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	<title>Bienen-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=139</id>
		<title>Apis mellifera siciliana</title>
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		<updated>2026-04-29T17:19:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis-mellifera-siciliana-1.jpg|mini|Sizilianische Biene, Apis mellifera siciliana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vergleich Sicula Mellifera.jpg|mini|Siciliana-Biene (links), daneben mitteleuropäische Biene]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Sizilianische Biene Apis mellifera siciliana (Dalla Torre, 1896) =&lt;br /&gt;
[[Datei:Apis-mellifera-siciliana-2.jpg|mini|Sizilianische Biene, Apis mellifera siciliana]]&lt;br /&gt;
Die dunkle &#039;&#039;&#039;Sizilianische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039;, oft auch unpräzise als &#039;&#039;[[Apis mellifera sicula]]&#039;&#039; oder [[Sicula-Biene]] bezeichnet) ist eine endemische Unterart der Westlichen Honigbiene. Sie ist auf der italienischen Insel Sizilien und den umliegenden Inseln beheimatet. In ihrer Heimat wird sie oft als &#039;&#039;&#039;Ape Nera Sicula&#039;&#039;&#039; (Sizilianische Schwarze Biene) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Benennung ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich wurde die Unterart erstmals 1896 von Dalla Torre als &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; beschrieben. Die häufig anzutreffende Bezeichnung &#039;&#039;Apis mellifera sicula&#039;&#039; (Montagano 1911) gilt heute als Synonym, wird jedoch in der imkerlichen Praxis und in Italien fast ausschließlich verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetisch wird sie der afrikanischen Linie (A-Linie) der Honigbienen zugeordnet. Damit ist sie enger mit der Tellbiene (&#039;&#039;Apis mellifera intermissa&#039;&#039;) aus Nordafrika verwandt als mit der Italienischen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;) des italienischen Festlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasst die gesamte Insel Sizilien. Durch die Einführung ertragsstärkerer Rassen (wie &#039;&#039;A. m. ligustica&#039;&#039;) in den 1970er Jahren wurde die Sizilianische Biene fast vollständig verdrängt und war vom Aussterben bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute findet man reinrassige Bestände vor allem im Westen Siziliens sowie in isolierten Schutzgebieten auf den Äolischen Inseln (insbesondere Alicudi, Filicudi und Vulcano), die als Belegstellen zur Reinerhaltung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Sizilianische Biene zeichnet sich durch folgende äußere Merkmale aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist sehr dunkel bis tiefschwarz, was ihr den Namen „Ape Nera“ (Schwarze Biene) einbrachte. Sie besitzt kaum gelbe Zeichnungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Haare auf den Hinterleibsringen sind sehr kurz, was sie optisch noch dunkler erscheinen lässt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist tendenziell etwas kleiner als die mitteleuropäische &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügel:&#039;&#039;&#039; Die Flügel sind im Vergleich zum Körper eher klein, was eine Anpassung an die starken Winde Siziliens sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; hat sich perfekt an das mediterrane Klima angepasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutrhythmus:&#039;&#039;&#039; Sie besitzt zwei Brutgipfel im Jahr (Frühjahr und Herbst), angepasst an die sizilianischen Blühphasen. Während der extrem heißen und trockenen Sommermonate stellt sie die Bruttätigkeit oft fast vollständig ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resistenz:&#039;&#039;&#039; Ihr wird eine hohe Toleranz gegenüber der Varroamilbe nachgesagt. Zudem zeigt sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten wie der Nosemose.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Trotz ihrer nahen Verwandtschaft zur eher aggressiven Tellbiene gilt die Sizilianische Biene als sehr sanftmütig, was eine Bearbeitung ohne Schutzkleidung oft möglich macht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klimatoleranz:&#039;&#039;&#039; Sie ist extrem hitzebeständig und kann noch bei Temperaturen über 40 °C ausfliegen, wenn andere Bienenrassen die Arbeit einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Wiederentdeckung ==&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre war die Sizilianische Biene die Standardbiene auf der Insel, gehalten in den traditionellen &#039;&#039;Fasceddi&#039;&#039; (horizontalen Rutenkörben). Mit der Modernisierung der Imkerei und dem Import der &#039;&#039;Ligustica&#039;&#039; kam es zur massiven Vermischung und zum Beinahe-Aussterben der ursprünglichen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rettung der Rasse ist eng mit zwei Namen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Mariano Alber:&#039;&#039;&#039; In den 1950er und 60er Jahren warnte der Südtiroler Bienenexperte vor dem Verschwinden der Sicula und legte den Grundstein für die Dokumentation ihrer Besonderheiten.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Carlo Amodeo:&#039;&#039;&#039; Der sizilianische Imker gilt als der wichtigste Retter der Rasse. In den 1980er Jahren fand er in verlassenen Bienenständen im Westen Siziliens die letzten reinrassigen Völker. Er isolierte diese auf den Liparischen Inseln, um eine Verkreuzung zu verhindern, und baute eine systematische Erhaltungszucht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation und Zucht ==&lt;br /&gt;
Heute ist die Sizilianische Biene als &#039;&#039;&#039;Slow Food Presidio&#039;&#039;&#039; geschützt, was ihren kulturellen und ökologischen Wert unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zuchtlinien:&#039;&#039;&#039; Es existieren mehrere stabilisierte Zuchtlinien, die unter der Aufsicht regionaler Institute stehen. Die Zuchtarbeit konzentriert sich auf Honigertrag bei gleichzeitiger Erhaltung der Krankheitsresistenz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wirtschaftliche Bedeutung:&#039;&#039;&#039; Besonders geschätzt wird der Honig von der Sulla (&#039;&#039;Hedysarum coronarium&#039;&#039;), den diese Biene in großen Mengen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Heinrich Friese: &#039;&#039;Die Bienen Europas (Apidae europaeae)&#039;&#039;. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1969 (Nachdruck der Ausgabe 1895–1901).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Nordbiene.de: Die Sizilianische Biene – L&#039;ape nera sicula https://www.nordbiene.de/die-sizilianische-biene-l-ape-nera-sicula-apis-mellifera-sicula/&lt;br /&gt;
# Carlo Amodeo: Ape Presidio Slow Food https://www.amodeocarlo.com/it/ape-presidio-slow-food/&lt;br /&gt;
# Slow Food Foundation for Biodiversity: &#039;&#039;Sicily&#039;s Black Honeybee&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associazione Regionale Apicoltori Siciliani https://www.apicoltorisiciliani.it&lt;br /&gt;
* Nordbiene Video. Die Sizilianische Bienen - ein Bienenwunder https://www.youtube.com/watch?v=-LunhN1AGjE&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=138</id>
		<title>Apis mellifera siciliana</title>
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		<updated>2026-04-29T17:17:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Kategorien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis-mellifera-siciliana-1.jpg|mini|Sizilianische Biene, Apis mellifera siciliana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vergleich Sicula Mellifera.jpg|mini|Siciliana-Biene (links), daneben mitteleuropäische Biene]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Sizilianische Biene Apis mellifera siciliana (Dalla Torre, 1896) =&lt;br /&gt;
[[Datei:Apis-mellifera-siciliana-2.jpg|mini|Sizilianische Biene, Apis mellifera siciliana]]&lt;br /&gt;
Die dunkle &#039;&#039;&#039;Sizilianische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039;, oft auch unpräzise als &#039;&#039;[[Apis mellifera sicula]]&#039;&#039; oder [[Sicula-Biene]] bezeichnet, ist eine endemische Unterart der Westlichen Honigbiene. Sie ist auf der italienischen Insel Sizilien und den umliegenden Inseln beheimatet. In ihrer Heimat wird sie oft als &#039;&#039;&#039;Ape Nera Sicula&#039;&#039;&#039; (Sizilianische Schwarze Biene) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Benennung ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich wurde die Unterart erstmals 1896 von Dalla Torre als &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; beschrieben. Die häufig anzutreffende Bezeichnung &#039;&#039;Apis mellifera sicula&#039;&#039; (Montagano 1911) gilt heute als Synonym, wird jedoch in der imkerlichen Praxis und in Italien fast ausschließlich verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetisch wird sie der afrikanischen Linie (A-Linie) der Honigbienen zugeordnet. Damit ist sie enger mit der Tellbiene (&#039;&#039;Apis mellifera intermissa&#039;&#039;) aus Nordafrika verwandt als mit der Italienischen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;) des italienischen Festlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasst die gesamte Insel Sizilien. Durch die Einführung ertragsstärkerer Rassen (wie &#039;&#039;A. m. ligustica&#039;&#039;) in den 1970er Jahren wurde die Sizilianische Biene fast vollständig verdrängt und war vom Aussterben bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute findet man reinrassige Bestände vor allem im Westen Siziliens sowie in isolierten Schutzgebieten auf den Äolischen Inseln (insbesondere Alicudi, Filicudi und Vulcano), die als Belegstellen zur Reinerhaltung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Sizilianische Biene zeichnet sich durch folgende äußere Merkmale aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist sehr dunkel bis tiefschwarz, was ihr den Namen „Ape Nera“ (Schwarze Biene) einbrachte. Sie besitzt kaum gelbe Zeichnungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Haare auf den Hinterleibsringen sind sehr kurz, was sie optisch noch dunkler erscheinen lässt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist tendenziell etwas kleiner als die mitteleuropäische &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügel:&#039;&#039;&#039; Die Flügel sind im Vergleich zum Körper eher klein, was eine Anpassung an die starken Winde Siziliens sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; hat sich perfekt an das mediterrane Klima angepasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutrhythmus:&#039;&#039;&#039; Sie besitzt zwei Brutgipfel im Jahr (Frühjahr und Herbst), angepasst an die sizilianischen Blühphasen. Während der extrem heißen und trockenen Sommermonate stellt sie die Bruttätigkeit oft fast vollständig ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resistenz:&#039;&#039;&#039; Ihr wird eine hohe Toleranz gegenüber der Varroamilbe nachgesagt. Zudem zeigt sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten wie der Nosemose.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Trotz ihrer nahen Verwandtschaft zur eher aggressiven Tellbiene gilt die Sizilianische Biene als sehr sanftmütig, was eine Bearbeitung ohne Schutzkleidung oft möglich macht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klimatoleranz:&#039;&#039;&#039; Sie ist extrem hitzebeständig und kann noch bei Temperaturen über 40 °C ausfliegen, wenn andere Bienenrassen die Arbeit einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Wiederentdeckung ==&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre war die Sizilianische Biene die Standardbiene auf der Insel, gehalten in den traditionellen &#039;&#039;Fasceddi&#039;&#039; (horizontalen Rutenkörben). Mit der Modernisierung der Imkerei und dem Import der &#039;&#039;Ligustica&#039;&#039; kam es zur massiven Vermischung und zum Beinahe-Aussterben der ursprünglichen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rettung der Rasse ist eng mit zwei Namen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Mariano Alber:&#039;&#039;&#039; In den 1950er und 60er Jahren warnte der Südtiroler Bienenexperte vor dem Verschwinden der Sicula und legte den Grundstein für die Dokumentation ihrer Besonderheiten.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Carlo Amodeo:&#039;&#039;&#039; Der sizilianische Imker gilt als der wichtigste Retter der Rasse. In den 1980er Jahren fand er in verlassenen Bienenständen im Westen Siziliens die letzten reinrassigen Völker. Er isolierte diese auf den Liparischen Inseln, um eine Verkreuzung zu verhindern, und baute eine systematische Erhaltungszucht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation und Zucht ==&lt;br /&gt;
Heute ist die Sizilianische Biene als &#039;&#039;&#039;Slow Food Presidio&#039;&#039;&#039; geschützt, was ihren kulturellen und ökologischen Wert unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zuchtlinien:&#039;&#039;&#039; Es existieren mehrere stabilisierte Zuchtlinien, die unter der Aufsicht regionaler Institute stehen. Die Zuchtarbeit konzentriert sich auf Honigertrag bei gleichzeitiger Erhaltung der Krankheitsresistenz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wirtschaftliche Bedeutung:&#039;&#039;&#039; Besonders geschätzt wird der Honig von der Sulla (&#039;&#039;Hedysarum coronarium&#039;&#039;), den diese Biene in großen Mengen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Heinrich Friese: &#039;&#039;Die Bienen Europas (Apidae europaeae)&#039;&#039;. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1969 (Nachdruck der Ausgabe 1895–1901).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Nordbiene.de: Die Sizilianische Biene – L&#039;ape nera sicula https://www.nordbiene.de/die-sizilianische-biene-l-ape-nera-sicula-apis-mellifera-sicula/&lt;br /&gt;
# Carlo Amodeo: Ape Presidio Slow Food https://www.amodeocarlo.com/it/ape-presidio-slow-food/&lt;br /&gt;
# Slow Food Foundation for Biodiversity: &#039;&#039;Sicily&#039;s Black Honeybee&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associazione Regionale Apicoltori Siciliani https://www.apicoltorisiciliani.it&lt;br /&gt;
* Nordbiene Video. Die Sizilianische Bienen - ein Bienenwunder https://www.youtube.com/watch?v=-LunhN1AGjE&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=137</id>
		<title>Apis mellifera siciliana</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=137"/>
		<updated>2026-04-29T17:15:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis-mellifera-siciliana-1.jpg|mini|Sizilianische Biene, Apis mellifera siciliana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vergleich Sicula Mellifera.jpg|mini|Siciliana-Biene (links), daneben mitteleuropäische Biene]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Sizilianische Biene Apis mellifera siciliana (Dalla Torre, 1896) =&lt;br /&gt;
[[Datei:Apis-mellifera-siciliana-2.jpg|mini|Sizilianische Biene, Apis mellifera siciliana]]&lt;br /&gt;
Die dunkle &#039;&#039;&#039;Sizilianische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039;, oft auch unpräzise als &#039;&#039;[[Apis mellifera sicula]]&#039;&#039; oder [[Sicula-Biene]] bezeichnet, ist eine endemische Unterart der Westlichen Honigbiene. Sie ist auf der italienischen Insel Sizilien und den umliegenden Inseln beheimatet. In ihrer Heimat wird sie oft als &#039;&#039;&#039;Ape Nera Sicula&#039;&#039;&#039; (Sizilianische Schwarze Biene) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Benennung ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich wurde die Unterart erstmals 1896 von Dalla Torre als &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; beschrieben. Die häufig anzutreffende Bezeichnung &#039;&#039;Apis mellifera sicula&#039;&#039; (Montagano 1911) gilt heute als Synonym, wird jedoch in der imkerlichen Praxis und in Italien fast ausschließlich verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetisch wird sie der afrikanischen Linie (A-Linie) der Honigbienen zugeordnet. Damit ist sie enger mit der Tellbiene (&#039;&#039;Apis mellifera intermissa&#039;&#039;) aus Nordafrika verwandt als mit der Italienischen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;) des italienischen Festlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasst die gesamte Insel Sizilien. Durch die Einführung ertragsstärkerer Rassen (wie &#039;&#039;A. m. ligustica&#039;&#039;) in den 1970er Jahren wurde die Sizilianische Biene fast vollständig verdrängt und war vom Aussterben bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute findet man reinrassige Bestände vor allem im Westen Siziliens sowie in isolierten Schutzgebieten auf den Äolischen Inseln (insbesondere Alicudi, Filicudi und Vulcano), die als Belegstellen zur Reinerhaltung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Sizilianische Biene zeichnet sich durch folgende äußere Merkmale aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist sehr dunkel bis tiefschwarz, was ihr den Namen „Ape Nera“ (Schwarze Biene) einbrachte. Sie besitzt kaum gelbe Zeichnungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Haare auf den Hinterleibsringen sind sehr kurz, was sie optisch noch dunkler erscheinen lässt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist tendenziell etwas kleiner als die mitteleuropäische &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügel:&#039;&#039;&#039; Die Flügel sind im Vergleich zum Körper eher klein, was eine Anpassung an die starken Winde Siziliens sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; hat sich perfekt an das mediterrane Klima angepasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutrhythmus:&#039;&#039;&#039; Sie besitzt zwei Brutgipfel im Jahr (Frühjahr und Herbst), angepasst an die sizilianischen Blühphasen. Während der extrem heißen und trockenen Sommermonate stellt sie die Bruttätigkeit oft fast vollständig ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resistenz:&#039;&#039;&#039; Ihr wird eine hohe Toleranz gegenüber der Varroamilbe nachgesagt. Zudem zeigt sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten wie der Nosemose.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Trotz ihrer nahen Verwandtschaft zur eher aggressiven Tellbiene gilt die Sizilianische Biene als sehr sanftmütig, was eine Bearbeitung ohne Schutzkleidung oft möglich macht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klimatoleranz:&#039;&#039;&#039; Sie ist extrem hitzebeständig und kann noch bei Temperaturen über 40 °C ausfliegen, wenn andere Bienenrassen die Arbeit einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Wiederentdeckung ==&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre war die Sizilianische Biene die Standardbiene auf der Insel, gehalten in den traditionellen &#039;&#039;Fasceddi&#039;&#039; (horizontalen Rutenkörben). Mit der Modernisierung der Imkerei und dem Import der &#039;&#039;Ligustica&#039;&#039; kam es zur massiven Vermischung und zum Beinahe-Aussterben der ursprünglichen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rettung der Rasse ist eng mit zwei Namen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Mariano Alber:&#039;&#039;&#039; In den 1950er und 60er Jahren warnte der Südtiroler Bienenexperte vor dem Verschwinden der Sicula und legte den Grundstein für die Dokumentation ihrer Besonderheiten.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Carlo Amodeo:&#039;&#039;&#039; Der sizilianische Imker gilt als der wichtigste Retter der Rasse. In den 1980er Jahren fand er in verlassenen Bienenständen im Westen Siziliens die letzten reinrassigen Völker. Er isolierte diese auf den Liparischen Inseln, um eine Verkreuzung zu verhindern, und baute eine systematische Erhaltungszucht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation und Zucht ==&lt;br /&gt;
Heute ist die Sizilianische Biene als &#039;&#039;&#039;Slow Food Presidio&#039;&#039;&#039; geschützt, was ihren kulturellen und ökologischen Wert unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zuchtlinien:&#039;&#039;&#039; Es existieren mehrere stabilisierte Zuchtlinien, die unter der Aufsicht regionaler Institute stehen. Die Zuchtarbeit konzentriert sich auf Honigertrag bei gleichzeitiger Erhaltung der Krankheitsresistenz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wirtschaftliche Bedeutung:&#039;&#039;&#039; Besonders geschätzt wird der Honig von der Sulla (&#039;&#039;Hedysarum coronarium&#039;&#039;), den diese Biene in großen Mengen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Heinrich Friese: &#039;&#039;Die Bienen Europas (Apidae europaeae)&#039;&#039;. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1969 (Nachdruck der Ausgabe 1895–1901).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Nordbiene.de: Die Sizilianische Biene – L&#039;ape nera sicula https://www.nordbiene.de/die-sizilianische-biene-l-ape-nera-sicula-apis-mellifera-sicula/&lt;br /&gt;
# Carlo Amodeo: Ape Presidio Slow Food https://www.amodeocarlo.com/it/ape-presidio-slow-food/&lt;br /&gt;
# Slow Food Foundation for Biodiversity: &#039;&#039;Sicily&#039;s Black Honeybee&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associazione Regionale Apicoltori Siciliani https://www.apicoltorisiciliani.it&lt;br /&gt;
* Nordbiene Video. Die Sizilianische Bienen - ein Bienenwunder https://www.youtube.com/watch?v=-LunhN1AGjE&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Datei:Vergleich_Sicula_Mellifera.jpg&amp;diff=136</id>
		<title>Datei:Vergleich Sicula Mellifera.jpg</title>
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		<updated>2026-04-29T17:14:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Vergleich Sicula Mellifera&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=135</id>
		<title>Apis mellifera siciliana</title>
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		<updated>2026-04-29T17:11:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis-mellifera-siciliana-1.jpg|mini|Sizilianische Biene, Apis mellifera siciliana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Sizilianische Biene Apis mellifera siciliana (Dalla Torre, 1896) =&lt;br /&gt;
[[Datei:Apis-mellifera-siciliana-2.jpg|mini|Sizilianische Biene, Apis mellifera siciliana]]&lt;br /&gt;
Die dunkle &#039;&#039;&#039;Sizilianische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039;, oft auch unpräzise als &#039;&#039;[[Apis mellifera sicula]]&#039;&#039; oder [[Sicula-Biene]] bezeichnet, ist eine endemische Unterart der Westlichen Honigbiene. Sie ist auf der italienischen Insel Sizilien und den umliegenden Inseln beheimatet. In ihrer Heimat wird sie oft als &#039;&#039;&#039;Ape Nera Sicula&#039;&#039;&#039; (Sizilianische Schwarze Biene) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Benennung ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich wurde die Unterart erstmals 1896 von Dalla Torre als &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; beschrieben. Die häufig anzutreffende Bezeichnung &#039;&#039;Apis mellifera sicula&#039;&#039; (Montagano 1911) gilt heute als Synonym, wird jedoch in der imkerlichen Praxis und in Italien fast ausschließlich verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetisch wird sie der afrikanischen Linie (A-Linie) der Honigbienen zugeordnet. Damit ist sie enger mit der Tellbiene (&#039;&#039;Apis mellifera intermissa&#039;&#039;) aus Nordafrika verwandt als mit der Italienischen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;) des italienischen Festlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasst die gesamte Insel Sizilien. Durch die Einführung ertragsstärkerer Rassen (wie &#039;&#039;A. m. ligustica&#039;&#039;) in den 1970er Jahren wurde die Sizilianische Biene fast vollständig verdrängt und war vom Aussterben bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute findet man reinrassige Bestände vor allem im Westen Siziliens sowie in isolierten Schutzgebieten auf den Äolischen Inseln (insbesondere Alicudi, Filicudi und Vulcano), die als Belegstellen zur Reinerhaltung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Sizilianische Biene zeichnet sich durch folgende äußere Merkmale aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist sehr dunkel bis tiefschwarz, was ihr den Namen „Ape Nera“ (Schwarze Biene) einbrachte. Sie besitzt kaum gelbe Zeichnungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Haare auf den Hinterleibsringen sind sehr kurz, was sie optisch noch dunkler erscheinen lässt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist tendenziell etwas kleiner als die mitteleuropäische &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügel:&#039;&#039;&#039; Die Flügel sind im Vergleich zum Körper eher klein, was eine Anpassung an die starken Winde Siziliens sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; hat sich perfekt an das mediterrane Klima angepasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutrhythmus:&#039;&#039;&#039; Sie besitzt zwei Brutgipfel im Jahr (Frühjahr und Herbst), angepasst an die sizilianischen Blühphasen. Während der extrem heißen und trockenen Sommermonate stellt sie die Bruttätigkeit oft fast vollständig ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resistenz:&#039;&#039;&#039; Ihr wird eine hohe Toleranz gegenüber der Varroamilbe nachgesagt. Zudem zeigt sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten wie der Nosemose.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Trotz ihrer nahen Verwandtschaft zur eher aggressiven Tellbiene gilt die Sizilianische Biene als sehr sanftmütig, was eine Bearbeitung ohne Schutzkleidung oft möglich macht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klimatoleranz:&#039;&#039;&#039; Sie ist extrem hitzebeständig und kann noch bei Temperaturen über 40 °C ausfliegen, wenn andere Bienenrassen die Arbeit einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Wiederentdeckung ==&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre war die Sizilianische Biene die Standardbiene auf der Insel, gehalten in den traditionellen &#039;&#039;Fasceddi&#039;&#039; (horizontalen Rutenkörben). Mit der Modernisierung der Imkerei und dem Import der &#039;&#039;Ligustica&#039;&#039; kam es zur massiven Vermischung und zum Beinahe-Aussterben der ursprünglichen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rettung der Rasse ist eng mit zwei Namen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Mariano Alber:&#039;&#039;&#039; In den 1950er und 60er Jahren warnte der Südtiroler Bienenexperte vor dem Verschwinden der Sicula und legte den Grundstein für die Dokumentation ihrer Besonderheiten.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Carlo Amodeo:&#039;&#039;&#039; Der sizilianische Imker gilt als der wichtigste Retter der Rasse. In den 1980er Jahren fand er in verlassenen Bienenständen im Westen Siziliens die letzten reinrassigen Völker. Er isolierte diese auf den Liparischen Inseln, um eine Verkreuzung zu verhindern, und baute eine systematische Erhaltungszucht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation und Zucht ==&lt;br /&gt;
Heute ist die Sizilianische Biene als &#039;&#039;&#039;Slow Food Presidio&#039;&#039;&#039; geschützt, was ihren kulturellen und ökologischen Wert unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zuchtlinien:&#039;&#039;&#039; Es existieren mehrere stabilisierte Zuchtlinien, die unter der Aufsicht regionaler Institute stehen. Die Zuchtarbeit konzentriert sich auf Honigertrag bei gleichzeitiger Erhaltung der Krankheitsresistenz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wirtschaftliche Bedeutung:&#039;&#039;&#039; Besonders geschätzt wird der Honig von der Sulla (&#039;&#039;Hedysarum coronarium&#039;&#039;), den diese Biene in großen Mengen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Heinrich Friese: &#039;&#039;Die Bienen Europas (Apidae europaeae)&#039;&#039;. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1969 (Nachdruck der Ausgabe 1895–1901).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Nordbiene.de: Die Sizilianische Biene – L&#039;ape nera sicula https://www.nordbiene.de/die-sizilianische-biene-l-ape-nera-sicula-apis-mellifera-sicula/&lt;br /&gt;
# Carlo Amodeo: Ape Presidio Slow Food https://www.amodeocarlo.com/it/ape-presidio-slow-food/&lt;br /&gt;
# Slow Food Foundation for Biodiversity: &#039;&#039;Sicily&#039;s Black Honeybee&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associazione Regionale Apicoltori Siciliani https://www.apicoltorisiciliani.it&lt;br /&gt;
* Nordbiene Video. Die Sizilianische Bienen - ein Bienenwunder https://www.youtube.com/watch?v=-LunhN1AGjE&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=134</id>
		<title>Apis mellifera siciliana</title>
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		<updated>2026-04-29T17:10:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Fotos&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis-mellifera-siciliana-1.jpg|mini|Sizilianische Biene, Apis mellifera siciliana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Sizilianische Biene Apis mellifera siciliana (Dalla Torre, 1896) =&lt;br /&gt;
[[Datei:Apis-mellifera-siciliana-2.jpg|mini|Sizilianische Biene, Apis mellifera siciliana]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Sizilianische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039;, oft auch unpräzise als &#039;&#039;[[Apis mellifera sicula]]&#039;&#039; oder [[Sicula-Biene]] bezeichnet) ist eine endemische Unterart der Westlichen Honigbiene. Sie ist auf der italienischen Insel Sizilien und den umliegenden Inseln beheimatet. In ihrer Heimat wird sie oft als &#039;&#039;&#039;Ape Nera Sicula&#039;&#039;&#039; (Sizilianische Schwarze Biene) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Benennung ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich wurde die Unterart erstmals 1896 von Dalla Torre als &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; beschrieben. Die häufig anzutreffende Bezeichnung &#039;&#039;Apis mellifera sicula&#039;&#039; (Montagano 1911) gilt heute als Synonym, wird jedoch in der imkerlichen Praxis und in Italien fast ausschließlich verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetisch wird sie der afrikanischen Linie (A-Linie) der Honigbienen zugeordnet. Damit ist sie enger mit der Tellbiene (&#039;&#039;Apis mellifera intermissa&#039;&#039;) aus Nordafrika verwandt als mit der Italienischen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;) des italienischen Festlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasst die gesamte Insel Sizilien. Durch die Einführung ertragsstärkerer Rassen (wie &#039;&#039;A. m. ligustica&#039;&#039;) in den 1970er Jahren wurde die Sizilianische Biene fast vollständig verdrängt und war vom Aussterben bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute findet man reinrassige Bestände vor allem im Westen Siziliens sowie in isolierten Schutzgebieten auf den Äolischen Inseln (insbesondere Alicudi, Filicudi und Vulcano), die als Belegstellen zur Reinerhaltung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Sizilianische Biene zeichnet sich durch folgende äußere Merkmale aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist sehr dunkel bis tiefschwarz, was ihr den Namen „Ape Nera“ (Schwarze Biene) einbrachte. Sie besitzt kaum gelbe Zeichnungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Haare auf den Hinterleibsringen sind sehr kurz, was sie optisch noch dunkler erscheinen lässt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist tendenziell etwas kleiner als die mitteleuropäische &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügel:&#039;&#039;&#039; Die Flügel sind im Vergleich zum Körper eher klein, was eine Anpassung an die starken Winde Siziliens sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; hat sich perfekt an das mediterrane Klima angepasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutrhythmus:&#039;&#039;&#039; Sie besitzt zwei Brutgipfel im Jahr (Frühjahr und Herbst), angepasst an die sizilianischen Blühphasen. Während der extrem heißen und trockenen Sommermonate stellt sie die Bruttätigkeit oft fast vollständig ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resistenz:&#039;&#039;&#039; Ihr wird eine hohe Toleranz gegenüber der Varroamilbe nachgesagt. Zudem zeigt sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten wie der Nosemose.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Trotz ihrer nahen Verwandtschaft zur eher aggressiven Tellbiene gilt die Sizilianische Biene als sehr sanftmütig, was eine Bearbeitung ohne Schutzkleidung oft möglich macht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klimatoleranz:&#039;&#039;&#039; Sie ist extrem hitzebeständig und kann noch bei Temperaturen über 40 °C ausfliegen, wenn andere Bienenrassen die Arbeit einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Wiederentdeckung ==&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre war die Sizilianische Biene die Standardbiene auf der Insel, gehalten in den traditionellen &#039;&#039;Fasceddi&#039;&#039; (horizontalen Rutenkörben). Mit der Modernisierung der Imkerei und dem Import der &#039;&#039;Ligustica&#039;&#039; kam es zur massiven Vermischung und zum Beinahe-Aussterben der ursprünglichen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rettung der Rasse ist eng mit zwei Namen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Mariano Alber:&#039;&#039;&#039; In den 1950er und 60er Jahren warnte der Südtiroler Bienenexperte vor dem Verschwinden der Sicula und legte den Grundstein für die Dokumentation ihrer Besonderheiten.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Carlo Amodeo:&#039;&#039;&#039; Der sizilianische Imker gilt als der wichtigste Retter der Rasse. In den 1980er Jahren fand er in verlassenen Bienenständen im Westen Siziliens die letzten reinrassigen Völker. Er isolierte diese auf den Liparischen Inseln, um eine Verkreuzung zu verhindern, und baute eine systematische Erhaltungszucht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation und Zucht ==&lt;br /&gt;
Heute ist die Sizilianische Biene als &#039;&#039;&#039;Slow Food Presidio&#039;&#039;&#039; geschützt, was ihren kulturellen und ökologischen Wert unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zuchtlinien:&#039;&#039;&#039; Es existieren mehrere stabilisierte Zuchtlinien, die unter der Aufsicht regionaler Institute stehen. Die Zuchtarbeit konzentriert sich auf Honigertrag bei gleichzeitiger Erhaltung der Krankheitsresistenz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wirtschaftliche Bedeutung:&#039;&#039;&#039; Besonders geschätzt wird der Honig von der Sulla (&#039;&#039;Hedysarum coronarium&#039;&#039;), den diese Biene in großen Mengen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Heinrich Friese: &#039;&#039;Die Bienen Europas (Apidae europaeae)&#039;&#039;. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1969 (Nachdruck der Ausgabe 1895–1901).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Nordbiene.de: Die Sizilianische Biene – L&#039;ape nera sicula https://www.nordbiene.de/die-sizilianische-biene-l-ape-nera-sicula-apis-mellifera-sicula/&lt;br /&gt;
# Carlo Amodeo: Ape Presidio Slow Food https://www.amodeocarlo.com/it/ape-presidio-slow-food/&lt;br /&gt;
# Slow Food Foundation for Biodiversity: &#039;&#039;Sicily&#039;s Black Honeybee&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associazione Regionale Apicoltori Siciliani https://www.apicoltorisiciliani.it&lt;br /&gt;
* Nordbiene Video. Die Sizilianische Bienen - ein Bienenwunder https://www.youtube.com/watch?v=-LunhN1AGjE&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Datei:Apis-mellifera-siciliana-2.jpg&amp;diff=133</id>
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		<updated>2026-04-29T17:10:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sizilianische Biene, Apis mellifera siciliana&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<updated>2026-04-29T17:09:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Apis-mellifera-siciliana&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Sicula-Biene&amp;diff=131</id>
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		<updated>2026-04-29T16:57:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Weiterleitung nach Apis mellifera siciliana erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Apis mellifera siciliana]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_sicula&amp;diff=130</id>
		<title>Apis mellifera sicula</title>
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		<updated>2026-04-29T16:57:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Weiterleitung nach Apis mellifera siciliana erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Apis mellifera siciliana]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=129</id>
		<title>Apis mellifera siciliana</title>
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		<updated>2026-04-29T16:56:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sizilianische Biene Apis mellifera siciliana (Dalla Torre, 1896) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Sizilianische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039;, oft auch unpräzise als &#039;&#039;[[Apis mellifera sicula]]&#039;&#039; oder [[Sicula-Biene]] bezeichnet) ist eine endemische Unterart der Westlichen Honigbiene. Sie ist auf der italienischen Insel Sizilien und den umliegenden Inseln beheimatet. In ihrer Heimat wird sie oft als &#039;&#039;&#039;Ape Nera Sicula&#039;&#039;&#039; (Sizilianische Schwarze Biene) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Benennung ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich wurde die Unterart erstmals 1896 von Dalla Torre als &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; beschrieben. Die häufig anzutreffende Bezeichnung &#039;&#039;Apis mellifera sicula&#039;&#039; (Montagano 1911) gilt heute als Synonym, wird jedoch in der imkerlichen Praxis und in Italien fast ausschließlich verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetisch wird sie der afrikanischen Linie (A-Linie) der Honigbienen zugeordnet. Damit ist sie enger mit der Tellbiene (&#039;&#039;Apis mellifera intermissa&#039;&#039;) aus Nordafrika verwandt als mit der Italienischen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;) des italienischen Festlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasst die gesamte Insel Sizilien. Durch die Einführung ertragsstärkerer Rassen (wie &#039;&#039;A. m. ligustica&#039;&#039;) in den 1970er Jahren wurde die Sizilianische Biene fast vollständig verdrängt und war vom Aussterben bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute findet man reinrassige Bestände vor allem im Westen Siziliens sowie in isolierten Schutzgebieten auf den Äolischen Inseln (insbesondere Alicudi, Filicudi und Vulcano), die als Belegstellen zur Reinerhaltung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Sizilianische Biene zeichnet sich durch folgende äußere Merkmale aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist sehr dunkel bis tiefschwarz, was ihr den Namen „Ape Nera“ (Schwarze Biene) einbrachte. Sie besitzt kaum gelbe Zeichnungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Haare auf den Hinterleibsringen sind sehr kurz, was sie optisch noch dunkler erscheinen lässt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist tendenziell etwas kleiner als die mitteleuropäische &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügel:&#039;&#039;&#039; Die Flügel sind im Vergleich zum Körper eher klein, was eine Anpassung an die starken Winde Siziliens sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; hat sich perfekt an das mediterrane Klima angepasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutrhythmus:&#039;&#039;&#039; Sie besitzt zwei Brutgipfel im Jahr (Frühjahr und Herbst), angepasst an die sizilianischen Blühphasen. Während der extrem heißen und trockenen Sommermonate stellt sie die Bruttätigkeit oft fast vollständig ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resistenz:&#039;&#039;&#039; Ihr wird eine hohe Toleranz gegenüber der Varroamilbe nachgesagt. Zudem zeigt sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten wie der Nosemose.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Trotz ihrer nahen Verwandtschaft zur eher aggressiven Tellbiene gilt die Sizilianische Biene als sehr sanftmütig, was eine Bearbeitung ohne Schutzkleidung oft möglich macht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klimatoleranz:&#039;&#039;&#039; Sie ist extrem hitzebeständig und kann noch bei Temperaturen über 40 °C ausfliegen, wenn andere Bienenrassen die Arbeit einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Wiederentdeckung ==&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre war die Sizilianische Biene die Standardbiene auf der Insel, gehalten in den traditionellen &#039;&#039;Fasceddi&#039;&#039; (horizontalen Rutenkörben). Mit der Modernisierung der Imkerei und dem Import der &#039;&#039;Ligustica&#039;&#039; kam es zur massiven Vermischung und zum Beinahe-Aussterben der ursprünglichen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rettung der Rasse ist eng mit zwei Namen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Mariano Alber:&#039;&#039;&#039; In den 1950er und 60er Jahren warnte der Südtiroler Bienenexperte vor dem Verschwinden der Sicula und legte den Grundstein für die Dokumentation ihrer Besonderheiten.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Carlo Amodeo:&#039;&#039;&#039; Der sizilianische Imker gilt als der wichtigste Retter der Rasse. In den 1980er Jahren fand er in verlassenen Bienenständen im Westen Siziliens die letzten reinrassigen Völker. Er isolierte diese auf den Liparischen Inseln, um eine Verkreuzung zu verhindern, und baute eine systematische Erhaltungszucht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation und Zucht ==&lt;br /&gt;
Heute ist die Sizilianische Biene als &#039;&#039;&#039;Slow Food Presidio&#039;&#039;&#039; geschützt, was ihren kulturellen und ökologischen Wert unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zuchtlinien:&#039;&#039;&#039; Es existieren mehrere stabilisierte Zuchtlinien, die unter der Aufsicht regionaler Institute stehen. Die Zuchtarbeit konzentriert sich auf Honigertrag bei gleichzeitiger Erhaltung der Krankheitsresistenz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wirtschaftliche Bedeutung:&#039;&#039;&#039; Besonders geschätzt wird der Honig von der Sulla (&#039;&#039;Hedysarum coronarium&#039;&#039;), den diese Biene in großen Mengen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Heinrich Friese: &#039;&#039;Die Bienen Europas (Apidae europaeae)&#039;&#039;. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1969 (Nachdruck der Ausgabe 1895–1901).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Nordbiene.de: Die Sizilianische Biene – L&#039;ape nera sicula https://www.nordbiene.de/die-sizilianische-biene-l-ape-nera-sicula-apis-mellifera-sicula/&lt;br /&gt;
# Carlo Amodeo: Ape Presidio Slow Food https://www.amodeocarlo.com/it/ape-presidio-slow-food/&lt;br /&gt;
# Slow Food Foundation for Biodiversity: &#039;&#039;Sicily&#039;s Black Honeybee&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associazione Regionale Apicoltori Siciliani https://www.apicoltorisiciliani.it&lt;br /&gt;
* Nordbiene Video. Die Sizilianische Bienen - ein Bienenwunder https://www.youtube.com/watch?v=-LunhN1AGjE&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=128</id>
		<title>Apis mellifera siciliana</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=128"/>
		<updated>2026-04-29T16:55:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sizilianische Biene Apis mellifera siciliana (Dalla Torre, 1896) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Sizilianische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039;, oft auch unpräzise als &#039;&#039;[[Apis mellifera sicula]]&#039;&#039; bezeichnet) ist eine endemische Unterart der Westlichen Honigbiene. Sie ist auf der italienischen Insel Sizilien und den umliegenden Inseln beheimatet. In ihrer Heimat wird sie oft als &#039;&#039;&#039;Ape Nera Sicula&#039;&#039;&#039; (Sizilianische Schwarze Biene) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Benennung ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich wurde die Unterart erstmals 1896 von Dalla Torre als &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; beschrieben. Die häufig anzutreffende Bezeichnung &#039;&#039;Apis mellifera sicula&#039;&#039; (Montagano 1911) gilt heute als Synonym, wird jedoch in der imkerlichen Praxis und in Italien fast ausschließlich verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetisch wird sie der afrikanischen Linie (A-Linie) der Honigbienen zugeordnet. Damit ist sie enger mit der Tellbiene (&#039;&#039;Apis mellifera intermissa&#039;&#039;) aus Nordafrika verwandt als mit der Italienischen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;) des italienischen Festlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasst die gesamte Insel Sizilien. Durch die Einführung ertragsstärkerer Rassen (wie &#039;&#039;A. m. ligustica&#039;&#039;) in den 1970er Jahren wurde die Sizilianische Biene fast vollständig verdrängt und war vom Aussterben bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute findet man reinrassige Bestände vor allem im Westen Siziliens sowie in isolierten Schutzgebieten auf den Äolischen Inseln (insbesondere Alicudi, Filicudi und Vulcano), die als Belegstellen zur Reinerhaltung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Sizilianische Biene zeichnet sich durch folgende äußere Merkmale aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist sehr dunkel bis tiefschwarz, was ihr den Namen „Ape Nera“ (Schwarze Biene) einbrachte. Sie besitzt kaum gelbe Zeichnungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Haare auf den Hinterleibsringen sind sehr kurz, was sie optisch noch dunkler erscheinen lässt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist tendenziell etwas kleiner als die mitteleuropäische &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügel:&#039;&#039;&#039; Die Flügel sind im Vergleich zum Körper eher klein, was eine Anpassung an die starken Winde Siziliens sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; hat sich perfekt an das mediterrane Klima angepasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutrhythmus:&#039;&#039;&#039; Sie besitzt zwei Brutgipfel im Jahr (Frühjahr und Herbst), angepasst an die sizilianischen Blühphasen. Während der extrem heißen und trockenen Sommermonate stellt sie die Bruttätigkeit oft fast vollständig ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resistenz:&#039;&#039;&#039; Ihr wird eine hohe Toleranz gegenüber der Varroamilbe nachgesagt. Zudem zeigt sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten wie der Nosemose.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Trotz ihrer nahen Verwandtschaft zur eher aggressiven Tellbiene gilt die Sizilianische Biene als sehr sanftmütig, was eine Bearbeitung ohne Schutzkleidung oft möglich macht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klimatoleranz:&#039;&#039;&#039; Sie ist extrem hitzebeständig und kann noch bei Temperaturen über 40 °C ausfliegen, wenn andere Bienenrassen die Arbeit einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Wiederentdeckung ==&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre war die Sizilianische Biene die Standardbiene auf der Insel, gehalten in den traditionellen &#039;&#039;Fasceddi&#039;&#039; (horizontalen Rutenkörben). Mit der Modernisierung der Imkerei und dem Import der &#039;&#039;Ligustica&#039;&#039; kam es zur massiven Vermischung und zum Beinahe-Aussterben der ursprünglichen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rettung der Rasse ist eng mit zwei Namen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Mariano Alber:&#039;&#039;&#039; In den 1950er und 60er Jahren warnte der Südtiroler Bienenexperte vor dem Verschwinden der Sicula und legte den Grundstein für die Dokumentation ihrer Besonderheiten.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Carlo Amodeo:&#039;&#039;&#039; Der sizilianische Imker gilt als der wichtigste Retter der Rasse. In den 1980er Jahren fand er in verlassenen Bienenständen im Westen Siziliens die letzten reinrassigen Völker. Er isolierte diese auf den Liparischen Inseln, um eine Verkreuzung zu verhindern, und baute eine systematische Erhaltungszucht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation und Zucht ==&lt;br /&gt;
Heute ist die Sizilianische Biene als &#039;&#039;&#039;Slow Food Presidio&#039;&#039;&#039; geschützt, was ihren kulturellen und ökologischen Wert unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zuchtlinien:&#039;&#039;&#039; Es existieren mehrere stabilisierte Zuchtlinien, die unter der Aufsicht regionaler Institute stehen. Die Zuchtarbeit konzentriert sich auf Honigertrag bei gleichzeitiger Erhaltung der Krankheitsresistenz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wirtschaftliche Bedeutung:&#039;&#039;&#039; Besonders geschätzt wird der Honig von der Sulla (&#039;&#039;Hedysarum coronarium&#039;&#039;), den diese Biene in großen Mengen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Heinrich Friese: &#039;&#039;Die Bienen Europas (Apidae europaeae)&#039;&#039;. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1969 (Nachdruck der Ausgabe 1895–1901).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Nordbiene.de: Die Sizilianische Biene – L&#039;ape nera sicula https://www.nordbiene.de/die-sizilianische-biene-l-ape-nera-sicula-apis-mellifera-sicula/&lt;br /&gt;
# Carlo Amodeo: Ape Presidio Slow Food https://www.amodeocarlo.com/it/ape-presidio-slow-food/&lt;br /&gt;
# Slow Food Foundation for Biodiversity: &#039;&#039;Sicily&#039;s Black Honeybee&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associazione Regionale Apicoltori Siciliani https://www.apicoltorisiciliani.it&lt;br /&gt;
* Nordbiene Video. Die Sizilianische Bienen - ein Bienenwunder https://www.youtube.com/watch?v=-LunhN1AGjE&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=127</id>
		<title>Apis mellifera siciliana</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=127"/>
		<updated>2026-04-29T16:54:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sizilianische Biene =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Sizilianische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039;, oft auch unpräzise als &#039;&#039;[[Apis mellifera sicula]]&#039;&#039; bezeichnet) ist eine endemische Unterart der Westlichen Honigbiene. Sie ist auf der italienischen Insel Sizilien und den umliegenden Inseln beheimatet. In ihrer Heimat wird sie oft als &#039;&#039;&#039;Ape Nera Sicula&#039;&#039;&#039; (Sizilianische Schwarze Biene) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Benennung ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich wurde die Unterart erstmals 1896 von Dalla Torre als &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; beschrieben. Die häufig anzutreffende Bezeichnung &#039;&#039;Apis mellifera sicula&#039;&#039; (Montagano 1911) gilt heute als Synonym, wird jedoch in der imkerlichen Praxis und in Italien fast ausschließlich verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetisch wird sie der afrikanischen Linie (A-Linie) der Honigbienen zugeordnet. Damit ist sie enger mit der Tellbiene (&#039;&#039;Apis mellifera intermissa&#039;&#039;) aus Nordafrika verwandt als mit der Italienischen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;) des italienischen Festlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasst die gesamte Insel Sizilien. Durch die Einführung ertragsstärkerer Rassen (wie &#039;&#039;A. m. ligustica&#039;&#039;) in den 1970er Jahren wurde die Sizilianische Biene fast vollständig verdrängt und war vom Aussterben bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute findet man reinrassige Bestände vor allem im Westen Siziliens sowie in isolierten Schutzgebieten auf den Äolischen Inseln (insbesondere Alicudi, Filicudi und Vulcano), die als Belegstellen zur Reinerhaltung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Sizilianische Biene zeichnet sich durch folgende äußere Merkmale aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist sehr dunkel bis tiefschwarz, was ihr den Namen „Ape Nera“ (Schwarze Biene) einbrachte. Sie besitzt kaum gelbe Zeichnungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Haare auf den Hinterleibsringen sind sehr kurz, was sie optisch noch dunkler erscheinen lässt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist tendenziell etwas kleiner als die mitteleuropäische &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügel:&#039;&#039;&#039; Die Flügel sind im Vergleich zum Körper eher klein, was eine Anpassung an die starken Winde Siziliens sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; hat sich perfekt an das mediterrane Klima angepasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutrhythmus:&#039;&#039;&#039; Sie besitzt zwei Brutgipfel im Jahr (Frühjahr und Herbst), angepasst an die sizilianischen Blühphasen. Während der extrem heißen und trockenen Sommermonate stellt sie die Bruttätigkeit oft fast vollständig ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resistenz:&#039;&#039;&#039; Ihr wird eine hohe Toleranz gegenüber der Varroamilbe nachgesagt. Zudem zeigt sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten wie der Nosemose.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Trotz ihrer nahen Verwandtschaft zur eher aggressiven Tellbiene gilt die Sizilianische Biene als sehr sanftmütig, was eine Bearbeitung ohne Schutzkleidung oft möglich macht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klimatoleranz:&#039;&#039;&#039; Sie ist extrem hitzebeständig und kann noch bei Temperaturen über 40 °C ausfliegen, wenn andere Bienenrassen die Arbeit einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Wiederentdeckung ==&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre war die Sizilianische Biene die Standardbiene auf der Insel, gehalten in den traditionellen &#039;&#039;Fasceddi&#039;&#039; (horizontalen Rutenkörben). Mit der Modernisierung der Imkerei und dem Import der &#039;&#039;Ligustica&#039;&#039; kam es zur massiven Vermischung und zum Beinahe-Aussterben der ursprünglichen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rettung der Rasse ist eng mit zwei Namen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Mariano Alber:&#039;&#039;&#039; In den 1950er und 60er Jahren warnte der Südtiroler Bienenexperte vor dem Verschwinden der Sicula und legte den Grundstein für die Dokumentation ihrer Besonderheiten.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Carlo Amodeo:&#039;&#039;&#039; Der sizilianische Imker gilt als der wichtigste Retter der Rasse. In den 1980er Jahren fand er in verlassenen Bienenständen im Westen Siziliens die letzten reinrassigen Völker. Er isolierte diese auf den Liparischen Inseln, um eine Verkreuzung zu verhindern, und baute eine systematische Erhaltungszucht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation und Zucht ==&lt;br /&gt;
Heute ist die Sizilianische Biene als &#039;&#039;&#039;Slow Food Presidio&#039;&#039;&#039; geschützt, was ihren kulturellen und ökologischen Wert unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zuchtlinien:&#039;&#039;&#039; Es existieren mehrere stabilisierte Zuchtlinien, die unter der Aufsicht regionaler Institute stehen. Die Zuchtarbeit konzentriert sich auf Honigertrag bei gleichzeitiger Erhaltung der Krankheitsresistenz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wirtschaftliche Bedeutung:&#039;&#039;&#039; Besonders geschätzt wird der Honig von der Sulla (&#039;&#039;Hedysarum coronarium&#039;&#039;), den diese Biene in großen Mengen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Heinrich Friese: &#039;&#039;Die Bienen Europas (Apidae europaeae)&#039;&#039;. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1969 (Nachdruck der Ausgabe 1895–1901).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Nordbiene.de: Die Sizilianische Biene – L&#039;ape nera sicula https://www.nordbiene.de/die-sizilianische-biene-l-ape-nera-sicula-apis-mellifera-sicula/&lt;br /&gt;
# Carlo Amodeo: Ape Presidio Slow Food https://www.amodeocarlo.com/it/ape-presidio-slow-food/&lt;br /&gt;
# Slow Food Foundation for Biodiversity: &#039;&#039;Sicily&#039;s Black Honeybee&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associazione Regionale Apicoltori Siciliani https://www.apicoltorisiciliani.it&lt;br /&gt;
* Nordbiene Video. Die Sizilianische Bienen - ein Bienenwunder https://www.youtube.com/watch?v=-LunhN1AGjE&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=126</id>
		<title>Apis mellifera siciliana</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_siciliana&amp;diff=126"/>
		<updated>2026-04-29T16:52:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sizilianische Biene =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Sizilianische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039;, oft auch unpräzise als &#039;&#039;[[Apis mellifera sicula]]&#039;&#039; bezeichnet) ist eine endemische Unterart der Westlichen Honigbiene. Sie ist auf der italienischen Insel Sizilien und den umliegenden Inseln beheimatet. In ihrer Heimat wird sie oft als &#039;&#039;&#039;Ape Nera Sicula&#039;&#039;&#039; (Sizilianische Schwarze Biene) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Benennung ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich wurde die Unterart erstmals 1896 von Dalla Torre als &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; beschrieben. Die häufig anzutreffende Bezeichnung &#039;&#039;Apis mellifera sicula&#039;&#039; (Montagano 1911) gilt heute als Synonym, wird jedoch in der imkerlichen Praxis und in Italien fast ausschließlich verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetisch wird sie der afrikanischen Linie (A-Linie) der Honigbienen zugeordnet. Damit ist sie enger mit der Tellbiene (&#039;&#039;Apis mellifera intermissa&#039;&#039;) aus Nordafrika verwandt als mit der Italienischen Biene (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;) des italienischen Festlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasst die gesamte Insel Sizilien. Durch die Einführung ertragsstärkerer Rassen (wie &#039;&#039;A. m. ligustica&#039;&#039;) in den 1970er Jahren wurde die Sizilianische Biene fast vollständig verdrängt und war vom Aussterben bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute findet man reinrassige Bestände vor allem im Westen Siziliens sowie in isolierten Schutzgebieten auf den Äolischen Inseln (insbesondere Alicudi, Filicudi und Vulcano), die als Belegstellen zur Reinerhaltung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Sizilianische Biene zeichnet sich durch folgende äußere Merkmale aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist sehr dunkel bis tiefschwarz, was ihr den Namen „Ape Nera“ (Schwarze Biene) einbrachte. Sie besitzt kaum gelbe Zeichnungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Die Haare auf den Hinterleibsringen sind sehr kurz, was sie optisch noch dunkler erscheinen lässt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist tendenziell etwas kleiner als die mitteleuropäische &#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügel:&#039;&#039;&#039; Die Flügel sind im Vergleich zum Körper eher klein, was eine Anpassung an die starken Winde Siziliens sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; hat sich perfekt an das mediterrane Klima angepasst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutrhythmus:&#039;&#039;&#039; Sie besitzt zwei Brutgipfel im Jahr (Frühjahr und Herbst), angepasst an die sizilianischen Blühphasen. Während der extrem heißen und trockenen Sommermonate stellt sie die Bruttätigkeit oft fast vollständig ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resistenz:&#039;&#039;&#039; Ihr wird eine hohe Toleranz gegenüber der Varroamilbe nachgesagt. Zudem zeigt sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten wie der Nosemose.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Trotz ihrer nahen Verwandtschaft zur eher aggressiven Tellbiene gilt die Sizilianische Biene als sehr sanftmütig, was eine Bearbeitung ohne Schutzkleidung oft möglich macht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klimatoleranz:&#039;&#039;&#039; Sie ist extrem hitzebeständig und kann noch bei Temperaturen über 40 °C ausfliegen, wenn andere Bienenrassen die Arbeit einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Wiederentdeckung ==&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre war die Sizilianische Biene die Standardbiene auf der Insel, gehalten in den traditionellen &#039;&#039;Fasceddi&#039;&#039; (horizontalen Rutenkörben). Mit der Modernisierung der Imkerei und dem Import der &#039;&#039;Ligustica&#039;&#039; kam es zur massiven Vermischung und zum Beinahe-Aussterben der ursprünglichen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rettung der Rasse ist eng mit zwei Namen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Mariano Alber:&#039;&#039;&#039; In den 1950er und 60er Jahren warnte der Südtiroler Bienenexperte vor dem Verschwinden der Sicula und legte den Grundstein für die Dokumentation ihrer Besonderheiten.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Carlo Amodeo:&#039;&#039;&#039; Der sizilianische Imker gilt als der wichtigste Retter der Rasse. In den 1980er Jahren fand er in verlassenen Bienenständen im Westen Siziliens die letzten reinrassigen Völker. Er isolierte diese auf den Liparischen Inseln, um eine Verkreuzung zu verhindern, und baute eine systematische Erhaltungszucht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation und Zucht ==&lt;br /&gt;
Heute ist die Sizilianische Biene als &#039;&#039;&#039;Slow Food Presidio&#039;&#039;&#039; geschützt, was ihren kulturellen und ökologischen Wert unterstreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zuchtlinien:&#039;&#039;&#039; Es existieren mehrere stabilisierte Zuchtlinien, die unter der Aufsicht regionaler Institute stehen. Die Zuchtarbeit konzentriert sich auf Honigertrag bei gleichzeitiger Erhaltung der Krankheitsresistenz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wirtschaftliche Bedeutung:&#039;&#039;&#039; Besonders geschätzt wird der Honig von der Sulla (&#039;&#039;Hedysarum coronarium&#039;&#039;), den diese Biene in großen Mengen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Heinrich Friese: &#039;&#039;Die Bienen Europas (Apidae europaeae)&#039;&#039;. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1969 (Nachdruck der Ausgabe 1895–1901).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Nordbiene.de: Die Sizilianische Biene – L&#039;ape nera sicula &lt;br /&gt;
# Carlo Amodeo: Ape Presidio Slow Food&lt;br /&gt;
# Slow Food Foundation for Biodiversity: &#039;&#039;Sicily&#039;s Black Honeybee&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Associazione Regionale Apicoltori Siciliani&lt;br /&gt;
* Informationen zur Varroatoleranz der Sicula&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Melporitbeute&amp;diff=125</id>
		<title>Melporitbeute</title>
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		<updated>2026-04-28T20:38:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Melporitbeute.jpg|mini|Melporitbeute, 2015]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Melporitbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Melporitbeute&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Melpodurbeute&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Melpodur&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Melporit-Beute&#039;&#039;&#039;) ist ein historischer Typ einer Bienenbeute aus Hartstyropor (Polystyrol), der vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren in Deutschland verbreitet war. Sie gilt als eine der ersten serienmäßig gefertigten Magazinbeuten aus Kunststoff und als direkter Vorläufer bzw. zeitgenössische Konkurrenz zur heute marktführenden Segeberger Beute.&lt;br /&gt;
[[Datei:Melporitbeute 1979.jpg|mini|Melporitbeute, 1979]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Melporitbeute fiel in eine Zeit des Umbruchs in der deutschen Imkerei. Bis in die 1950er-Jahre dominierten Hinterbehandlungsbeuten aus Holz und Strohkörbe. Mit dem Aufkommen der Magazinimkerei suchte man nach Materialien, die leichter als Holz waren und eine bessere Wärmedämmung boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen 1960er-Jahren experimentierten verschiedene Hersteller mit expandiertem Polystyrol (Styropor). Die Melporitbeute wurde als dünnwandiges System konzipiert, um Materialkosten zu sparen und ein extrem geringes Gewicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Hersteller ===&lt;br /&gt;
Hinter der Melporitbeute stand maßgeblich die Entwicklung von Kunststoffschaum-Technologien für die Landwirtschaft. In Imkerkreisen wird oft ein Bezug zu frühen Kunststoffpionieren hergestellt. Die Produktion und der Vertrieb wurden über spezialisierte Imkereifachbetriebe abgewickelt, die das Material unter dem Markennamen &#039;&#039;Melporit&#039;&#039; oder &#039;&#039;Melpodur&#039;&#039; (einem besonders harten Polystyrol-Hartschaum) vermarkteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweise und Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
Die Melporitbeute wurde primär für das &#039;&#039;&#039;Deutsch Normalmaß (DN)&#039;&#039;&#039; ausgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Sie bestand aus Melporit, einem harten, feinporigen Kunststoff (EPS), der im Vergleich zu heutigen Styroporbeuten oft eine geringere Wandstärke aufwies.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wandstärke:&#039;&#039;&#039; Ein charakteristisches Merkmal der Melporitbeute war die vergleichsweise geringe Wandstärke (ca. 20–30 mm). Dies unterschied sie deutlich von der späteren Segeberger Beute, die auf massive Wandstärken von rund 50 mm setzte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Modularität:&#039;&#039;&#039; Wie alle Magazinbeuten bestand sie aus Boden, mehreren Zargen und einem Deckel.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Einfachheit:&#039;&#039;&#039; Boden und Deckel waren identisch gehalten, weshalb für beide nur eine Gussform notwendig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenz zur Segeberger Beute ==&lt;br /&gt;
In den späten 1960er-Jahren kam es zu einem &amp;quot;Systemstreit&amp;quot; in der norddeutschen Imkerei. An der Imkerschule Bad Segeberg wurde unter der Leitung von Imkermeister Hans-Joachim Petersen die Segeberger Beute entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen, unter anderem durch den Imker Werner Wunder, ergaben Anfang der 1970er-Jahre, dass die dickwandigen Segeberger Beuten (50 mm Wandstärke) eine deutlich bessere Frühjahrsentwicklung der Völker ermöglichten als die dünnwandigeren Melporit-Modelle. Es wurde berichtet, dass Völker in der dickwandigen Konkurrenz bis zu 15 kg mehr Honig pro Jahr einbrachten. Infolgedessen verdrängte die Segeberger Beute, die 1971 in Serienproduktion ging, die Melporitbeute weitestgehend vom Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Heute hat die Melporitbeute fast nur noch Sammlerwert oder wird von Altimkern als &amp;quot;Bestandsmaterial&amp;quot; genutzt. Da das Material über die Jahrzehnte durch UV-Strahlung und Ameisensäurebehandlungen spröde werden kann, sind viele Exemplare bereits aus dem Betrieb ausgeschieden. Sie gilt jedoch als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur modernen Kunststoff-Imkerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wunder, Werner:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Die Segeberger Kunststoff-Magazinbeute. Entstehung, Entwicklung und Betriebsweise.&#039;&#039; Eigenverlag, Bad Segeberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Historische Kataloge:&#039;&#039;&#039; Verzeichnisse von Imkereibedarf-Händlern der 1960er Jahre (z.B. Graze, Holtermann), in denen Melporit- und Melpodur-Komponenten gelistet wurden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Imkerforum Nordbiene:&#039;&#039;&#039; Fachdiskussionen zur Materialbeschaffenheit und zum Vergleich zwischen Melpodur und EPS/Styropor.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Melporitbeute&amp;diff=124</id>
		<title>Melporitbeute</title>
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		<updated>2026-04-28T20:34:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Fotos&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Melporitbeute.jpg|mini|Melporitbeute, 2015]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Melporitbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Melporitbeute&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Melpodurbeute&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Melpodur&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Melporit-Beute&#039;&#039;&#039;) ist ein historischer Typ einer Bienenbeute aus Kunststoffschaum, der vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren in Deutschland verbreitet war. Sie gilt als eine der ersten serienmäßig gefertigten Magazinbeuten aus Kunststoff und als direkter Vorläufer bzw. zeitgenössische Konkurrenz zur heute marktführenden Segeberger Beute.&lt;br /&gt;
[[Datei:Melporitbeute 1979.jpg|mini|Melporitbeute, 1979]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Melporitbeute fiel in eine Zeit des Umbruchs in der deutschen Imkerei. Bis in die 1950er-Jahre dominierten Hinterbehandlungsbeuten aus Holz und Strohkörbe. Mit dem Aufkommen der Magazinimkerei suchte man nach Materialien, die leichter als Holz waren und eine bessere Wärmedämmung boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen 1960er-Jahren experimentierten verschiedene Hersteller mit expandiertem Polystyrol (Styropor). Die Melporitbeute wurde als dünnwandiges System konzipiert, um Materialkosten zu sparen und ein extrem geringes Gewicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Hersteller ===&lt;br /&gt;
Hinter der Melporitbeute stand maßgeblich die Entwicklung von Kunststoffschaum-Technologien für die Landwirtschaft. In Imkerkreisen wird oft ein Bezug zu frühen Kunststoffpionieren hergestellt. Die Produktion und der Vertrieb wurden über spezialisierte Imkereifachbetriebe abgewickelt, die das Material unter dem Markennamen &#039;&#039;Melporit&#039;&#039; oder &#039;&#039;Melpodur&#039;&#039; (einem besonders harten Polystyrol-Hartschaum) vermarkteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweise und Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
Die Melporitbeute wurde primär für das &#039;&#039;&#039;Deutsch Normalmaß (DN)&#039;&#039;&#039; ausgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Sie bestand aus Melporit, einem harten, feinporigen Kunststoff (EPS), der im Vergleich zu heutigen Styroporbeuten oft eine geringere Wandstärke aufwies.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wandstärke:&#039;&#039;&#039; Ein charakteristisches Merkmal der Melporitbeute war die vergleichsweise geringe Wandstärke (ca. 20–30 mm). Dies unterschied sie deutlich von der späteren Segeberger Beute, die auf massive Wandstärken von rund 50 mm setzte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Modularität:&#039;&#039;&#039; Wie alle Magazinbeuten bestand sie aus Boden, mehreren Zargen und einem Deckel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenz zur Segeberger Beute ==&lt;br /&gt;
In den späten 1960er-Jahren kam es zu einem &amp;quot;Systemstreit&amp;quot; in der norddeutschen Imkerei. An der Imkerschule Bad Segeberg wurde unter der Leitung von Imkermeister Hans-Joachim Petersen die Segeberger Beute entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen, unter anderem durch den Imker Werner Wunder, ergaben Anfang der 1970er-Jahre, dass die dickwandigen Segeberger Beuten (50 mm Wandstärke) eine deutlich bessere Frühjahrsentwicklung der Völker ermöglichten als die dünnwandigeren Melporit-Modelle. Es wurde berichtet, dass Völker in der dickwandigen Konkurrenz bis zu 15 kg mehr Honig pro Jahr einbrachten. Infolgedessen verdrängte die Segeberger Beute, die 1971 in Serienproduktion ging, die Melporitbeute weitestgehend vom Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Heute hat die Melporitbeute fast nur noch Sammlerwert oder wird von Altimkern als &amp;quot;Bestandsmaterial&amp;quot; genutzt. Da das Material über die Jahrzehnte durch UV-Strahlung und Ameisensäurebehandlungen spröde werden kann, sind viele Exemplare bereits aus dem Betrieb ausgeschieden. Sie gilt jedoch als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur modernen Kunststoff-Imkerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wunder, Werner:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Die Segeberger Kunststoff-Magazinbeute. Entstehung, Entwicklung und Betriebsweise.&#039;&#039; Eigenverlag, Bad Segeberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Historische Kataloge:&#039;&#039;&#039; Verzeichnisse von Imkereibedarf-Händlern der 1960er Jahre (z.B. Graze, Holtermann), in denen Melporit- und Melpodur-Komponenten gelistet wurden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Imkerforum Nordbiene:&#039;&#039;&#039; Fachdiskussionen zur Materialbeschaffenheit und zum Vergleich zwischen Melpodur und EPS/Styropor.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Melporitbeute 1979&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Melporitbeute&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Melporitbeute</title>
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		<updated>2026-04-28T05:14:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Seite erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Melporitbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Melporitbeute&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Melpodurbeute&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Melpodur&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Melporit-Beute&#039;&#039;&#039;) ist ein historischer Typ einer Bienenbeute aus Kunststoffschaum, der vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren in Deutschland verbreitet war. Sie gilt als eine der ersten serienmäßig gefertigten Magazinbeuten aus Kunststoff und als direkter Vorläufer bzw. zeitgenössische Konkurrenz zur heute marktführenden Segeberger Beute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Melporitbeute fiel in eine Zeit des Umbruchs in der deutschen Imkerei. Bis in die 1950er-Jahre dominierten Hinterbehandlungsbeuten aus Holz und Strohkörbe. Mit dem Aufkommen der Magazinimkerei suchte man nach Materialien, die leichter als Holz waren und eine bessere Wärmedämmung boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen 1960er-Jahren experimentierten verschiedene Hersteller mit expandiertem Polystyrol (Styropor). Die Melporitbeute wurde als dünnwandiges System konzipiert, um Materialkosten zu sparen und ein extrem geringes Gewicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Hersteller ===&lt;br /&gt;
Hinter der Melporitbeute stand maßgeblich die Entwicklung von Kunststoffschaum-Technologien für die Landwirtschaft. In Imkerkreisen wird oft ein Bezug zu frühen Kunststoffpionieren hergestellt. Die Produktion und der Vertrieb wurden über spezialisierte Imkereifachbetriebe abgewickelt, die das Material unter dem Markennamen &#039;&#039;Melporit&#039;&#039; oder &#039;&#039;Melpodur&#039;&#039; (einem besonders harten Polystyrol-Hartschaum) vermarkteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweise und Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
Die Melporitbeute wurde primär für das &#039;&#039;&#039;Deutsch Normalmaß (DN)&#039;&#039;&#039; ausgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Sie bestand aus Melporit, einem harten, feinporigen Kunststoff (EPS), der im Vergleich zu heutigen Styroporbeuten oft eine geringere Wandstärke aufwies.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wandstärke:&#039;&#039;&#039; Ein charakteristisches Merkmal der Melporitbeute war die vergleichsweise geringe Wandstärke (ca. 20–30 mm). Dies unterschied sie deutlich von der späteren Segeberger Beute, die auf massive Wandstärken von rund 50 mm setzte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Modularität:&#039;&#039;&#039; Wie alle Magazinbeuten bestand sie aus Boden, mehreren Zargen und einem Deckel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenz zur Segeberger Beute ==&lt;br /&gt;
In den späten 1960er-Jahren kam es zu einem &amp;quot;Systemstreit&amp;quot; in der norddeutschen Imkerei. An der Imkerschule Bad Segeberg wurde unter der Leitung von Imkermeister Hans-Joachim Petersen die Segeberger Beute entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen, unter anderem durch den Imker Werner Wunder, ergaben Anfang der 1970er-Jahre, dass die dickwandigen Segeberger Beuten (50 mm Wandstärke) eine deutlich bessere Frühjahrsentwicklung der Völker ermöglichten als die dünnwandigeren Melporit-Modelle. Es wurde berichtet, dass Völker in der dickwandigen Konkurrenz bis zu 15 kg mehr Honig pro Jahr einbrachten. Infolgedessen verdrängte die Segeberger Beute, die 1971 in Serienproduktion ging, die Melporitbeute weitestgehend vom Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Heute hat die Melporitbeute fast nur noch Sammlerwert oder wird von Altimkern als &amp;quot;Bestandsmaterial&amp;quot; genutzt. Da das Material über die Jahrzehnte durch UV-Strahlung und Ameisensäurebehandlungen spröde werden kann, sind viele Exemplare bereits aus dem Betrieb ausgeschieden. Sie gilt jedoch als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur modernen Kunststoff-Imkerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wunder, Werner:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Die Segeberger Kunststoff-Magazinbeute. Entstehung, Entwicklung und Betriebsweise.&#039;&#039; Eigenverlag, Bad Segeberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Historische Kataloge:&#039;&#039;&#039; Verzeichnisse von Imkereibedarf-Händlern der 1960er Jahre (z.B. Graze, Holtermann), in denen Melporit- und Melpodur-Komponenten gelistet wurden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Imkerforum Nordbiene:&#039;&#039;&#039; Fachdiskussionen zur Materialbeschaffenheit und zum Vergleich zwischen Melpodur und EPS/Styropor.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=120</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=120"/>
		<updated>2026-04-26T20:09:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Kategorien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Segeberger Beute mit Wanderboden.jpg|mini|Segeberger Beute, hier mit Wanderboden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Segeberger Beute mit Altboden und mit Flachboden.jpg|mini|Segeberger Beute mit Altboden (links) und mit Flachboden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das [[Deutsch-Normal-Maß]] (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte [[Kunststoffbeute]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren [[Holzmagazinbeute|Holzmagazinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;[[Horst Petersen]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Werner Schundau]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der [[Imkerschule Bad Segeberg]], gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„[[So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“]]&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen und mehr Honig produzieren als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Melporitbeute]]:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Frankenbeute]]:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße ([[Langstroth]], [[Zander]], DNM, [[Dadant]]) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen ([[Propolisierung]] erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenbeute und Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=119</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
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		<updated>2026-04-26T20:01:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Segeberger Beute mit Altboden und mit Flachboden&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Segeberger Beute mit Wanderboden.jpg|mini|Segeberger Beute, hier mit Wanderboden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Segeberger Beute mit Altboden und mit Flachboden.jpg|mini|Segeberger Beute mit Altboden (links) und mit Flachboden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das [[Deutsch-Normal-Maß]] (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte [[Kunststoffbeute]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren [[Holzmagazinbeute|Holzmagazinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;[[Horst Petersen]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Werner Schundau]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der [[Imkerschule Bad Segeberg]], gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„[[So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“]]&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen und mehr Honig produzieren als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Melporitbeute]]:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Frankenbeute]]:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße ([[Langstroth]], [[Zander]], DNM, [[Dadant]]) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen ([[Propolisierung]] erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Datei:Segeberger_Beute_mit_Altboden_und_mit_Flachboden.jpg&amp;diff=118</id>
		<title>Datei:Segeberger Beute mit Altboden und mit Flachboden.jpg</title>
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		<updated>2026-04-26T20:01:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Segeberger Beute mit Altboden und mit Flachboden&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=117</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=117"/>
		<updated>2026-04-26T20:00:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Segeberger Beute mit Wanderboden&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Segeberger Beute mit Wanderboden.jpg|mini|Segeberger Beute, hier mit Wanderboden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das [[Deutsch-Normal-Maß]] (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte [[Kunststoffbeute]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren [[Holzmagazinbeute|Holzmagazinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;[[Horst Petersen]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Werner Schundau]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der [[Imkerschule Bad Segeberg]], gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„[[So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“]]&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen und mehr Honig produzieren als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Melporitbeute]]:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Frankenbeute]]:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße ([[Langstroth]], [[Zander]], DNM, [[Dadant]]) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen ([[Propolisierung]] erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Datei:Segeberger_Beute_mit_Wanderboden.jpg&amp;diff=116</id>
		<title>Datei:Segeberger Beute mit Wanderboden.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Datei:Segeberger_Beute_mit_Wanderboden.jpg&amp;diff=116"/>
		<updated>2026-04-26T20:00:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Segeberger Beute mit Wanderboden&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=115</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=115"/>
		<updated>2026-04-26T19:34:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das [[Deutsch-Normal-Maß]] (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte [[Kunststoffbeute]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren [[Holzmagazinbeute|Holzmagazinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;[[Horst Petersen]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Werner Schundau]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der [[Imkerschule Bad Segeberg]], gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„[[So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“]]&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen und mehr Honig produzieren als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Melporitbeute]]:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Frankenbeute]]:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße ([[Langstroth]], [[Zander]], DNM, [[Dadant]]) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen ([[Propolisierung]] erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=114</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=114"/>
		<updated>2026-04-26T19:33:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das [[Deutsch-Normal-Maß]] (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte [[Kunststoffbeute]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren [[Holzmagazinbeuten|Holzmagazinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;[[Horst Petersen]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Werner Schundau]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der [[Imkerschule Bad Segeberg]], gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„[[So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“]]&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen und mehr Honig produzieren als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Melporitbeute]]:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Frankenbeute]]:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße ([[Langstroth]], [[Zander]], DNM, [[Dadant]]) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen ([[Propolisierung]] erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=113</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=113"/>
		<updated>2026-04-26T19:33:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das [[Deutsch-Normal-Maß]] (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte [[Kunststoffbeute]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren [[Holzmagazine|Holzmagazinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;[[Horst Petersen]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Werner Schundau]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der [[Imkerschule Bad Segeberg]], gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„[[So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“]]&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen und mehr Honig produzieren als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Melporitbeute]]:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Frankenbeute]]:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße ([[Langstroth]], [[Zander]], DNM, [[Dadant]]) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen ([[Propolisierung]] erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=112</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=112"/>
		<updated>2026-04-26T19:28:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das [[Deutsch-Normal-Maß]] (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte [[Kunststoffbeute]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren [[Holzmagazinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;[[Horst Petersen]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Werner Schundau]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der [[Imkerschule Bad Segeberg]], gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„[[So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“]]&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen und mehr Honig produzieren als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Melporitbeute]]:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Frankenbeute]]:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße ([[Langstroth]], [[Zander]], DNM, [[Dadant]]) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen ([[Propolisierung]] erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=111</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=111"/>
		<updated>2026-04-26T19:27:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: und mehr Honig produzierten&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das [[Deutsch-Normal-Maß]] (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte [[Kunststoffbeute]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren [[Holzmagazinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;[[Horst Petersen]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Werner Schundau]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der [[Imkerschule Bad Segeberg]], gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„[[So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“]]&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen und mehr Honig produzierten als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Melporitbeute]]:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Frankenbeute]]:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße ([[Langstroth]], [[Zander]], DNM, [[Dadant]]) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen ([[Propolisierung]] erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=110</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=110"/>
		<updated>2026-04-26T19:17:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das [[Deutsch-Normal-Maß]] (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte [[Kunststoffbeute]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren [[Holzmagazinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;[[Horst Petersen]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Werner Schundau]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der [[Imkerschule Bad Segeberg]], gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„[[So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“]]&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Melporitbeute]]:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Frankenbeute]]:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße ([[Langstroth]], [[Zander]], DNM, [[Dadant]]) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen ([[Propolisierung]] erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=109</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=109"/>
		<updated>2026-04-26T19:16:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Interne Links&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das [[Deutsch-Normal-Maß]] (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte [[Kunststoffbeute]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren [[Holzmagazinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;[[Horst Petersen]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Werner Schundau]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der [[Imkerschule Bad Segeberg]], gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;[[Warmbau]]&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;[[Kaltbau]]&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Melporitbeute]]:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Frankenbeute]]:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße ([[Langstroth]], [[Zander]], DNM, [[Dadant]]) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Wärmedämmung.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen ([[Propolisierung]] erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=108</id>
		<title>Segeberger Kunststoff-Magazinbeute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Kunststoff-Magazinbeute&amp;diff=108"/>
		<updated>2026-04-26T19:07:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Seite erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Segeberger Kunststoff-Magazinbeute =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Segeberger Kunststoff-Magazinbeute&#039;&#039;&#039;, im Imkerjargon meist kurz &#039;&#039;&#039;Segeberger Beute&#039;&#039;&#039; genannt, ist ein im deutschsprachigen Raum weit verbreitetes Beutensystem aus hartgeschäumtem Polystyrol (Styropor). Sie wurde speziell für das Deutsch-Normal-Maß (DNM) entwickelt und gilt als die meistgenutzte Kunststoffbeute in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Segeberger Beute begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit suchten Imker und Verbände nach einer leichten, witterungsbeständigen und gut isolierten Alternative zu den bis dahin dominierenden Hinterbehandlungsbeuten aus Holz oder Stroh sowie den schweren Holzmagazinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfinder und Akteure ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Popularisierung waren &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Horst Petersen&#039;&#039;&#039;, der damalige Leiter der Imkerschule Bad Segeberg, gab den Anstoß für die Konstruktion einer modernen Magazinbeute, die den klimatischen Bedingungen Norddeutschlands gerecht werden sollte. Nach dem Standort der Schule erhielt die Beute ihren Namen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Werner Schundau&#039;&#039;&#039; (1913–1997) gilt als der „Vater der Segeberger Beute“. Er verfeinerte das Konzept und entwickelte die dazugehörige Betriebsweise. Sein Fachbuch &#039;&#039;„So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute“&#039;&#039; gilt bis heute als Standardwerk für dieses System. Er wies in Vergleichsversuchen nach, dass Völker in der stark isolierenden Styroporbeute im Frühjahr eine schnellere Entwicklung zeigen als in Holzbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baujahr und Markteinführung ===&lt;br /&gt;
Die Serienproduktion der Segeberger Beute startete im Jahr &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;. Sie wurde anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker produziert. Durch die industrielle Fertigung konnten hohe Stückzahlen bei gleichbleibender Passgenauigkeit erreicht werden. Bis 1983 wurden bereits über 110.000 Zargen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Beute ist als Magazinbeute konzipiert, bei der die Zargen (Brut- und Honigräume) einfach übereinandergesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039; Hochverdichteter Styropor-Hartschaum. Dieser bietet eine exzellente Wärmedämmung, ist leicht (eine leere Zarge wiegt ca. 1,6 kg) und fäulnisbeständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maße:&#039;&#039;&#039; Die Zarge ist quadratisch (Außenmaß 50 × 50 cm) und nimmt 11 Rähmchen im Deutsch-Normal-Maß auf. Durch die quadratische Form ist sowohl der &#039;&#039;&#039;Warmbau&#039;&#039;&#039; als auch der &#039;&#039;&#039;Kaltbau&#039;&#039;&#039; möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kompatibilität:&#039;&#039;&#039; Das System ist modular aufgebaut. Es gibt verschiedene Bodenvarianten (Hochboden, Flachboden), Fütterer und Zargenhöhen (z. B. 1,5 DNM oder Halbzargen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenzprodukte und Marktumfeld ==&lt;br /&gt;
Bei der Einführung der Segeberger Beute gab es andere Kunststoffsysteme, die um die Gunst der Imker warben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Melporitbeute:&#039;&#039;&#039; Eine frühe Kunststoffbeute, die jedoch dünnwandiger war als die Segeberger. In Praxisvergleichen (u. a. durch Schundau) stellte sich heraus, dass die dickere Wandung der Segeberger Beute (ca. 40–50 mm) deutliche Ertragsvorteile durch bessere Wärmehaltung bot, weshalb sich die Melporitbeute langfristig nicht durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frankenbeute:&#039;&#039;&#039; Ein späteres System, das ebenfalls aus Styropor besteht, aber den Vorteil bietet, verschiedene Rähmchenmaße (Zander, DNM, Dadant) in einem System zu kombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sehr gute Überwinterung und schnelle Frühjahrsentwicklung durch hohe Isolation.&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht schont den Rücken des Imkers.&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit (30–40 Jahre sind bei entsprechendem Schutzanstrich keine Seltenheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Material ist weicher als Holz; Bienen können es annagen (Propolsierung erschwert das Lösen der Zargen).&lt;br /&gt;
* Specht- und Mäuseschäden treten häufiger auf als bei Holzbeuten.&lt;br /&gt;
* Entsorgung von altem Styropor ist ökologisch aufwendiger als bei Naturmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Schundau: &#039;&#039;So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute.&#039;&#039; 10. Auflage. Eigenverlag/Imkereibedarfshandel.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Seip: &#039;&#039;Die Segeberger Beute und ihre Geschichte.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Bienenwelt&#039;&#039;, Ausgabe 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Segeberger Beute - Wikipedia&lt;br /&gt;
# Original Segeberger Kunststoffbeute - Bienenzuchtbedarf Seip&lt;br /&gt;
# Wissenswertes zur Segeberger Beute - Imkereibedarf Bienenweber (PDF)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Segeberger_Beute&amp;diff=107</id>
		<title>Segeberger Beute</title>
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		<updated>2026-04-26T19:06:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Weiterleitung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Segeberger Kunststoff-Magazinbeute]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_ligustica&amp;diff=106</id>
		<title>Apis mellifera ligustica</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_ligustica&amp;diff=106"/>
		<updated>2026-04-25T20:07:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Scutellum&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis mellifera ligustica.jpg|mini|Italienische Biene Apis mellifera ligustica]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Italienische Biene Apis mellifera ligustica (Spinola 1806) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Italienische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Italiener-Biene&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Ligustica&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine natürlich entstandene [[Unterart]] der [[Westliche Honigbiene|Westlichen Honigbiene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039;). Sie gilt heute als die weltweit am häufigsten gehaltene Honigbienenrasse, was auf ihre hohe Anpassungsfähigkeit und ihre hervorragenden imkerlichen Eigenschaften zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprüngliche Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Habitat der &#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039; ist die italienische Halbinsel. Dort überdauerte sie die letzte Eiszeit südlich der Alpen (mit Ausnahme Siziliens, wo die &#039;&#039;[[Apis mellifera siciliana]]&#039;&#039; heimisch ist). Die natürliche Barriere der Alpen im Norden führte zu einer genetischen Isolierung gegenüber der [[Dunkle Biene|Dunklen Biene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera mellifera|A. m. mellifera]]&#039;&#039;) und der [[Kärntner Biene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera carnica|A. m. carnica]]&#039;&#039;). Ihr Kerngebiet erstreckt sich von den Ligurischen Alpen bis nach Kalabrien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica ist eine mittelgroße, schlanke Biene mit auffälliger Färbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Das markanteste Merkmal sind die hellgelben bis lederbraunen Ringe (Segmente) auf dem Hinterleib. Meist zeigen sich zwei bis drei deutlich gelbe Ringe, bei manchen Zuchtlinien (wie der extrem hellen „[[Goldbiene]]“) auch mehr.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Scutellum]]&#039;&#039;&#039;: Das Scutellum, also der Bügel im hinteren Bereich des Thorax, ist bei der Ligustica stets leuchtend gelb. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarkleid:&#039;&#039;&#039; Die [[Filzbinden]] auf den Rückenschuppen sind breit und gelblich. Das [[Überhaar]] ist kurz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Körperbau:&#039;&#039;&#039; Sie hat im Vergleich zu nördlichen Rassen längere Körperanhänge ([[Rüssel]] und Beine). Der Rüssel ist mit 6,3 bis 6,6 mm recht lang, was ihr den Zugang zu tiefer liegenden Nektarquellen (z. B. Rotklee) ermöglicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Kubitalindex]]:&#039;&#039;&#039; Der Index liegt im Durchschnitt zwischen 2,2 und 2,5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica zeichnet sich durch ein spezifisches biologisches Profil aus, das sie für die moderne Imkerei besonders attraktiv macht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als äußerst friedfertig und ruhig auf der Wabe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutverhalten:&#039;&#039;&#039; Die Völker gehen mit einer sehr starken Volksstärke in den Winter und beginnen im Frühjahr früh mit einer massiven Bruttätigkeit, die oft bis spät in den Herbst anhält. Dies führt zu einem hohen Futterverbrauch im Winter.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Honigleistung:&#039;&#039;&#039; Sie ist eine exzellente Sammlerin von Blütenhonigen und zeigt eine geringe Schwarmneigung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wabenbau:&#039;&#039;&#039; Die Ligustica ist für ihren regelmäßigen Wabenbau und die schneeweißen Wachsdeckel bei der Honigverdeckung bekannt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039; Aufgrund ihres hohen Drangs zum Sammeln neigt sie bei Trachtmangel stärker zur [[Räuberei]] als andere Rassen. Auch der [[Verflug]] (Bienen fliegen in fremde Stöcke ein) ist bei ihr stärker ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Urzüchter ==&lt;br /&gt;
Die weltweite Verbreitung der Ligustica begann Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Erstbeschreibung:&#039;&#039;&#039; [[Maximilian Spinola]] beschrieb die Unterart im Jahr 1806.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Internationale Expansion:&#039;&#039;&#039; 1853 brachte der deutsche Bienenforscher [[August von Berlepsch]] die ersten Ligustica-Königinnen nach Deutschland. Fast zeitgleich wurde sie von [[Jan Dzierżon]] in Polen und 1859 von [[Thomas White Woodbury]] in England eingeführt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;USA:&#039;&#039;&#039; Im Jahr 1859 gelangten die ersten Völker in die USA, wo sie die dort zuerst eingeführte, aber als stechlustig geltende Dunkle Biene innerhalb weniger Jahrzehnte fast vollständig ersetzten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wichtige Züchter:&#039;&#039;&#039; Zu den Pionieren der Ligustica-Zucht gehören die Familie &#039;&#039;&#039;[[Piana]]&#039;&#039;&#039; (Bologna), die seit Generationen die Zucht der &amp;quot;Ligurischen Biene&amp;quot; prägt, sowie &#039;&#039;&#039;[[Giulio Piana]]&#039;&#039;&#039;, der die Selektion auf Sanftmut und Ertrag perfektionierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Zuchtlinien und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Heute wird die Ligustica global gezüchtet, wobei sich verschiedene regionale Schwerpunkte und Zuchtziele entwickelt haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Italienische Linien:&#039;&#039;&#039; Die klassischen Linien (z. B. Piana) fokussieren auf die Erhaltung des ursprünglichen Typs der Halbinsel.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Amerikanische Ligustica:&#039;&#039;&#039; In den USA wurden Linien selektiert, die extrem hell (gelb) sind und eine enorme Bruttätigkeit aufweisen, um für die Bestäubungsimkerei (z. B. Mandelblüte in Kalifornien) schnell große Völker bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kangaroo Island (Australien):&#039;&#039;&#039; Auf dieser Insel befindet sich das weltweit einzige Schutzgebiet für die reine Ligurische Biene. Die 1884 dorthin gebrachten Bienen gelten als die letzten genetisch unverfälschten Nachfahren der ursprünglichen norditalienischen Biene, da sie dort isoliert von anderen Rassen leben.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[VSH]]-Ligustica:&#039;&#039;&#039; Moderne Zuchtbemühungen (u. a. in den USA und Europa) konzentrieren sich auf das Merkmal der &#039;&#039;[[Varroa Sensitive Hygiene]]&#039;&#039; (VSH), um Bienen zu selektieren, die sich aktiv gegen die [[Varroamilbe]] wehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Ehrenwirth, München 1992, ISBN 3-431-03204-6.&lt;br /&gt;
* Brother Adam: &#039;&#039;Meine Betriebsweise: Erfolgreich imkern wie im Kloster Buckfast&#039;&#039;. Verlag Fischer, Stuttgart 2019.&lt;br /&gt;
* Spinola, M. (1806): &#039;&#039;Insectorum Liguriae species novae aut rariores&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* L’allevamento di api Regine: &#039;&#039;Una per tutte... tutte per una&#039;&#039; (B. Pasini, M. T. Falda).&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_ligustica&amp;diff=105</id>
		<title>Apis mellifera ligustica</title>
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		<updated>2026-04-25T20:01:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis mellifera ligustica.jpg|mini|Italienische Biene Apis mellifera ligustica]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Italienische Biene Apis mellifera ligustica (Spinola 1806) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Italienische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Italiener-Biene&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Ligustica&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine natürlich entstandene [[Unterart]] der [[Westliche Honigbiene|Westlichen Honigbiene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039;). Sie gilt heute als die weltweit am häufigsten gehaltene Honigbienenrasse, was auf ihre hohe Anpassungsfähigkeit und ihre hervorragenden imkerlichen Eigenschaften zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprüngliche Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Habitat der &#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039; ist die italienische Halbinsel. Dort überdauerte sie die letzte Eiszeit südlich der Alpen (mit Ausnahme Siziliens, wo die &#039;&#039;[[Apis mellifera siciliana]]&#039;&#039; heimisch ist). Die natürliche Barriere der Alpen im Norden führte zu einer genetischen Isolierung gegenüber der [[Dunkle Biene|Dunklen Biene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera mellifera|A. m. mellifera]]&#039;&#039;) und der [[Kärntner Biene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera carnica|A. m. carnica]]&#039;&#039;). Ihr Kerngebiet erstreckt sich von den Ligurischen Alpen bis nach Kalabrien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica ist eine mittelgroße, schlanke Biene mit auffälliger Färbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Das markanteste Merkmal sind die hellgelben bis lederbraunen Ringe (Segmente) auf dem Hinterleib. Meist zeigen sich zwei bis drei deutlich gelbe Ringe, bei manchen Zuchtlinien (wie der extrem hellen „[[Goldbiene]]“) auch mehr.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarkleid:&#039;&#039;&#039; Die [[Filzbinden]] auf den Rückenschuppen sind breit und gelblich. Das [[Überhaar]] ist kurz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Körperbau:&#039;&#039;&#039; Sie hat im Vergleich zu nördlichen Rassen längere Körperanhänge ([[Rüssel]] und Beine). Der Rüssel ist mit 6,3 bis 6,6 mm recht lang, was ihr den Zugang zu tiefer liegenden Nektarquellen (z. B. Rotklee) ermöglicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Kubitalindex]]:&#039;&#039;&#039; Der Index liegt im Durchschnitt zwischen 2,2 und 2,5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica zeichnet sich durch ein spezifisches biologisches Profil aus, das sie für die moderne Imkerei besonders attraktiv macht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als äußerst friedfertig und ruhig auf der Wabe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutverhalten:&#039;&#039;&#039; Die Völker gehen mit einer sehr starken Volksstärke in den Winter und beginnen im Frühjahr früh mit einer massiven Bruttätigkeit, die oft bis spät in den Herbst anhält. Dies führt zu einem hohen Futterverbrauch im Winter.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Honigleistung:&#039;&#039;&#039; Sie ist eine exzellente Sammlerin von Blütenhonigen und zeigt eine geringe Schwarmneigung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wabenbau:&#039;&#039;&#039; Die Ligustica ist für ihren regelmäßigen Wabenbau und die schneeweißen Wachsdeckel bei der Honigverdeckung bekannt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039; Aufgrund ihres hohen Drangs zum Sammeln neigt sie bei Trachtmangel stärker zur [[Räuberei]] als andere Rassen. Auch der [[Verflug]] (Bienen fliegen in fremde Stöcke ein) ist bei ihr stärker ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Urzüchter ==&lt;br /&gt;
Die weltweite Verbreitung der Ligustica begann Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Erstbeschreibung:&#039;&#039;&#039; [[Maximilian Spinola]] beschrieb die Unterart im Jahr 1806.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Internationale Expansion:&#039;&#039;&#039; 1853 brachte der deutsche Bienenforscher [[August von Berlepsch]] die ersten Ligustica-Königinnen nach Deutschland. Fast zeitgleich wurde sie von [[Jan Dzierżon]] in Polen und 1859 von [[Thomas White Woodbury]] in England eingeführt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;USA:&#039;&#039;&#039; Im Jahr 1859 gelangten die ersten Völker in die USA, wo sie die dort zuerst eingeführte, aber als stechlustig geltende Dunkle Biene innerhalb weniger Jahrzehnte fast vollständig ersetzten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wichtige Züchter:&#039;&#039;&#039; Zu den Pionieren der Ligustica-Zucht gehören die Familie &#039;&#039;&#039;[[Piana]]&#039;&#039;&#039; (Bologna), die seit Generationen die Zucht der &amp;quot;Ligurischen Biene&amp;quot; prägt, sowie &#039;&#039;&#039;[[Giulio Piana]]&#039;&#039;&#039;, der die Selektion auf Sanftmut und Ertrag perfektionierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Zuchtlinien und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Heute wird die Ligustica global gezüchtet, wobei sich verschiedene regionale Schwerpunkte und Zuchtziele entwickelt haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Italienische Linien:&#039;&#039;&#039; Die klassischen Linien (z. B. Piana) fokussieren auf die Erhaltung des ursprünglichen Typs der Halbinsel.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Amerikanische Ligustica:&#039;&#039;&#039; In den USA wurden Linien selektiert, die extrem hell (gelb) sind und eine enorme Bruttätigkeit aufweisen, um für die Bestäubungsimkerei (z. B. Mandelblüte in Kalifornien) schnell große Völker bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kangaroo Island (Australien):&#039;&#039;&#039; Auf dieser Insel befindet sich das weltweit einzige Schutzgebiet für die reine Ligurische Biene. Die 1884 dorthin gebrachten Bienen gelten als die letzten genetisch unverfälschten Nachfahren der ursprünglichen norditalienischen Biene, da sie dort isoliert von anderen Rassen leben.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[VSH]]-Ligustica:&#039;&#039;&#039; Moderne Zuchtbemühungen (u. a. in den USA und Europa) konzentrieren sich auf das Merkmal der &#039;&#039;[[Varroa Sensitive Hygiene]]&#039;&#039; (VSH), um Bienen zu selektieren, die sich aktiv gegen die [[Varroamilbe]] wehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Ehrenwirth, München 1992, ISBN 3-431-03204-6.&lt;br /&gt;
* Brother Adam: &#039;&#039;Meine Betriebsweise: Erfolgreich imkern wie im Kloster Buckfast&#039;&#039;. Verlag Fischer, Stuttgart 2019.&lt;br /&gt;
* Spinola, M. (1806): &#039;&#039;Insectorum Liguriae species novae aut rariores&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* L’allevamento di api Regine: &#039;&#039;Una per tutte... tutte per una&#039;&#039; (B. Pasini, M. T. Falda).&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Datei:Apis_mellifera_ligustica.jpg&amp;diff=104</id>
		<title>Datei:Apis mellifera ligustica.jpg</title>
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		<updated>2026-04-25T20:00:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Apis mellifera ligustica&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_ligustica&amp;diff=103</id>
		<title>Apis mellifera ligustica</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_ligustica&amp;diff=103"/>
		<updated>2026-04-25T19:54:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Links eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Italienische Biene Apis mellifera ligustica (Spinola 1806) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Italienische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Italiener-Biene&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Ligustica&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine natürlich entstandene [[Unterart]] der [[Westliche Honigbiene|Westlichen Honigbiene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039;). Sie gilt heute als die weltweit am häufigsten gehaltene Honigbienenrasse, was auf ihre hohe Anpassungsfähigkeit und ihre hervorragenden imkerlichen Eigenschaften zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprüngliche Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Habitat der &#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039; ist die italienische Halbinsel. Dort überdauerte sie die letzte Eiszeit südlich der Alpen (mit Ausnahme Siziliens, wo die &#039;&#039;[[Apis mellifera siciliana]]&#039;&#039; heimisch ist). Die natürliche Barriere der Alpen im Norden führte zu einer genetischen Isolierung gegenüber der [[Dunkle Biene|Dunklen Biene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera mellifera|A. m. mellifera]]&#039;&#039;) und der [[Kärntner Biene]] (&#039;&#039;[[Apis mellifera carnica|A. m. carnica]]&#039;&#039;). Ihr Kerngebiet erstreckt sich von den Ligurischen Alpen bis nach Kalabrien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica ist eine mittelgroße, schlanke Biene mit auffälliger Färbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Das markanteste Merkmal sind die hellgelben bis lederbraunen Ringe (Segmente) auf dem Hinterleib. Meist zeigen sich zwei bis drei deutlich gelbe Ringe, bei manchen Zuchtlinien (wie der extrem hellen „[[Goldbiene]]“) auch mehr.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarkleid:&#039;&#039;&#039; Die [[Filzbinden]] auf den Rückenschuppen sind breit und gelblich. Das [[Überhaar]] ist kurz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Körperbau:&#039;&#039;&#039; Sie hat im Vergleich zu nördlichen Rassen längere Körperanhänge ([[Rüssel]] und Beine). Der Rüssel ist mit 6,3 bis 6,6 mm recht lang, was ihr den Zugang zu tiefer liegenden Nektarquellen (z. B. Rotklee) ermöglicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Kubitalindex]]:&#039;&#039;&#039; Der Index liegt im Durchschnitt zwischen 2,2 und 2,5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica zeichnet sich durch ein spezifisches biologisches Profil aus, das sie für die moderne Imkerei besonders attraktiv macht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als äußerst friedfertig und ruhig auf der Wabe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutverhalten:&#039;&#039;&#039; Die Völker gehen mit einer sehr starken Volksstärke in den Winter und beginnen im Frühjahr früh mit einer massiven Bruttätigkeit, die oft bis spät in den Herbst anhält. Dies führt zu einem hohen Futterverbrauch im Winter.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Honigleistung:&#039;&#039;&#039; Sie ist eine exzellente Sammlerin von Blütenhonigen und zeigt eine geringe Schwarmneigung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wabenbau:&#039;&#039;&#039; Die Ligustica ist für ihren regelmäßigen Wabenbau und die schneeweißen Wachsdeckel bei der Honigverdeckung bekannt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039; Aufgrund ihres hohen Drangs zum Sammeln neigt sie bei Trachtmangel stärker zur [[Räuberei]] als andere Rassen. Auch der [[Verflug]] (Bienen fliegen in fremde Stöcke ein) ist bei ihr stärker ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Urzüchter ==&lt;br /&gt;
Die weltweite Verbreitung der Ligustica begann Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Erstbeschreibung:&#039;&#039;&#039; [[Maximilian Spinola]] beschrieb die Unterart im Jahr 1806.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Internationale Expansion:&#039;&#039;&#039; 1853 brachte der deutsche Bienenforscher [[August von Berlepsch]] die ersten Ligustica-Königinnen nach Deutschland. Fast zeitgleich wurde sie von [[Jan Dzierżon]] in Polen und 1859 von [[Thomas White Woodbury]] in England eingeführt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;USA:&#039;&#039;&#039; Im Jahr 1859 gelangten die ersten Völker in die USA, wo sie die dort zuerst eingeführte, aber als stechlustig geltende Dunkle Biene innerhalb weniger Jahrzehnte fast vollständig ersetzten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wichtige Züchter:&#039;&#039;&#039; Zu den Pionieren der Ligustica-Zucht gehören die Familie &#039;&#039;&#039;[[Piana]]&#039;&#039;&#039; (Bologna), die seit Generationen die Zucht der &amp;quot;Ligurischen Biene&amp;quot; prägt, sowie &#039;&#039;&#039;[[Giulio Piana]]&#039;&#039;&#039;, der die Selektion auf Sanftmut und Ertrag perfektionierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Zuchtlinien und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Heute wird die Ligustica global gezüchtet, wobei sich verschiedene regionale Schwerpunkte und Zuchtziele entwickelt haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Italienische Linien:&#039;&#039;&#039; Die klassischen Linien (z. B. Piana) fokussieren auf die Erhaltung des ursprünglichen Typs der Halbinsel.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Amerikanische Ligustica:&#039;&#039;&#039; In den USA wurden Linien selektiert, die extrem hell (gelb) sind und eine enorme Bruttätigkeit aufweisen, um für die Bestäubungsimkerei (z. B. Mandelblüte in Kalifornien) schnell große Völker bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kangaroo Island (Australien):&#039;&#039;&#039; Auf dieser Insel befindet sich das weltweit einzige Schutzgebiet für die reine Ligurische Biene. Die 1884 dorthin gebrachten Bienen gelten als die letzten genetisch unverfälschten Nachfahren der ursprünglichen norditalienischen Biene, da sie dort isoliert von anderen Rassen leben.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[VSH]]-Ligustica:&#039;&#039;&#039; Moderne Zuchtbemühungen (u. a. in den USA und Europa) konzentrieren sich auf das Merkmal der &#039;&#039;[[Varroa Sensitive Hygiene]]&#039;&#039; (VSH), um Bienen zu selektieren, die sich aktiv gegen die [[Varroamilbe]] wehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Ehrenwirth, München 1992, ISBN 3-431-03204-6.&lt;br /&gt;
* Brother Adam: &#039;&#039;Meine Betriebsweise: Erfolgreich imkern wie im Kloster Buckfast&#039;&#039;. Verlag Fischer, Stuttgart 2019.&lt;br /&gt;
* Spinola, M. (1806): &#039;&#039;Insectorum Liguriae species novae aut rariores&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* L’allevamento di api Regine: &#039;&#039;Una per tutte... tutte per una&#039;&#039; (B. Pasini, M. T. Falda).&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_ligustica&amp;diff=102</id>
		<title>Apis mellifera ligustica</title>
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		<updated>2026-04-25T19:45:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Italienische Biene Apis mellifera ligustica (Spinola 1806) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Italienische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Italiener-Biene&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Ligustica&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine natürlich entstandene [[Unterart]] der Westlichen Honigbiene (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;). Sie gilt heute als die weltweit am häufigsten gehaltene Honigbienenrasse, was auf ihre hohe Anpassungsfähigkeit und ihre hervorragenden imkerlichen Eigenschaften zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprüngliche Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Habitat der &#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039; ist die italienische Halbinsel. Dort überdauerte sie die letzte Eiszeit südlich der Alpen (mit Ausnahme Siziliens, wo die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; heimisch ist). Die natürliche Barriere der Alpen im Norden führte zu einer genetischen Isolierung gegenüber der Dunklen Biene (&#039;&#039;A. m. mellifera&#039;&#039;) und der Kärntner Biene (&#039;&#039;A. m. carnica&#039;&#039;). Ihr Kerngebiet erstreckt sich von den Ligurischen Alpen bis nach Kalabrien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica ist eine mittelgroße, schlanke Biene mit auffälliger Färbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Das markanteste Merkmal sind die hellgelben bis lederbraunen Ringe (Segmente) auf dem Hinterleib. Meist zeigen sich zwei bis drei deutlich gelbe Ringe, bei manchen Zuchtlinien (wie der extrem hellen „Goldbiene“) auch mehr.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarkleid:&#039;&#039;&#039; Die Filzbinden auf den Rückenschuppen sind breit und gelblich. Das Überhaar ist kurz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Körperbau:&#039;&#039;&#039; Sie hat im Vergleich zu nördlichen Rassen längere Körperanhänge (Rüssel und Beine). Der Rüssel ist mit 6,3 bis 6,6 mm recht lang, was ihr den Zugang zu tiefer liegenden Nektarquellen (z. B. Rotklee) ermöglicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kubitalindex:&#039;&#039;&#039; Der Index liegt im Durchschnitt zwischen 2,2 und 2,5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica zeichnet sich durch ein spezifisches biologisches Profil aus, das sie für die moderne Imkerei besonders attraktiv macht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als äußerst friedfertig und ruhig auf der Wabe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutverhalten:&#039;&#039;&#039; Die Völker gehen mit einer sehr starken Volksstärke in den Winter und beginnen im Frühjahr früh mit einer massiven Bruttätigkeit, die oft bis spät in den Herbst anhält. Dies führt zu einem hohen Futterverbrauch im Winter.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Honigleistung:&#039;&#039;&#039; Sie ist eine exzellente Sammlerin von Blütenhonigen und zeigt eine geringe Schwarmneigung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wabenbau:&#039;&#039;&#039; Die Ligustica ist für ihren regelmäßigen Wabenbau und die schneeweißen Wachsdeckel bei der Honigverdeckung bekannt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039; Aufgrund ihres hohen Drangs zum Sammeln neigt sie bei Trachtmangel stärker zur Räuberei als andere Rassen. Auch der Verflug (Bienen fliegen in fremde Stöcke ein) ist bei ihr stärker ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Urzüchter ==&lt;br /&gt;
Die weltweite Verbreitung der Ligustica begann Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Erstbeschreibung:&#039;&#039;&#039; Maximilian Spinola beschrieb die Unterart im Jahr 1806.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Internationale Expansion:&#039;&#039;&#039; 1853 brachte der deutsche Bienenforscher August von Berlepsch die ersten Ligustica-Königinnen nach Deutschland. Fast zeitgleich wurde sie von Jan Dzierżon in Polen und 1859 von Thomas White Woodbury in England eingeführt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;USA:&#039;&#039;&#039; Im Jahr 1859 gelangten die ersten Völker in die USA, wo sie die dort heimische, aber als stechlustig geltende Dunkle Biene innerhalb weniger Jahrzehnte fast vollständig ersetzten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wichtige Züchter:&#039;&#039;&#039; Zu den Pionieren der Ligustica-Zucht gehören die Familie &#039;&#039;&#039;Piana&#039;&#039;&#039; (Bologna), die seit Generationen die Zucht der &amp;quot;Ligurischen Biene&amp;quot; prägt, sowie &#039;&#039;&#039;Giulio Piana&#039;&#039;&#039;, der die Selektion auf Sanftmut und Ertrag perfektionierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Zuchtlinien und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Heute wird die Ligustica global gezüchtet, wobei sich verschiedene regionale Schwerpunkte und Zuchtziele entwickelt haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Italienische Linien:&#039;&#039;&#039; Die klassischen Linien (z. B. Piana) fokussieren auf die Erhaltung des ursprünglichen Typs der Halbinsel.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Amerikanische Ligustica:&#039;&#039;&#039; In den USA wurden Linien selektiert, die extrem hell (gelb) sind und eine enorme Bruttätigkeit aufweisen, um für die Bestäubungsimkerei (z. B. Mandelblüte in Kalifornien) schnell große Völker bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kangaroo Island (Australien):&#039;&#039;&#039; Auf dieser Insel befindet sich das weltweit einzige Schutzgebiet für die reine Ligurische Biene. Die 1884 dorthin gebrachten Bienen gelten als die letzten genetisch unverfälschten Nachfahren der ursprünglichen norditalienischen Biene, da sie dort isoliert von anderen Rassen leben.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;VSH-Ligustica:&#039;&#039;&#039; Moderne Zuchtbemühungen (u. a. in den USA und Europa) konzentrieren sich auf das Merkmal der &#039;&#039;Varroa Sensitive Hygiene&#039;&#039; (VSH), um Bienen zu selektieren, die sich aktiv gegen die Varroamilbe wehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Ehrenwirth, München 1992, ISBN 3-431-03204-6.&lt;br /&gt;
* Brother Adam: &#039;&#039;Meine Betriebsweise: Erfolgreich imkern wie im Kloster Buckfast&#039;&#039;. Verlag Fischer, Stuttgart 2019.&lt;br /&gt;
* Spinola, M. (1806): &#039;&#039;Insectorum Liguriae species novae aut rariores&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* L’allevamento di api Regine: &#039;&#039;Una per tutte... tutte per una&#039;&#039; (B. Pasini, M. T. Falda).&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_ligustica&amp;diff=101</id>
		<title>Apis mellifera ligustica</title>
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		<updated>2026-04-25T19:43:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Italienische Biene Apis mellifera ligustica (Spinola 1806) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Italienische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Italiener-Biene&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Ligustica&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine natürlich entstandene Unterart der Westlichen Honigbiene (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;). Sie gilt heute als die weltweit am häufigsten gehaltene Honigbienenrasse, was auf ihre hohe Anpassungsfähigkeit und ihre hervorragenden imkerlichen Eigenschaften zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprüngliche Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Habitat der &#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039; ist die italienische Halbinsel. Dort überdauerte sie die letzte Eiszeit südlich der Alpen (mit Ausnahme Siziliens, wo die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; heimisch ist). Die natürliche Barriere der Alpen im Norden führte zu einer genetischen Isolierung gegenüber der Dunklen Biene (&#039;&#039;A. m. mellifera&#039;&#039;) und der Kärntner Biene (&#039;&#039;A. m. carnica&#039;&#039;). Ihr Kerngebiet erstreckt sich von den Ligurischen Alpen bis nach Kalabrien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica ist eine mittelgroße, schlanke Biene mit auffälliger Färbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Das markanteste Merkmal sind die hellgelben bis lederbraunen Ringe (Segmente) auf dem Hinterleib. Meist zeigen sich zwei bis drei deutlich gelbe Ringe, bei manchen Zuchtlinien (wie der extrem hellen „Goldbiene“) auch mehr.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarkleid:&#039;&#039;&#039; Die Filzbinden auf den Rückenschuppen sind breit und gelblich. Das Überhaar ist kurz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Körperbau:&#039;&#039;&#039; Sie hat im Vergleich zu nördlichen Rassen längere Körperanhänge (Rüssel und Beine). Der Rüssel ist mit 6,3 bis 6,6 mm recht lang, was ihr den Zugang zu tiefer liegenden Nektarquellen (z. B. Rotklee) ermöglicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kubitalindex:&#039;&#039;&#039; Der Index liegt im Durchschnitt zwischen 2,2 und 2,5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica zeichnet sich durch ein spezifisches biologisches Profil aus, das sie für die moderne Imkerei besonders attraktiv macht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als äußerst friedfertig und ruhig auf der Wabe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutverhalten:&#039;&#039;&#039; Die Völker gehen mit einer sehr starken Volksstärke in den Winter und beginnen im Frühjahr früh mit einer massiven Bruttätigkeit, die oft bis spät in den Herbst anhält. Dies führt zu einem hohen Futterverbrauch im Winter.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Honigleistung:&#039;&#039;&#039; Sie ist eine exzellente Sammlerin von Blütenhonigen und zeigt eine geringe Schwarmneigung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wabenbau:&#039;&#039;&#039; Die Ligustica ist für ihren regelmäßigen Wabenbau und die schneeweißen Wachsdeckel bei der Honigverdeckung bekannt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039; Aufgrund ihres hohen Drangs zum Sammeln neigt sie bei Trachtmangel stärker zur Räuberei als andere Rassen. Auch der Verflug (Bienen fliegen in fremde Stöcke ein) ist bei ihr stärker ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Urzüchter ==&lt;br /&gt;
Die weltweite Verbreitung der Ligustica begann Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Erstbeschreibung:&#039;&#039;&#039; Maximilian Spinola beschrieb die Unterart im Jahr 1806.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Internationale Expansion:&#039;&#039;&#039; 1853 brachte der deutsche Bienenforscher August von Berlepsch die ersten Ligustica-Königinnen nach Deutschland. Fast zeitgleich wurde sie von Jan Dzierżon in Polen und 1859 von Thomas White Woodbury in England eingeführt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;USA:&#039;&#039;&#039; Im Jahr 1859 gelangten die ersten Völker in die USA, wo sie die dort heimische, aber als stechlustig geltende Dunkle Biene innerhalb weniger Jahrzehnte fast vollständig ersetzten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wichtige Züchter:&#039;&#039;&#039; Zu den Pionieren der Ligustica-Zucht gehören die Familie &#039;&#039;&#039;Piana&#039;&#039;&#039; (Bologna), die seit Generationen die Zucht der &amp;quot;Ligurischen Biene&amp;quot; prägt, sowie &#039;&#039;&#039;Giulio Piana&#039;&#039;&#039;, der die Selektion auf Sanftmut und Ertrag perfektionierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Zuchtlinien und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Heute wird die Ligustica global gezüchtet, wobei sich verschiedene regionale Schwerpunkte und Zuchtziele entwickelt haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Italienische Linien:&#039;&#039;&#039; Die klassischen Linien (z. B. Piana) fokussieren auf die Erhaltung des ursprünglichen Typs der Halbinsel.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Amerikanische Ligustica:&#039;&#039;&#039; In den USA wurden Linien selektiert, die extrem hell (gelb) sind und eine enorme Bruttätigkeit aufweisen, um für die Bestäubungsimkerei (z. B. Mandelblüte in Kalifornien) schnell große Völker bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kangaroo Island (Australien):&#039;&#039;&#039; Auf dieser Insel befindet sich das weltweit einzige Schutzgebiet für die reine Ligurische Biene. Die 1884 dorthin gebrachten Bienen gelten als die letzten genetisch unverfälschten Nachfahren der ursprünglichen norditalienischen Biene, da sie dort isoliert von anderen Rassen leben.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;VSH-Ligustica:&#039;&#039;&#039; Moderne Zuchtbemühungen (u. a. in den USA und Europa) konzentrieren sich auf das Merkmal der &#039;&#039;Varroa Sensitive Hygiene&#039;&#039; (VSH), um Bienen zu selektieren, die sich aktiv gegen die Varroamilbe wehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Ehrenwirth, München 1992, ISBN 3-431-03204-6.&lt;br /&gt;
* Brother Adam: &#039;&#039;Meine Betriebsweise: Erfolgreich imkern wie im Kloster Buckfast&#039;&#039;. Verlag Fischer, Stuttgart 2019.&lt;br /&gt;
* Spinola, M. (1806): &#039;&#039;Insectorum Liguriae species novae aut rariores&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* L’allevamento di api Regine: &#039;&#039;Una per tutte... tutte per una&#039;&#039; (B. Pasini, M. T. Falda).&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Italienerbiene&amp;diff=100</id>
		<title>Italienerbiene</title>
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		<updated>2026-04-25T19:42:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Weiterleitung nach Apis mellifera ligustica erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Apis mellifera ligustica]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<updated>2026-04-25T19:42:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Weiterleitung nach Apis mellifera ligustica erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Apis mellifera ligustica]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Italienische Biene</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Italienische_Biene&amp;diff=98"/>
		<updated>2026-04-25T19:41:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Weiterleitung nach Apis mellifera ligustica erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Apis mellifera ligustica]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_ligustica&amp;diff=97</id>
		<title>Apis mellifera ligustica</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_ligustica&amp;diff=97"/>
		<updated>2026-04-25T19:40:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Italienische Biene Apis mellifera ligustica (Spinola 1806) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Italienische Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Italiener-Biene&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Ligustica&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine natürlich entstandene Unterart der Westlichen Honigbiene (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;). Sie gilt heute als die weltweit am häufigsten gehaltene Honigbienenrasse, was auf ihre hohe Anpassungsfähigkeit und ihre hervorragenden imkerlichen Eigenschaften zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprüngliche Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Habitat der &#039;&#039;Apis mellifera ligustica&#039;&#039; ist die italienische Halbinsel. Dort überdauerte sie die letzte Eiszeit südlich der Alpen (mit Ausnahme Siziliens, wo die &#039;&#039;Apis mellifera siciliana&#039;&#039; heimisch ist). Die natürliche Barriere der Alpen im Norden führte zu einer genetischen Isolierung gegenüber der Dunklen Biene (&#039;&#039;A. m. mellifera&#039;&#039;) und der Kärntner Biene (&#039;&#039;A. m. carnica&#039;&#039;). Ihr Kerngebiet erstreckt sich von den Ligurischen Alpen bis nach Kalabrien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica ist eine mittelgroße, schlanke Biene mit auffälliger Färbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Farbe:&#039;&#039;&#039; Das markanteste Merkmal sind die hellgelben bis lederbraunen Ringe (Segmente) auf dem Hinterleib. Meist zeigen sich zwei bis drei deutlich gelbe Ringe, bei manchen Zuchtlinien (wie der extrem hellen „Goldbiene“) auch mehr.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarkleid:&#039;&#039;&#039; Die Filzbinden auf den Rückenschuppen sind breit und gelblich. Das Überhaar ist kurz.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Körperbau:&#039;&#039;&#039; Sie hat im Vergleich zu nördlichen Rassen längere Körperanhänge (Rüssel und Beine). Der Rüssel ist mit 6,3 bis 6,6 mm recht lang, was ihr den Zugang zu tiefer liegenden Nektarquellen (z. B. Rotklee) ermöglicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kubitalindex:&#039;&#039;&#039; Der Index liegt im Durchschnitt zwischen 2,2 und 2,5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Ligustica zeichnet sich durch ein spezifisches biologisches Profil aus, das sie für die moderne Imkerei besonders attraktiv macht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als äußerst friedfertig und ruhig auf der Wabe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brutverhalten:&#039;&#039;&#039; Die Völker gehen mit einer sehr starken Volksstärke in den Winter und beginnen im Frühjahr früh mit einer massiven Bruttätigkeit, die oft bis spät in den Herbst anhält. Dies führt zu einem hohen Futterverbrauch im Winter.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Honigleistung:&#039;&#039;&#039; Sie ist eine exzellente Sammlerin von Blütenhonigen und zeigt eine geringe Schwarmneigung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wabenbau:&#039;&#039;&#039; Die Ligustica ist für ihren regelmäßigen Wabenbau und die schneeweißen Wachsdeckel bei der Honigverdeckung bekannt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nachteile:&#039;&#039;&#039; Aufgrund ihres hohen Drangs zum Sammeln neigt sie bei Trachtmangel stärker zur Räuberei als andere Rassen. Auch der Verflug (Bienen fliegen in fremde Stöcke ein) ist bei ihr stärker ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Urzüchter ==&lt;br /&gt;
Die weltweite Verbreitung der Ligustica begann Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Erstbeschreibung:&#039;&#039;&#039; Maximilian Spinola beschrieb die Unterart im Jahr 1806.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Internationale Expansion:&#039;&#039;&#039; 1853 brachte der deutsche Bienenforscher August von Berlepsch die ersten Ligustica-Königinnen nach Deutschland. Fast zeitgleich wurde sie von Jan Dzierżon in Polen und 1859 von Thomas White Woodbury in England eingeführt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;USA:&#039;&#039;&#039; Im Jahr 1859 gelangten die ersten Völker in die USA, wo sie die dort heimische, aber als stechlustig geltende Dunkle Biene innerhalb weniger Jahrzehnte fast vollständig ersetzten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wichtige Züchter:&#039;&#039;&#039; Zu den Pionieren der Ligustica-Zucht gehören die Familie &#039;&#039;&#039;Piana&#039;&#039;&#039; (Bologna), die seit Generationen die Zucht der &amp;quot;Ligurischen Biene&amp;quot; prägt, sowie &#039;&#039;&#039;Giulio Piana&#039;&#039;&#039;, der die Selektion auf Sanftmut und Ertrag perfektionierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Zuchtlinien und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Heute wird die Ligustica global gezüchtet, wobei sich verschiedene regionale Schwerpunkte und Zuchtziele entwickelt haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Italienische Linien:&#039;&#039;&#039; Die klassischen Linien (z. B. Piana) fokussieren auf die Erhaltung des ursprünglichen Typs der Halbinsel.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Amerikanische Ligustica:&#039;&#039;&#039; In den USA wurden Linien selektiert, die extrem hell (gelb) sind und eine enorme Bruttätigkeit aufweisen, um für die Bestäubungsimkerei (z. B. Mandelblüte in Kalifornien) schnell große Völker bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kangaroo Island (Australien):&#039;&#039;&#039; Auf dieser Insel befindet sich das weltweit einzige Schutzgebiet für die reine Ligurische Biene. Die 1884 dorthin gebrachten Bienen gelten als die letzten genetisch unverfälschten Nachfahren der ursprünglichen norditalienischen Biene, da sie dort isoliert von anderen Rassen leben.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;VSH-Ligustica:&#039;&#039;&#039; Moderne Zuchtbemühungen (u. a. in den USA und Europa) konzentrieren sich auf das Merkmal der &#039;&#039;Varroa Sensitive Hygiene&#039;&#039; (VSH), um Bienen zu selektieren, die sich aktiv gegen die Varroamilbe wehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Ehrenwirth, München 1992, ISBN 3-431-03204-6.&lt;br /&gt;
* Brother Adam: &#039;&#039;Meine Betriebsweise: Erfolgreich imkern wie im Kloster Buckfast&#039;&#039;. Verlag Fischer, Stuttgart 2019.&lt;br /&gt;
* Spinola, M. (1806): &#039;&#039;Insectorum Liguriae species novae aut rariores&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* L’allevamento di api Regine: &#039;&#039;Una per tutte... tutte per una&#039;&#039; (B. Pasini, M. T. Falda).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=96</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=96"/>
		<updated>2026-04-25T10:09:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: bei statt zu&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Wabe mit Honigbienen.jpg|mini|Wabe mit Honigbienen &#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Imkerei und Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_mellifera&amp;diff=95</id>
		<title>Apis mellifera mellifera</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_mellifera&amp;diff=95"/>
		<updated>2026-04-24T20:34:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Dunkle Biene Apis mellifera mellifera.jpg|mini|Dunkle Biene Apis mellifera mellifera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Dunkle Biene Apis mellifera mellifera (Linnaeus 1758) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dunkle Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;), auch als &#039;&#039;&#039;Nordbiene,&#039;&#039;&#039; Braune Biene oder Nordrasse bezeichnet, ist eine natürlich entstandene Unterart der [[Westliche Honigbiene|Westlichen Honigbiene]]. Sie ist die einzige Biene, die ursprünglich in Europa nördlich der Pyrenäen, Alpen und Karpaten sowie im nordwestlichen Asien (bis zum Ural) heimisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Einordnung ==&lt;br /&gt;
Innerhalb der Spezies &#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039; gehört die Dunkle Biene zur evolutionären Linie M (mediterran-nordwest-europäisch). Damit unterscheidet sie sich genetisch deutlich von den Vertretern der C-Linie (wie der &#039;&#039;[[Apis mellifera carnica|Carnica]]&#039;&#039; oder &#039;&#039;[[Apis mellifera ligustica|Ligustica]]&#039;&#039;), die in das ehemalige Verbreitungsgebiet der Dunklen Biene eingeführt wurden und heute in der Imkerei weit verbreitet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Dunkle Biene weist spezifische morphologische Merkmale auf, die sie von anderen Unterarten eindeutig abgrenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Körperfarbe:&#039;&#039;&#039; Der Panzer ist sehr dunkel, fast schwarz, ohne gelbe Ringe oder Aufhellungen am Hinterleib.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gestalt:&#039;&#039;&#039; Sie wirkt im Vergleich zu südeuropäischen Rassen massiger und breiter.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Das [[Überhaar]] ist mit ca. 0,4 bis 0,5 mm vergleichsweise lang, was eine Anpassung an das kühlere Klima darstellt. Die [[Filzbinden Begriff|Filzbinden]] (die feine Behaarung an den [[Tergit Begriff|Tergiten]]) sind schmal und schütter. Sie lassen den schwarzen Hinterleib klar durchscheinen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügelindex:&#039;&#039;&#039; Ein wichtiges Kriterium zur Bestimmung der reinen Dunklen Biene ist das Flügelgeäder der Arbeiterinnen. Bei der Dunklen Biene sind dies der [[Cubitalindex]] von maximal 1,9, ein [[Hantelindex]] von maximal 0,923 und eine negative [[Discoidalverschiebung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitungsgebiet ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Dunklen Biene erstreckte sich über ein riesiges Areal: von den Pyrenäen im Westen über die Alpen nach Norden bis hinauf nach Skandinavien und im Osten bis zum Uralgebirge. Sie ist die am weitesten nördlich vorkommende Honigbienenunterart der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologische Besonderheiten und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Dunkle Biene hat sich über Jahrhunderttausende an die rauen klimatischen Bedingungen nördlich der Alpen angepasst. Zu ihren wichtigsten Eigenschaften gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Winterhärte:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als extrem winterfest. Die Wintertraube ist kompakt, und die Bienen sind in der Lage, auch lange Kälteperioden bei geringem Futterverbrauch zu überstehen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haushaltung:&#039;&#039;&#039; Die Dunkle Biene gilt als sehr sparsam. Sie passt ihre Brutaktivität flexibel an das Trachtangebot und die Witterung an. Bei Trachtlosigkeit geht die Bruttätigkeit schnell zurück, was das Überleben des Volkes sichert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flugkraft:&#039;&#039;&#039; Sie fliegt bereits bei niedrigeren Temperaturen und widrigerem Wetter (Wind, leichter Regen) aus als südeuropäische Unterarten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Langlebigkeit:&#039;&#039;&#039; Sowohl die Sommer- als auch die Winterbienen zeichnen sich durch eine hohe Lebenserwartung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und heutiger Status ==&lt;br /&gt;
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Dunkle Biene die einzige in Deutschland, in Tirol und der Schweiz (mit Ausnahme des Tessins) gehaltene Biene. Mit dem Aufkommen des Welthandels und der modernen [[Imkerei]] wurden jedoch zunehmend andere Unterarten importiert, was zu einer breiten genetischen Vermischung durch Verkreuzung führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im deutschsprachigen Raum die Kärntner Biene (&#039;&#039;Apis mellifera carnica&#039;&#039;) massiv gefördert und verbreitet, da man ihr eine größere Sanftmut und höhere Honigerträge zuschrieb. Dies führte zu einer fast vollständigen Verdrängung durch genetische Vermischung ([[Hybridisierung]]) der heimischen Dunklen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gilt die Dunkle Biene in vielen Teilen ihres ursprünglichen Gebiets als ausgestorben oder stark gefährdet. In Deutschland gibt es keine natürlichen Restbestände mehr; die Haltung und Zucht erfolgt heute durch engagierte Vereine und Züchter, die auf Re-Importe aus noch bestehenden Reinzuchtgebieten (z. B. aus Skandinavien, Irland oder dem Ural) zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhalt und Schutz ==&lt;br /&gt;
Initiativen wie &#039;&#039;Nordbiene.de&#039;&#039; setzen sich für den Erhalt dieser ursprünglichen Biene ein. Ziel ist es, die genetische Vielfalt der Honigbienen zu bewahren und die Dunkle Biene als Kulturgut und wichtiges Glied im Ökosystem wieder heimisch zu machen. Die Paarungskontrolle erfolgt heute im Rahmen der Erhaltungszucht unter strenger Kontrolle mittels [[Flügelvermessung]] und DNA-Analysen, um die Reinheit der Linien zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_mellifera&amp;diff=94</id>
		<title>Apis mellifera mellifera</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_mellifera&amp;diff=94"/>
		<updated>2026-04-24T19:44:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Dunkle Biene Apis mellifera mellifera.jpg|mini|Dunkle Biene Apis mellifera mellifera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Dunkle Biene Apis mellifera mellifera (Linnaeus 1758) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dunkle Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;), auch als &#039;&#039;&#039;Nordbiene,&#039;&#039;&#039; Braune Biene oder Nordrasse bezeichnet, ist eine natürlich entstandene Unterart der [[Westliche Honigbiene|Westlichen Honigbiene]]. Sie ist die einzige Biene, die ursprünglich in Europa nördlich der Pyrenäen, Alpen und Karpaten sowie im nordwestlichen Asien (bis zum Ural) heimisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Einordnung ==&lt;br /&gt;
Innerhalb der Spezies &#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039; gehört die Dunkle Biene zur evolutionären Linie M (mediterran-nordwest-europäisch). Damit unterscheidet sie sich genetisch deutlich von den Vertretern der C-Linie (wie der &#039;&#039;[[Apis mellifera carnica|Carnica]]&#039;&#039; oder &#039;&#039;[[Apis mellifera ligustica|Ligustica]]&#039;&#039;), die in das ehemalige Verbreitungsgebiet der Dunklen Biene eingeführt wurden und heute in der Imkerei weit verbreitet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Dunkle Biene weist spezifische morphologische Merkmale auf, die sie von anderen Unterarten eindeutig abgrenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Körperfarbe:&#039;&#039;&#039; Der Panzer ist sehr dunkel, fast schwarz, ohne gelbe Ringe oder Aufhellungen am Hinterleib.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gestalt:&#039;&#039;&#039; Sie wirkt im Vergleich zu südeuropäischen Rassen massiger und breiter.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Das [[Überhaar]] ist mit ca. 0,4 bis 0,5 mm vergleichsweise lang, was eine Anpassung an das kühlere Klima darstellt. Die [[Filzbinden Begriff|Filzbinden]] (die feine Behaarung an den [[Tergit Begriff|Tergiten]]) sind schmal und schütter. Sie lassen den schwarzen Hinterleib klar durchscheinen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügelindex:&#039;&#039;&#039; Ein wichtiges Kriterium zur Bestimmung der reinen Dunklen Biene ist das Flügelgeäder der Arbeiterinnen. Bei der Dunklen Biene sind dies der Cubitalindex von maximal 1,9, ein Hantelindex von maximal 0,923 und eine negative Discoidalverschiebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitungsgebiet ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Dunklen Biene erstreckte sich über ein riesiges Areal: von den Pyrenäen im Westen über die Alpen nach Norden bis hinauf nach Skandinavien und im Osten bis zum Uralgebirge. Sie ist die am weitesten nördlich vorkommende Honigbienenunterart der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologische Besonderheiten und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Dunkle Biene hat sich über Jahrhunderttausende an die rauen klimatischen Bedingungen nördlich der Alpen angepasst. Zu ihren wichtigsten Eigenschaften gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Winterhärte:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als extrem winterfest. Die Wintertraube ist kompakt, und die Bienen sind in der Lage, auch lange Kälteperioden bei geringem Futterverbrauch zu überstehen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haushaltung:&#039;&#039;&#039; Die Dunkle Biene gilt als sehr sparsam. Sie passt ihre Brutaktivität flexibel an das Trachtangebot und die Witterung an. Bei Trachtlosigkeit geht die Bruttätigkeit schnell zurück, was das Überleben des Volkes sichert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flugkraft:&#039;&#039;&#039; Sie fliegt bereits bei niedrigeren Temperaturen und widrigerem Wetter (Wind, leichter Regen) aus als südeuropäische Unterarten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Langlebigkeit:&#039;&#039;&#039; Sowohl die Sommer- als auch die Winterbienen zeichnen sich durch eine hohe Lebenserwartung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und heutiger Status ==&lt;br /&gt;
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Dunkle Biene die einzige in Deutschland, in Tirol und der Schweiz (mit Ausnahme des Tessins) gehaltene Biene. Mit dem Aufkommen des Welthandels und der modernen [[Imkerei]] wurden jedoch zunehmend andere Unterarten importiert, was zu einer breiten genetischen Vermischung durch Verkreuzung führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im deutschsprachigen Raum die Kärntner Biene (&#039;&#039;Apis mellifera carnica&#039;&#039;) massiv gefördert und verbreitet, da man ihr eine größere Sanftmut und höhere Honigerträge zuschrieb. Dies führte zu einer fast vollständigen Verdrängung durch genetische Vermischung ([[Hybridisierung]]) der heimischen Dunklen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gilt die Dunkle Biene in vielen Teilen ihres ursprünglichen Gebiets als ausgestorben oder stark gefährdet. In Deutschland gibt es keine natürlichen Restbestände mehr; die Haltung und Zucht erfolgt heute durch engagierte Vereine und Züchter, die auf Re-Importe aus noch bestehenden Reinzuchtgebieten (z. B. aus Skandinavien, Irland oder dem Ural) zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhalt und Schutz ==&lt;br /&gt;
Initiativen wie &#039;&#039;Nordbiene.de&#039;&#039; setzen sich für den Erhalt dieser ursprünglichen Biene ein. Ziel ist es, die genetische Vielfalt der Honigbienen zu bewahren und die Dunkle Biene als Kulturgut und wichtiges Glied im Ökosystem wieder heimisch zu machen. Die Paarungskontrolle erfolgt heute im Rahmen der Erhaltungszucht unter strenger Kontrolle mittels [[Flügelvermessung]] und DNA-Analysen, um die Reinheit der Linien zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_mellifera&amp;diff=93</id>
		<title>Apis mellifera mellifera</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_mellifera&amp;diff=93"/>
		<updated>2026-04-24T19:41:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Bild eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Dunkle Biene Apis mellifera mellifera.jpg|mini|Dunkle Biene Apis mellifera mellifera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Dunkle Biene Apis mellifera mellifera (Linnaeus 1758) =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dunkle Biene&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;), auch als &#039;&#039;&#039;Nordbiene,&#039;&#039;&#039; Braune Biene oder Nordrasse bezeichnet, ist eine natürlich entstandene Unterart der [[Westliche Honigbiene|Westlichen Honigbiene]]. Sie ist die einzige Biene, die ursprünglich in Europa nördlich der Pyrenäen, Alpen und Karpaten sowie im nordwestlichen Asien (bis zum Ural) heimisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Einordnung ==&lt;br /&gt;
Innerhalb der Spezies &#039;&#039;[[Apis mellifera]]&#039;&#039; gehört die Dunkle Biene zur evolutionären Linie M (mediterran-nordwest-europäisch). Damit unterscheidet sie sich genetisch deutlich von den Vertretern der C-Linie (wie der &#039;&#039;[[Apis mellifera carnica|Carnica]]&#039;&#039; oder &#039;&#039;[[Apis mellifera ligustica|Ligustica]]&#039;&#039;), die in das ehemalige Verbreitungsgebiet der Dunklen Biene eingeführt wurden und heute in der Imkerei weit verbreitet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Dunkle Biene weist spezifische morphologische Merkmale auf, die sie von anderen Unterarten eindeutig abgrenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Körperfarbe:&#039;&#039;&#039; Der Panzer ist sehr dunkel, fast schwarz, ohne gelbe Ringe oder Aufhellungen am Hinterleib.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gestalt:&#039;&#039;&#039; Sie wirkt im Vergleich zu südeuropäischen Rassen massiger und breiter.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Das [[Überhaar]] ist mit ca. 0,4 bis 0,5 mm vergleichsweise lang, was eine Anpassung an das kühlere Klima darstellt. Die [[Filzbinden Begriff|Filzbinden]] (die feine Behaarung an den [[Tergit Begriff|Tergiten]]) sind schmal und schütter. Sie lassen den schwarzen Hinterleib klar durchscheinen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügelindex:&#039;&#039;&#039; Ein wichtiges Kriterium zur Bestimmung der reinen Dunklen Biene ist das Flügelgeäder der Arbeiterinnen. Bei der Dunklen Biene sind dies der Cubitalindex von maximal 1,9, ein Hantelindex von maximal 0,923 und eine negative Discoidalverschiebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitungsgebiet ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Dunklen Biene erstreckte sich über ein riesiges Areal: von den Pyrenäen im Westen über die Alpen nach Norden bis hinauf nach Skandinavien und im Osten bis zum Uralgebirge. Sie ist die am weitesten nördlich vorkommende Honigbienenunterart der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologische Besonderheiten und Verhalten ==&lt;br /&gt;
Die Dunkle Biene hat sich über Jahrhunderttausende an die rauen klimatischen Bedingungen nördlich der Alpen angepasst. Zu ihren wichtigsten Eigenschaften gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Winterhärte:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als extrem winterfest. Die Wintertraube ist kompakt, und die Bienen sind in der Lage, auch lange Kälteperioden bei geringem Futterverbrauch zu überstehen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haushaltung:&#039;&#039;&#039; Die Dunkle Biene gilt als sehr sparsam. Sie passt ihre Brutaktivität flexibel an das Trachtangebot und die Witterung an. Bei Trachtlosigkeit geht die Bruttätigkeit schnell zurück, was das Überleben des Volkes sichert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flugkraft:&#039;&#039;&#039; Sie fliegt bereits bei niedrigeren Temperaturen und widrigerem Wetter (Wind, leichter Regen) aus als südeuropäische Unterarten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Langlebigkeit:&#039;&#039;&#039; Sowohl die Sommer- als auch die Winterbienen zeichnen sich durch eine hohe Lebenserwartung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und heutiger Status ==&lt;br /&gt;
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Dunkle Biene die einzige in Deutschland, in Tirol und der Schweiz (mit Ausnahme des Tessins) gehaltene Biene. Mit dem Aufkommen des Welthandels und der modernen [[Imkerei]] wurden jedoch zunehmend andere Unterarten importiert, was zu einer breiten genetischen Vermischung durch Verkreuzung führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im deutschsprachigen Raum die Kärntner Biene (&#039;&#039;Apis mellifera carnica&#039;&#039;) massiv gefördert und verbreitet, da man ihr eine größere Sanftmut und höhere Honigerträge zuschrieb. Dies führte zu einer fast vollständigen Verdrängung durch genetische Vermischung ([[Hybridisierung]]) der heimischen Dunklen Biene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gilt die Dunkle Biene in vielen Teilen ihres ursprünglichen Gebiets als ausgestorben oder stark gefährdet. In Deutschland gibt es keine natürlichen Restbestände mehr; die Haltung und Zucht erfolgt heute durch engagierte Vereine und Züchter, die auf Re-Importe aus noch bestehenden Reinzuchtgebieten (z. B. aus Skandinavien, Irland oder dem Ural) zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhalt und Schutz ==&lt;br /&gt;
Initiativen wie &#039;&#039;Nordbiene.de&#039;&#039; setzen sich für den Erhalt dieser ursprünglichen Biene ein. Ziel ist es, die genetische Vielfalt der Honigbienen zu bewahren und die Dunkle Biene als Kulturgut und wichtiges Glied im Ökosystem wieder heimisch zu machen. Die Paarungskontrolle erfolgt heute im Rahmen der Erhaltungszucht unter strenger Kontrolle mittels [[Flügelvermessung]] und DNA-Analysen, um die Reinheit der Linien zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Datei:Dunkle_Biene_Apis_mellifera_mellifera.jpg&amp;diff=92</id>
		<title>Datei:Dunkle Biene Apis mellifera mellifera.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Datei:Dunkle_Biene_Apis_mellifera_mellifera.jpg&amp;diff=92"/>
		<updated>2026-04-24T19:41:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dunkle Biene Apis mellifera mellifera&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_carnica&amp;diff=91</id>
		<title>Apis mellifera carnica</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_carnica&amp;diff=91"/>
		<updated>2026-04-24T17:36:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Liedloff&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis mellifera carnica.jpg|mini|Kärntner Biene Apis mellifera carnica]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kärntner Biene Apis mellifera carnica, Pollmann 1879 =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;[[Kärntner Biene]]&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera carnica&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;[[Carnica-Biene|Carnica]]&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;[[Krainer Biene]]&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine natürlich entstandene Unterart der Westlichen Honigbiene (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;). Innerhalb der Imkerei im deutschsprachigen Raum ist sie heute die am weitesten verbreitete Biene, da sie für ihre Sanftmut und Leistungsfähigkeit geschätzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprüngliche Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das angestammte Verbreitungsgebiet der Carnica erstreckt sich über den südöstlichen Teil Mitteleuropas und den Balkan. Es umfasst insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Österreich&#039;&#039;&#039; (vor allem Kärnten und die Steiermark)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Slowenien&#039;&#039;&#039; (historische Region Krain, Namensgeber der „Krainer Biene“)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ungarn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Teile Rumäniens und Bulgariens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gehört zur sogenannten Balkan-Rassengruppe und bildet die nördlichste Vertreterin dieser Gruppe. In Deutschland und der Schweiz ist sie ursprünglich nicht heimisch, wurde dort aber im 20. Jahrhundert massiv eingeführt und verdrängte die dort ursprünglich ansässige Dunkle Europäische Biene (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Carnica wird oft als „graue Biene“ bezeichnet. Ihre optischen Hauptmerkmale sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Färbung:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist dunkel, oft mit lederbraunen Aufhellungen oder „Ecken“ am ersten Hinterleibssegment.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Charakteristisch sind die auffallend breiten und dichten grauen Filzbinden auf den Rückenplatten des Hinterleibs, die ihr ein graues Erscheinungsbild geben. Das Überhaar ist kurz und dicht. Auffallend ist die &amp;quot;Zusatzbinde&amp;quot; des ersten Tergits.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist mittelgroß und wirkt im Vergleich zur kräftigeren Dunklen Biene eher schlank.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rüssellänge:&#039;&#039;&#039; Mit 6,4 bis 6,8 mm besitzt sie einen vergleichsweise langen Rüssel, was ihr den Zugang zu tiefliegenden Nektarquellen (z. B. Rotklee) ermöglicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügelgeäder:&#039;&#039;&#039; In der morphometrischen Analyse zeichnet sie sich durch einen hohen Cubitalindex (durchschnittlich 2,4 bis 3,0) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologische Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die Carnica hat sich als Gebirgsbiene an ein Klima mit kalten Wintern und kurzen, intensiven Trachtperioden angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als eine der friedfertigsten Bienenrassen weltweit. Imker können oft ohne Schutzkleidung oder Rauch an den Völkern arbeiten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wabenstetigkeit:&#039;&#039;&#039; Die Bienen bleiben bei der Durchschau ruhig auf den Waben sitzen (sie „laufen“ nicht).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Entwicklungszyklus:&#039;&#039;&#039; Ein markantes Merkmal ist die explosive Frühjahrsentwicklung. Sobald die ersten Pollenspender blühen, geht das Volk in eine starke Bruttätigkeit über.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schwarmtrieb:&#039;&#039;&#039; Aufgrund der schnellen Volksentwicklung im Frühjahr neigt die Carnica im Vergleich zu anderen Rassen (wie der Buckfast oder Ligustica) stärker zum Schwärmen. Moderne Zuchtlinien haben diese Eigenschaft jedoch deutlich reduziert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Überwinterung:&#039;&#039;&#039; Sie überwintert in vergleichsweise kleinen Völkern, ist dabei sehr sparsam mit den Futtervorräten und hält eine strikte Brutpause ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und der „Siegeszug“ im Norden ==&lt;br /&gt;
Bis etwa 1930 war in Deutschland überwiegend die Dunkle Biene (&#039;&#039;A. m. mellifera&#039;&#039;) verbreitet. Der Wechsel zur Carnica erfolgte aus mehreren Gründen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Ertrag:&#039;&#039;&#039; Die Carnica lieferte in den damals aufkommenden Magazinbeuten oft höhere Honigerträge.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Nationalsozialismus:&#039;&#039;&#039; Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Carnica zur „Reichsbiene“ erklärt. Im Rahmen der „Gleichschaltung“ und zur Ertragssteigerung (Autarkiebestrebungen) wurden Königinnen massenhaft aus Kärnten nach Deutschland transportiert.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Nachkriegszeit:&#039;&#039;&#039; Auch nach 1945 hielt der Trend an, da die Carnica durch ihre Sanftmut die Imkerei in dicht besiedelten Gebieten erleichterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urzüchter und historische Zuchtlinien ==&lt;br /&gt;
Die moderne Carnica-Zucht geht auf einige Pioniere zurück, die im frühen 20. Jahrhundert begannen, die besten Völker ihrer Region zu selektieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Jakob Wrisnig (Linie Troiseck):&#039;&#039;&#039; Aus der Obersteiermark stammend, gilt das „Troiseck“-Material als eine der stabilsten Grundlagen der heutigen Zucht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Guido Sklenar (Linie Sklenar):&#039;&#039;&#039; Er selektierte im niederösterreichischen Mistelbach den „Stamm 47“. Diese Linie ist bekannt für ihre extreme Sanftmut und die Fähigkeit, große Honigstapel anzulegen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hans Peschetz (Linie Peschetz):&#039;&#039;&#039; Er fand am Fuße des Hochobir in Kärnten ein besonders leistungsfähiges Material. Die Peschetz-Biene gilt als sehr vital und anpassungsfähig an raue Lagen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Jakob Wankler:&#039;&#039;&#039; Ebenfalls ein früher Pionier aus der Steiermark, der die Grundlagen für die Reinzucht legte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Zuchtlinien ==&lt;br /&gt;
Heute wird die Carnica in spezialisierten Züchterringen betreut (z. B. in der AGT – Arbeitsgemeinschaft Toleranzzucht). Wichtige aktuelle Linien sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Troiseck (verschiedene Unterlinien wie 1075, 03):&#039;&#039;&#039; Sehr weit verbreitet, ausgewogen in allen Eigenschaften.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sklenar:&#039;&#039;&#039; Beliebt bei Hobbyimkern wegen der legendären Friedfertigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Peschetz:&#039;&#039;&#039; Geschätzt für die Nutzung von Waldtrachten und Robustheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Celler Linie:&#039;&#039;&#039; Eine in Norddeutschland (Landesinstitut Celle) an das dortige Klima angepasste Carnica-Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Zeit liegt der Fokus der Zucht weniger auf maximalem Ertrag, sondern verstärkt auf der &#039;&#039;&#039;Varroatoleranz&#039;&#039;&#039; (VSH-Eigenschaften), um die Abhängigkeit von chemischen Behandlungen gegen die Varroamilbe zu verringern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Hans Peschetz: &#039;&#039;Der Weg zur besten Biene: Die Carnica-Biene&#039;&#039;. Verlag Ploetz, Wolfsberg 1954.&lt;br /&gt;
* Guido Sklenar: &#039;&#039;Imkerpraxis: Meine Betriebsweise und das Sklenar-Verfahren&#039;&#039;. Eigenverlag, Mistelbach 1923 (diverse Neuauflagen).&lt;br /&gt;
* Gottfried Goetze: &#039;&#039;Die beste Biene&#039;&#039;. Liedloff Verlag Gießen 1940.&lt;br /&gt;
* Alois Wallner: &#039;&#039;Varroaresistenz – heute&#039;&#039;. Eigenverlag, 1994.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_carnica&amp;diff=90</id>
		<title>Apis mellifera carnica</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.bienen-wiki.de/index.php?title=Apis_mellifera_carnica&amp;diff=90"/>
		<updated>2026-04-24T17:27:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Bild&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Apis mellifera carnica.jpg|mini|Kärntner Biene Apis mellifera carnica]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kärntner Biene Apis mellifera carnica, Pollmann 1879 =&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;[[Kärntner Biene]]&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Apis mellifera carnica&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;[[Carnica-Biene|Carnica]]&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;[[Krainer Biene]]&#039;&#039;&#039; genannt, ist eine natürlich entstandene Unterart der Westlichen Honigbiene (&#039;&#039;Apis mellifera&#039;&#039;). Innerhalb der Imkerei im deutschsprachigen Raum ist sie heute die am weitesten verbreitete Biene, da sie für ihre Sanftmut und Leistungsfähigkeit geschätzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprüngliche Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das angestammte Verbreitungsgebiet der Carnica erstreckt sich über den südöstlichen Teil Mitteleuropas und den Balkan. Es umfasst insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Österreich&#039;&#039;&#039; (vor allem Kärnten und die Steiermark)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Slowenien&#039;&#039;&#039; (historische Region Krain, Namensgeber der „Krainer Biene“)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ungarn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Teile Rumäniens und Bulgariens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gehört zur sogenannten Balkan-Rassengruppe und bildet die nördlichste Vertreterin dieser Gruppe. In Deutschland und der Schweiz ist sie ursprünglich nicht heimisch, wurde dort aber im 20. Jahrhundert massiv eingeführt und verdrängte die dort ursprünglich ansässige Dunkle Europäische Biene (&#039;&#039;Apis mellifera mellifera&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen und Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Carnica wird oft als „graue Biene“ bezeichnet. Ihre optischen Hauptmerkmale sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Färbung:&#039;&#039;&#039; Der Chitinpanzer ist dunkel, oft mit lederbraunen Aufhellungen oder „Ecken“ am ersten Hinterleibssegment.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Behaarung:&#039;&#039;&#039; Charakteristisch sind die auffallend breiten und dichten grauen Filzbinden auf den Rückenplatten des Hinterleibs, die ihr ein graues Erscheinungsbild geben. Das Überhaar ist kurz und dicht. Auffallend ist die &amp;quot;Zusatzbinde&amp;quot; des ersten Tergits.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Größe:&#039;&#039;&#039; Sie ist mittelgroß und wirkt im Vergleich zur kräftigeren Dunklen Biene eher schlank.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rüssellänge:&#039;&#039;&#039; Mit 6,4 bis 6,8 mm besitzt sie einen vergleichsweise langen Rüssel, was ihr den Zugang zu tiefliegenden Nektarquellen (z. B. Rotklee) ermöglicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flügelgeäder:&#039;&#039;&#039; In der morphometrischen Analyse zeichnet sie sich durch einen hohen Cubitalindex (durchschnittlich 2,4 bis 3,0) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologische Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die Carnica hat sich als Gebirgsbiene an ein Klima mit kalten Wintern und kurzen, intensiven Trachtperioden angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sanftmut:&#039;&#039;&#039; Sie gilt als eine der friedfertigsten Bienenrassen weltweit. Imker können oft ohne Schutzkleidung oder Rauch an den Völkern arbeiten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wabenstetigkeit:&#039;&#039;&#039; Die Bienen bleiben bei der Durchschau ruhig auf den Waben sitzen (sie „laufen“ nicht).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Entwicklungszyklus:&#039;&#039;&#039; Ein markantes Merkmal ist die explosive Frühjahrsentwicklung. Sobald die ersten Pollenspender blühen, geht das Volk in eine starke Bruttätigkeit über.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schwarmtrieb:&#039;&#039;&#039; Aufgrund der schnellen Volksentwicklung im Frühjahr neigt die Carnica im Vergleich zu anderen Rassen (wie der Buckfast oder Ligustica) stärker zum Schwärmen. Moderne Zuchtlinien haben diese Eigenschaft jedoch deutlich reduziert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Überwinterung:&#039;&#039;&#039; Sie überwintert in vergleichsweise kleinen Völkern, ist dabei sehr sparsam mit den Futtervorräten und hält eine strikte Brutpause ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und der „Siegeszug“ im Norden ==&lt;br /&gt;
Bis etwa 1930 war in Deutschland überwiegend die Dunkle Biene (&#039;&#039;A. m. mellifera&#039;&#039;) verbreitet. Der Wechsel zur Carnica erfolgte aus mehreren Gründen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Ertrag:&#039;&#039;&#039; Die Carnica lieferte in den damals aufkommenden Magazinbeuten oft höhere Honigerträge.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Nationalsozialismus:&#039;&#039;&#039; Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Carnica zur „Reichsbiene“ erklärt. Im Rahmen der „Gleichschaltung“ und zur Ertragssteigerung (Autarkiebestrebungen) wurden Königinnen massenhaft aus Kärnten nach Deutschland transportiert.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Nachkriegszeit:&#039;&#039;&#039; Auch nach 1945 hielt der Trend an, da die Carnica durch ihre Sanftmut die Imkerei in dicht besiedelten Gebieten erleichterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urzüchter und historische Zuchtlinien ==&lt;br /&gt;
Die moderne Carnica-Zucht geht auf einige Pioniere zurück, die im frühen 20. Jahrhundert begannen, die besten Völker ihrer Region zu selektieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Jakob Wrisnig (Linie Troiseck):&#039;&#039;&#039; Aus der Obersteiermark stammend, gilt das „Troiseck“-Material als eine der stabilsten Grundlagen der heutigen Zucht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Guido Sklenar (Linie Sklenar):&#039;&#039;&#039; Er selektierte im niederösterreichischen Mistelbach den „Stamm 47“. Diese Linie ist bekannt für ihre extreme Sanftmut und die Fähigkeit, große Honigstapel anzulegen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hans Peschetz (Linie Peschetz):&#039;&#039;&#039; Er fand am Fuße des Hochobir in Kärnten ein besonders leistungsfähiges Material. Die Peschetz-Biene gilt als sehr vital und anpassungsfähig an raue Lagen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Jakob Wankler:&#039;&#039;&#039; Ebenfalls ein früher Pionier aus der Steiermark, der die Grundlagen für die Reinzucht legte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Zuchtlinien ==&lt;br /&gt;
Heute wird die Carnica in spezialisierten Züchterringen betreut (z. B. in der AGT – Arbeitsgemeinschaft Toleranzzucht). Wichtige aktuelle Linien sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Troiseck (verschiedene Unterlinien wie 1075, 03):&#039;&#039;&#039; Sehr weit verbreitet, ausgewogen in allen Eigenschaften.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sklenar:&#039;&#039;&#039; Beliebt bei Hobbyimkern wegen der legendären Friedfertigkeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Peschetz:&#039;&#039;&#039; Geschätzt für die Nutzung von Waldtrachten und Robustheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Celler Linie:&#039;&#039;&#039; Eine in Norddeutschland (Landesinstitut Celle) an das dortige Klima angepasste Carnica-Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Zeit liegt der Fokus der Zucht weniger auf maximalem Ertrag, sondern verstärkt auf der &#039;&#039;&#039;Varroatoleranz&#039;&#039;&#039; (VSH-Eigenschaften), um die Abhängigkeit von chemischen Behandlungen gegen die Varroamilbe zu verringern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &#039;&#039;Naturgeschichte der Honigbienen&#039;&#039;. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-09125-2.&lt;br /&gt;
* Hans Peschetz: &#039;&#039;Der Weg zur besten Biene: Die Carnica-Biene&#039;&#039;. Verlag Ploetz, Wolfsberg 1954.&lt;br /&gt;
* Guido Sklenar: &#039;&#039;Imkerpraxis: Meine Betriebsweise und das Sklenar-Verfahren&#039;&#039;. Eigenverlag, Mistelbach 1923 (diverse Neuauflagen).&lt;br /&gt;
* Gottfried Goetze: &#039;&#039;Die beste Biene&#039;&#039;. Gießen 1940.&lt;br /&gt;
* Alois Wallner: &#039;&#039;Varroaresistenz – heute&#039;&#039;. Eigenverlag, 1994.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution und Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königinnenzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bienenrassen und Bienenzüchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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