichen Nistplätzen. Bemühungen zum Schutz der ursprünglichen Unterarten (wie der Dunklen Biene in Deutschland) werden von Organisationen wie &#039;&#039;Nordbiene&#039;&#039; und verschiedenen Zuchtverbänden vorangetrieben.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen.&#039;&#039; Ehrenwirth, München 1992, ISBN 3-431-03204-6.&lt;br /&gt;
* Jürgen Tautz: &#039;&#039;Phänomen Honigbiene.&#039;&#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8274-1845-6.&lt;br /&gt;
* Wallberg, A. et al. (2014): &#039;&#039;A worldwide survey of genome variation and genetic structure in the honeybee Apis mellifera.&#039;&#039; Nature Genetics 46, 1081–1088.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Carl von Linné: &#039;&#039;Systema Naturae.&#039;&#039; 10. Auflage, 1758.&lt;br /&gt;
* Nordbiene.de: Die Arten der Honigbienen (Abgerufen am 23. Mai 2024). https://www.nordbiene.de/die-arten-der-honigbienen/&lt;br /&gt;
* Nordbiene.de: Unterarten der Honigbiene – Evolutionäre Linien (Abgerufen am 23. Mai 2024). https://www.nordbiene.de/unterarten-der-honigbiene-evolutionaere-linien-haplotyp-mtdna/&lt;br /&gt;
* Wikipedia (EN): Western honey bee (Abgerufen am 23. Mai 2024). https://en.wikipedia.org/wiki/Western_honey_bee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bienenkunde-Portal der Universitäten https://www.uni-hohenheim.de&lt;br /&gt;
* Informationen des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.) https://deutscherimkerbund.de&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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